Contest

Radfahrer fliegen über die Dächer

Völlig losgelöst: Josef aus Bayern zeigte unter anderem den „Supermann-Sprung“.
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Völlig losgelöst: Josef aus Bayern zeigte unter anderem den „Supermann-Sprung“.

Spektakulärer Dirt-Jump-Contest.

Von Cristina Segovia-Buendia

Radevormwald. So etwas haben die Radevormwalder noch nicht gesehen: Über den Dächern der Stadt flogen am Samstagnachmittag Radfahrer vorbei. Ein spektakulärer Anblick, den die zwölf internationalen Profisportler der Big Air Mountainbike Scene den Kunden von Radsport Nagel boten, aber auch den verdutzten Menschen, die nichtsahnend ihre Einkäufe im nahe gelegenen Supermarkt erledigen wollten.

Sven Schreiber, Eventmanager und Geschäftsführer von Radsport Nagel, freute sich über die Resonanz. „Es ist das erste Mal, dass wir was machen dürfen. Die Workshops sind alle ausgebucht, und die Jungs des Contests freuen sich, dabei zu sein. Es geht schließlich um einen Vertrag für den Winter in der Halle“, sagte Schreiber, der regelmäßig solche Events in ganz Deutschland veranstaltet und die Profis der Szene kennt.

Es sei ein absoluter Höhepunkt, die Fahrer aus Frankreich, Spanien und den Niederlanden in die Stadt auf der Höhe gelockt zu haben, befand nicht nur Schreiber, sondern auch die Profis selbst, die Radevormwald sonst nicht als Hochburg des Radsports kennen. Iven Ebener (27) hatte aus der Nähe von Siegen wahrlich keine allzu lange Anfahrt. Der Freerider freute sich besonders auf die erste von wenigen Veranstaltungen seit Corona. „Wir hatten jetzt wirklich eine sehr lange Pause. Es ist lange her, dass wir so ein Set-up fahren konnten“, meinte der Profi. Das Event in Radevormwald war für Ebener ein Segen: „Es gibt uns die Möglichkeit, uns wieder heranzutasten. Jeder hat in der Zeit weitertrainiert, aber sicherlich nicht mit so einem Aufbau.“

Mit einem acht Meter hohen Turm ging es in die Luft

Von einem acht Meter hohen Turm ging es für die Fahrer über eine geschwungene Rampe in die Luft, wo die Fahrer atemberaubende Tricks ausführten und im besten Fall sicher Standes auf einer Airbag-Rampe landeten. Zu sehen gab es für die begeisterten Zuschauer atemberaubende Tricks, Salti, Backflips und Supermann-Sprünge, bei denen sich die Fahrer mit einer Hand am Sattel festhielten, während das Rad vermeintlich eigenständig vorflog. „Es sieht wilder aus, als es tatsächlich ist“, sagte Ebener lachend. Natürlich seien das keine Tricks und Sprünge für Anfänger. „Ich bin ein recht sicherer Fahrer und habe mir jetzt in gut 15 Jahren, in denen ich den Sport ausübe, nur einmal das Kreuzband gerissen und das Schlüsselbein gebrochen. Das kann einem Fußballer in seiner Karriere auch passieren“, urteilte der 27-Jährige.

Bei Radsport Nagel gebe es trotz der Lieferengpässe noch ausreichend Ware: „Wer nicht unbedingt ein kariertes Rad haben will, der wird bei uns definitiv fündig. Ich habe genug bestellt“, meinte Gisela Nagel, Inhaberin des Fachgeschäfts, die sich ebenfalls erfreut über das gelungene Event zeigte. E-Bikes seien besonders gefragt und bei Spezialwünschen dauere die Auslieferung aktuell schon mal bis zu zwei Jahren.

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