Einsatz

Scheune brennt komplett nieder und stürzt ein

Hoher Sachschaden entstand am Montag bei einem Brand auf einem Bauernhof in Rade. Foto: Markus Klümper
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Hoher Sachschaden entstand am Montag bei einem Brand auf einem Bauernhof in Rade.

Feuerwehr rückt am frühen Morgen zu einem Großeinsatz in der Ortslage Beck aus.

Von Axel Richter und Stefan Gilsbach

Seit den frühen Morgenstunden kämpfte die Feuerwehr am Montag gegen einen Brand in Radevormwald. In der Ortslage Beck unweit der Ennepetalsperre ist eine Scheune in Flammen aufgegangen. Zwischenzeitlich befanden sich 68 Einsatzkräfte vor Ort, um den Brand zu bekämpfen. Verletzt wurde niemand. Die Scheune, in der verschiedene Geräte, Wagen und Brennholz gelagert waren, brannte komplett aus und stürzte ein.

Gegen 3.30 Uhr erging der Einsatzbefehl an den Löschzug III. Ein Nachbar, der sein Haus am frühen Morgen zum Schneeräumen verlassen und freie Sicht auf den Ort Beck hatte, bemerkte den Feuerschein und schlug Alarm. Dietmar Hasenburg, Stadtbrandmeister und Leiter des Einsatzes, löste Sirenenalarm aus und ließ zusätzlich die Einheit Stadt ausrücken. Sie verfügt über ausreichend Schläuche zur Löschwasserversorgung. „Der nächste Löschteich befand sich im Ort Siepen in 650 Meter Entfernung“, berichtet Hasenburg, der die Ortslage gut kennt. Zudem rückte aus der Kreisstadt Gummersbach ein Notfallcontainer an, um die Einsatzkräfte vor Ort mit Atemschutzmasken zu versorgen.

„Bei euch brennt was, ist das normal?“
Ein Nachbar, der Familie Freyling auf das Feuer aufmerksam machte

Ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäudeteile konnte verhindert werden. Noch am späten Vormittag war die Feuerwehr mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. „Der Einsatz wird noch bis heute Mittag dauern“, sagt Hasenburg. Gegen 11.30 Uhr war der Einsatz beendet. Bis dahin waren noch Glutnester zu löschen. Über die Höhe des Sachschadens ist noch nichts bekannt.

Wie wichtig es ist, einen aufmerksamen Nachbarn zu haben, hat die Familie Freyling durch den Großbrand erlebt. „Gegen 3.22 Uhr bekam ich einen Anruf von unserem Nachbarn“, berichtet Martin Freyling. „Er sagte: Bei euch brennt was, ist das normal?“ Kurz darauf alarmierte er die Feuerwehr.

Die ersten zwei Stunden des Einsatzes waren für die Bewohner des Hofes nervenaufreibend, denn es ging nun darum, zu verhindern, dass das Feuer auf angrenzende Gebäude übergriff. Die Feuerwehr konnte dies jedoch verhindern, obwohl es bei dem Einsatz zunächst Schwierigkeiten zu überwinden gab, die sich aus dem abgelegenen Standort des Gehöftes ergaben. Um den Brand zu löschen, musste eine Löschwasserversorgung von einem Löschteich mit 50 Kubikmetern sowie einer Löschwasser-Zisterne mit 30 Kubikmetern Wasser gelegt werden. Auf diese Weise gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen abzuwenden.

Volker Ebbinghaus, Löschzugführer der Einheit III, betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung, die Löschteiche im Falle eines abgelegenen Gehöftes haben können. Zwar seien heute die meisten Außenortschaften an das städtische Wassernetz angeschlossen und es gebe weniger Löschteiche als früher, doch in diesem Fall seien das Wasser-Reservoir in Siepen und die auf dem Hof befindliche Löschwasserentnahmestelle wesentlich gewesen. Weil die vergangenen Monate aber recht trocken gewesen seien, so Ebbinghaus, musste zur Unterstützung noch der nahe Bach gestaut werden. Per Saugpumpe konnte auf diese Weise weiteres Löschwasser zur Einsatzstelle transportiert werden.

Warum es zu dem Feuer gekommen ist, dazu gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse. „Im Laufe des Tages soll ein Brandgutachter kommen und sich ein Bild machen“, erklärt der Hofeigentümer. Zum Glück habe das abgebrannte Gebäude, gebaut aus Holz und mit einem Blechdach versehen, keine allzu große wirtschaftliche Bedeutung gehabt. Martin Freyling ist vor allem froh, dass niemand verletzt wurde, weder Mensch noch Tier. Dem Nachbarn, der die Familie gewarnt habe, sei er zu Dank verpflichtet.

Einsatzkräfte

Laut der Feuerwehr waren bei dem Einsatz der komplette Löschzug III mit den Gruppen Landwehr, Wellringrade, Borbeck und Hahnenberg sowie Kräfte der Einheiten Stadt und Herbeck beteiligt – insgesamt 67 Personen. Ein Dank der Feuerwehrleute geht an die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Radevormwald, die während der stundenlangen Löscharbeiten für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgten.

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