Rechte Demo auf Marktplatz

Skinheads laufen veralteten Ideologien hinterher. Aber nicht jeder, der eine Glatze hat ist ein Skinhead, bzw. ein Rechtsradikaler. ©
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Skinheads laufen veralteten Ideologien hinterher. Aber nicht jeder, der eine Glatze hat ist ein Skinhead, bzw. ein Rechtsradikaler. <br /><i>©

Ein Großaufgebot der oberbergischen Polizei steuerte am Samstag den Rader Marktplatz an. Die Beamten sicherten gegen 15 Uhr eine Spontan-Demonstration ab, zu der die ultrarechte Szene aufgerufen hatte.

Rund 45 Teilnehmer, die unter anderem aus Wuppertal und Leverkusen angereist sein sollen, wollten mit dieser Aktion ihre "Solidarität" mit Opfern einer Schlägerei bekunden, wie ihre Sprecher auf dem Marktplatz deutlich machten.

In der Nacht zuvor war es gegen 2.30 Uhr nach dem Feuerwehr-Fest in der Südstadt zu einer Auseinandersetzung gekommen. Drei Männer (17, 18 und 23 Jahre) aus Radevormwald und Wuppertal wurden dabei verletzt - einer von ihnen so schwer, dass er kurzfristig ins Krankenhaus musste.

"Normalerweise muss eine Demonstration 48 Stunden vor dem Termin angemeldet werden", berichtete der Einsatzleiter der Polizei, Hauptkommissar Carsten Rosenthal: "In diesem Fall haben sich die Veranstalter auf das Recht berufen, nach der Körperverletzung zu einer Eil-Demonstration aufrufen zu können." Die Ordnungshüter haben diesem Ansinnen stattgegeben, weil sie dadurch einen besseren Überblick über die Protestaktion behalten konnten. "Wir wollten verhindern, dass sie lautstark durch die Radevormwalder Straßen ziehen."

Mehrere Gruppen aus dem rechten Spektrum, die untereinander vernetzt seien, hätten sich an dieser Aktion beteiligt. Ein Mann aus Radevormwald hatte die Demonstration bei der Polizei angemeldet, die mit mindestens sechs Streifen- und Mannschaftswagen angerückt war. Und so bot sich den Passanten am Samstagnachmittag ein gespenstisches Bild. Mitten auf dem Marktplatz standen die Demonstranten in Reih und Glied. Manche hatten Fahnen mit ultrarechten Parolen mitgebracht. Um sie herum waren die Polizisten verteilt. Ein Beamter hielt die Szenen mit einer Videokamera fest.

Nach etwa zwanzig Minuten und mehreren Reden war die Kundgebung beendet. Die Gruppe zog in Richtung Busbahnhof weiter. Danach sei es in Radevormwald friedlich geblieben, hieß es gestern in der Leitstelle der Polizei in Gummersbach.

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