Räuber Hotzenplotz begeistert Grundschüler

Mathias Guggenberger als Seppel (l.), Tom Gerngroß als Hotzenplotz und Norhild Reinicke als Kasperl (r.) begeisterten im Bürgerhaus die Grundschüler. Foto: Claudia Radzwill
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Mathias Guggenberger als Seppel (l.), Tom Gerngroß als Hotzenplotz und Norhild Reinicke als Kasperl (r.) begeisterten im Bürgerhaus die Grundschüler.

Vier Aufführungen im Bürgerhaus

Von Claudia Radzwill

Der Räuber Hotzenplotz war nach Radevormwald gekommen. Im Bürgerhaus am Schlossmacherplatz machte er Station, zusammen mit Kasperl und Seppel. Die Burghofbühne aus Dinslaken war in der Bergstadt zu Gast und hatte das Stück „Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ im Gepäck. Gespannt verfolgten die Schüler und Schülerinnen der Grundschule Stadt am Donnerstagmorgen das Geschehen auf der Bühne.

„Wir haben insgesamt vier Aufführungen,“ erklärte Michael Teckentrup vom Radevormwalder Kulturkreis, der einmal mehr das Schultheater organisierte. Am Mittwoch waren die Grundschüler aus Bergerhof und Dahlerau da, am Donnerstag die Jungen und Mädchen der GGS Stadt und der Katholischen Grundschule Lindenbaum. „Mit vier Terminen können wir im großen Saal die Corona-Regeln gut eingehalten“, sagte Teckentrup. Auch während der Aufführung galt die Maskenpflicht.

Emily und Nila gefiel der Theaterausflug. „Wir kennen die Geschichten um den Räuber Hotzenplotz und haben uns sehr darauf gefreut“, sagten die beiden. „Es ist lustig und cool“, ergänzte Nila, die der Geschichte auf der Bühne gespannt folgte. Nachdem der Räuber Hotzenplotz von Kasperl und Seppel mit Hilfe der Fee Amaryllis hinter Schloss und Riegel gebracht wurde, war er doch tatsächlich wieder aus gebrochen. Die beiden würden Hotzenplotz am liebsten auf den Mond schießen. Doch halt: „Auf den Mond? Das ist ja keine schlechte Idee“, erklärte Kasperl. Ein Plan musste her, war schnell entwickelt.

Kinder mussten mitmachen und waren gebannt dabei

Hotzenplotz wurde in eine Falle gelockt. Er wurde davon überzeugt, dass der Mond doch als Fluchtziel sehr verlockend sei. Kasperl und Seppel inszenierten ein „Als-ob-Spiel“. Mit einer selbst gebastelten Rakete gaben sie vor, Hotzenplotz auf den Mond zu schießen – und der merkte nicht, dass er sich immer noch im heimischen Wald befindet. Denn mit ihren „Mondmenschenhüten“ gaukelten Kasper und Seppel ihm vor, dass Hotzenplotz wirklich auf dem Trabanten gelandet ist. Der Glaube versetzt bekanntlich Berge. Das half dem Räuber am aber nicht viel, am Ende landet er doch wieder im Gefängnis.

Wie es beim Kasperltheater üblich ist, waren auch hier die Kinder gefordert. Ob beim Mondraketen-Countdownzählen oder dem Kasperl-vor-dem-Räuber-warnen, alle waren gebannt mit dabei. Das Theaterstück fing dort an, wo einst Preußlers Hotzenplotz-Triloge endete. Die Weiterführung der Geschichte stammte noch vom Autor Preußler selber. Seine Tochter hatte das Theaterscript in seinem Nachlass gefunden und veröffentlicht.

Talisa Lara Schmid inszenierte das Kindertheater – mit einem großartigen Ensemble. Tom Gerngroß war als Räuber Hotzenplotz unterwegs zum Mond, Norhild Reinicke als Kasperl und Matthias Guggenberger als Seppel. Als Großmutter und Fee Amaryllis war Antonia Dreeßen zu sehen, in die Rolle des Wachtmeisters Dimpfelmoser schlüpfte Markus Penne.

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