Krankenhaus

Sana bekennt sich zum Standort Rade

Hell, freundlich, einladend: das Pflege-Center auf Station I im Sana Krankenhaus. Dirk Beck, Johannes Mans, Dirk Windgassen, Schwester Christine und Ines P. Grunewald (v. l.) im Gespräch.
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Hell, freundlich, einladend: das Pflege-Center auf Station I im Sana Krankenhaus. Dirk Beck, Johannes Mans, Dirk Windgassen, Schwester Christine und Ines P. Grunewald (v. l.) im Gespräch.

Seit 2012 flossen fast zehn Millionen Euro in die Sanierung, Renovierung und Modernisierung des Krankenhauses.

Von Joachim Rüttgen

Radevormwald. Wer die Ambulanz des Sana Krankenhauses an der Siepenstraße betritt, erkennt den Unterschied sofort. Wo vor 2012 ein brauner Ton farbgebend war, mithin die Atmosphäre eher dunkel und düster wirkte, herrscht heute ein freundliches Weiß mit dezenten Farbakzenten.

„Es ist viel heller geworden, wir haben den Fußboden komplett neu gefliest, dazu eine neue LED-Beleuchtung eingebaut“, erläutert Dirk Beck, Technischer Leiter im Sana Krankenhaus, bei einem Rundgang durch das Gebäude, das seit Übernahme des Sana-Konzerns von den Johannitern vor zehn Jahren sein Gesicht deutlich verändert hat.

Fast zehn Millionen Euro wurden seit 2012 investiert, in den vergangenen beiden Jahren waren es fast zwei Millionen, 2016 fast 3,5 Millionen für die Radiologie. Das spüren Patienten, Mitarbeiter und Besucher. „Die Ambulanz wurde 1975 gebaut“, deutet Beck auf den dringenden Handlungsbedarf.

Durchbrüche in den Fluren sorgen dafür, dass sich die Arbeitsabläufe verbessert haben. Wo sonst Mitarbeiter durch die Wartezone in andere Bereiche gelangen, gibt es nun Verbindungen zu anderen Untersuchungsräumen. EDV- und Druckertechnik wurden angepasst. „früher gab es einen Computer an der Zentrale“, erinnert sich Beck. Die Ambulanz wurde 2019 und 2020 im laufenden Betrieb saniert. Das dauerte 21 Wochen und kostete 210 000 Euro. In der Funktionsdiagnostik ist die Aufteilung von 1995 geblieben, aber sämtliche Räume wurden saniert, die Geräte aufgearbeitet.

„Ein Schmuckstück“, schwärmt Geschäftsführerin Ines P. Grunewald. Alleine die Spülmaschine zur Reinigung der endoskopischen Geräte kostete einen hohen fünfstelligen Betrag. „Weil alle Geräte eine große Wärme entwickeln, mussten wir eine Klimaanlage einbauen“, erklärt Beck. 2020 wurde die Abteilung in vier Abschnitten 31 Wochen lang auf den neuesten Stand gebracht – Investition: 330 000 Euro.

Schon 2016/2017 startete die Sanierung der Station I mit Chirurgie, Geriatrie und Innerer – inklusive Patientenzimmer mit Druckluft, Sauerstoff und ebenerdigen Badezimmern. „Generalsaniert, alles neu“, sagt Beck. Herzstück und Vorzeigeobjekt ist das Pflegecenter, das nach der Baumaßnahme doppelt so groß ist. Hier laufen alle Fäden zusammen. Ein hochmoderner Raum mit vier EDV-Arbeitsplätzen nur für das Pflegepersonal. Von November 2021 bis März 2022 wurden hier knapp 300 000 Euro investiert. Was bleibt ist die aufwendige Dokumentation per Hand. Zu viel Verwaltungsaufwand, zu wenig Zeit für die Pflege und Betreuung der Patienten – das bekommt Bürgermeister Johannes Mans vom Personal zu hören.

„Es gibt erste Feldversuche, Patientenerfassung und Dokumentation elektronisch zu erledigen, aber der Aufwand ist riesig und von der Datensicherheit auch schwierig“, meint Beck. Außerdem seien die Datenmengen gerade bei Röntgenbildern massiv, und alle Daten müssten dann ja auch noch zusammengeführt werden. Ganz neu auf der Station I sind der Patientenaufenthalt, die Küche und die Zugänge zu den Arztzimmern.

Johannes Mans zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl an Maßnahmen und betonte, dass die Stadt großes Interesse daran habe, gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten und der Klinik einen ständigen Verbesserungsprozess anzustoßen. Bei Kritik am Krankenhaus sei er immer Ansprechpartner und wisse, dass die Verantwortlichen in der Klinik gewissen- und ernsthaft nach Lösungen suchen.

„Wir werden uns voll und ganz dafür einsetzen, dass dieses Krankenhaus erhalten bleibt“, betonte Mans. Ihm ist es wichtig, dass Sana seine Qualitätsprozesse deutlich hervorhebt – vom Notfall, über die Einweisung, die Behandlung, die Entlassung bis zur Überweisung zum Hausarzt.

Um die Technik auf neuesten Stand zu bringen, wurden in den vergangenen zehn Jahren 1,5 Millionen Euro investiert. „So haben wir unseren Stromverbrauch um 20 Prozent gesenkt“, sagt Beck. Keine Pumpe laufe fünf Minuten zu lang. Und es geht weiter mit den Investitionen: Für 300 000 Euro wird Sana ein Blockheizkraftwerk installieren, um die Versorgung noch sicherer zu machen und noch energetischer zu werden.

Derzeit wird der Weg zum Parkplatz saniert und demnächst auch die Klimatechnik auf der Intensivstation erneuert – Kosten: ein hoher fünfstelliger Betrag.

Und über allem steht das Wohl der Patienten. „Die Versorgung muss immer gesichert bleiben“, sagt Pflegedirektor Dirk Windgassen. Aufgrund der wieder steigenden Corona-Infektionen in der Bergstadt, muss Sana weiterhin 16 Corona-Betten vorhalten, zwölf davon sind nach Angaben von Windgassen derzeit belegt, ein Patient muss intensivmedizinisch behandelt werden. „Die Extra-Pflegemannschaft können wir deshalb noch nicht wieder auflösen“, sagt Ines P. Grunewald.

Und Windgassen lobt den Einsatz des Pflegepersonals: „Was die hier leisten, die kriegen das super geregelt“, sagt er. Deshalb stellt sich die Betriebsleitung zum Tag der Pflege heute, Donnerstag, auch hinter den Grill, um für die Mitarbeiter zu brutzeln. Ein Zeichen der Anerkennung.

Hintergrund

Belegung: Das Haus verfügt über 147 Betten, kann wegen der Pandemie und des damit einhergehenden Pflegepersonalmangels derzeit aber nur 90 Betten belegen. Hier liegt die Auslastung bei 89 bis 90 Prozent.

Abteilungen: Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie, Akutgeriatrie und Frührehabilitation, Anästhesie, Innere Medizin sowie Orthopädie und Unfallchirurgie und Sporttraumatologie.

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