Karneval

Royaler Besuch im Bürgerhaus

Im Bürgerhaus trafen sich die Prinzenpaare. Ausrichter war die KG Rua Kapaaf. l
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Im Bürgerhaus trafen sich die Prinzenpaare. Ausrichter war die KG Rua Kapaaf. l

Karnevalsverband lud die Tollitäten der Region zum Prinzentreffen ein.

Von Cristina Segovia-Buendía

Radevormwald. Wie sehr hatten sie sich auf diesen Moment gefreut. Die Prinzen im kompletten Ornat, fein herausgeputzt, mit Zepter in der Hand und Königsfasanenfedern auf dem Kopf, ihre Prinzessinnen an der Seite, mit weiten, langen Samtkleidern und Krönchen auf dem Kopf. Das Ornat in den Stadt- oder Vereinsfarben, Gelb-Blau, Schwarz-Weiß oder Rot-Weiß. Endlich würden die Tollitäten der Region aufeinandertreffen, Sessionsorden austauschen und sich kennenlernen. Die Karnevalsprinzen und Prinzessinnen, viele von ihnen mit den historisch längsten Amtszeiten. Denn viele harren nun schon seit zwei Jahren aus, von der Pandemie auf Stand-by gesetzt und warten sehnsüchtig auf ihren Einsatz. Die Freude darüber, dass in diesem Jahr eine normale Karnevalssession gefeiert werden könnte, ist am Freitagabend im Bürgerhaus besonders deutlich zu spüren.

Insgesamt 15 Prinzenpaare und ein Dreigestirn sind der Einladung des Verbandes Rheinisch-Bergisch-Märkischer Karnevalsgesellschaften (RBM) gefolgt und haben sich im Bürgerhaus eingefunden, um sich auf die Session einzustimmen. Ein Treffen, das seit vielen Jahren im Verbandsgebiet stattfindet, erstmalig aber in Radevormwald. Eine Ehre für den mit veranstaltenden Verein vor Ort, der Karnevalsgesellschaft Rua Kapaaf, wie Präsident Dirk Finger betont. Dass das Prinzentreffen ausgerechnet in Radevormwald stattfindet, wo es seit einigen Jahren schon kein Karnevalsprinzenpaar mehr gibt, habe damit zu tun, dass einige Radevormwalder Karnevalisten auch im Verbandsvorstand tätig sind, wie etwa Geschäftsführerin Martina Bisterfeld oder Dirk Finger als Schatzmeister. „Wir sind sehr froh und stolz, die Tollitäten von Langenfeld bis nach Hagen bei uns willkommen zu heißen“, sagt Finger am Abend, während sich die Prinzenpaare auf der Bühne einzeln vorstellen.

Rua Kapaaf selbst hätte nichts dagegen, wenn es in Radevormwald wieder ein Prinzenpaar geben würde. „Wenn sich jemand dafür findet, unterstützen wir das gerne“, sagt auch Thomas Lorenz vom Senatsvorstand. Leider sei ein solches Amt mit sehr viel Aufwand und Geld verbunden. „Prinzenpaare zu stellen, war für unsere kleine Gesellschaft nie ein Thema und auch kein Hauptanliegen“, erklärt Lorenz. Karneval feiern, für gute Laune sorgen, der fünften Jahreszeit frönen, darum gehe es der Rua Kapaaf. Möglicherweise aber, verraten Lorenz und Finger dann, würde die KG Energie darin investieren, für ihr närrisches Vereinsjubiläum in 2025 ein Prinzenpaar zu finden.

An diesem Abend tummelt sich auch das Prinzenpaar aus Willich unter den Gästen. Über Bekanntschaften hat es eine Einladung erhalten: „Das ist faszinierend schön. Ganz toll“, schwärmt Prinzessin Nicki I. aus Willich. Sie und ihr Prinz Andi I. haben gleich nette Kontakte zum Hildener Prinzenpaar geknüpft.

Das einzige Dreigestirn ist aus Wipperfürth angereist

Für alle ist das Amt Neuland. „Wir wollten schon vor drei Jahren Karnevalsprinz und
-prinzessin werden und sind froh, dass es jetzt endlich geklappt hat“, erzählt Prinz Andi. Das einzige Dreigestirn des Abends ist aus Wipperfürth angereist und stimmt sich an diesem auf die Session ein.

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