Jusos wollen sich um den Erhalt kümmern

Dirtpark ist wieder freigegeben

Der Dirtpark in Radevormwald.
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Der Dirtpark in Radevormwald.

BMX-Strecke wurde vom Tüv abgenommen.

Von Claudia Radzwill (Text und Fotos)

Radevormwald. Frohe Botschaft für die Jugendlichen: Der Dirtpark, die BMX-Strecke zwischen der Wasserturmstraße und der Kleingartenanlage Jung-Stilling-Weg, ist wieder geöffnet. Am Donnerstagmorgen war Bürgermeister Johannes Mans vor Ort und gab die Strecke offiziell frei. Der Tüv hatte Strecke zuvor abgenommen. Jetzt können hier wieder BMX-Räder über die aufgetürmten Hügel rasen, die Fahrer können waghalsige Sprünge vollführen und sich anschließend ganz tief in die Kurven legen. Dass hier wieder Runden gedreht werden können, dafür sorgten die Radevormwalder Jusos. Sie kümmerten sich um die Instandsetzung – und bekamen dafür grünes Licht aus dem Rathaus.

Lange Zeit war der Dirtpark geschlossen, Bauzäune grenzten das Areal vor Besuchern ab. Im Herbst 2018 war die Strecke stillgelegt worden, knapp ein Jahr nach Eröffnung. 2017 legte die Stadt zusammen mit jungen Leuten, die sich zu einem BMX-Verein zusammenschlossen, die Hügellandschaft an. Die Stadt hatte rund 15 000 Euro in die Planung und den Bau der Strecke investiert. „Vereinbart worden war, dass der Verein sich um die Strecke kümmert“, sagte Bürgermeister Johannes Mans am Donnerstag. Das hatte aber nicht funktioniert. Die Mitglieder des Vereins baten selber darum, das Areal abzusperren, da sie die Anlage nicht pflegen konnten. „Es fehlte die Manpower“, blickte Mans zurück. Da der Stadt das Grundstück gehöre, habe man gehandelt. „Aus Haftungsgründen, die Verletzungsgefahr war zu groß,“ erklärte Jürgen Funke, Leiter des Amtes für Schule, Kultur und Sport. Er freut sich nun zusammen mit Bürgermeister Johannes Mans, dass die Sportstätte wieder nutzbar ist.

„Mit dem Dirtpark wollen die Jusos den Radevormwalder nach eineinhalb Jahren Pandemie wieder einen besonderen Treffpunkt bieten“, sagt Felix Anders, Vorsitzender der Jusos und Ratsmitglied. „Wir haben alle mitangepackt, den Dirtpark von Unkraut entfernt und die Strecken wieder hergerichtet“, berichtet er. Am Ende habe man auch einen ansehnlichen Berg von Steinen angehäuft. Den hat der städtische Betriebshof in dieser Woche abgeholt. Mit im Boot saß auch SPD-Ratsmitglied Nils Paas – der schon zur Errichtung des Dirtparks 2017 ehrenamtlich mit dem Equipment seines Landschaftsbaubetriebes die Pisten formte. Paas hatte bereits mehrmals in der Vergangenheit den Wunsch geäußert, dass es für die Erhaltung der BMX-Strecke auch von der Verwaltung mehr Initiative geben sollte.

Die Stadt kommt einem solchen Wunsch jetzt entgegen – Bürgermeister Mans stellt jedoch auch klar: „Wir können kein Aufsichtspersonal rund um die Uhr abstellen.“ Doch mit der Wiederaufnahme der Sportstätte werde ab dieser Woche der Betriebshof den Dirtpark in seine wöchentliche Tour mitaufnehmen. „Er wird wie auf allen Spielplätzen hier regelmäßig kontrollieren“, erklärt Jürgen Funke. „Sollten Gefahrenstellen festgestellt werden, bekomme ich die Meldung.“ Die gibt Funke dann weiter an die Jusos – die den Platz nicht nur wiederherstellten, sondern sich auch zukünftig um den Erhalt kümmern wollen.

Bürgermeister Johannes Mans, Jusos-Vorsitzender Felix Anders und Amtsleiter Jürgen Funke (v. r.) eröffneten den Dirtpark wieder.

Felix Andres hofft, dass sich dazu noch einige weitere ehrenamtliche Helfer finden. Der Dirtpark sei keine parteipolitische Sache. „Wir geben den Anstoß und freuen uns über jeden, der sich mit uns engagiert.“

Und nicht nur der Betriebshof, auch das Ordnungsamt wird am Dirtpark regelmäßig nach dem Rechten sehen, sagt Mans. Gleiches gilt für die Mitarbeiter des Jugendamtes und des Sportamtes. „Und interessiert es natürlich auch, wie das Angebot angenommen wird“, sagt Jürgen Funke.

Für die Nutzung gibt es Regeln. Am Unterstand, den seinerzeit Azubis der Firma Kuhn am Eingang des Areals bauten, sind sie nachzulesen. Zugelassen sind im Dirtpark BMX-Räder, Dirt-Bikes, Trekkingbikes und Mountainbikes. Gefahren werden darf nur mit Schutzausrüstung. „Untersagt ist auf dem kompletten Areal der Konsum von Alkohol“, unterstreichen Bürgermeister Johannes Mans und Amtsleiter Funke. Die Strecke ist freigegeben für Jugendliche an acht Jahren, ab 22 Uhr herrscht Nachtruhe.

Wie es mit der BMX-Strecke weitergeht

Jusos: Die Radevormwalder Jusos gründeten sich im Februar 2020. Die Corona-Pandemie machte Aktionen schwierig. Der Dirtpark ihr erstes großes Projekt.

Sauberkeit: Die Nutzer werden darum gebeten, darauf zu achten, den Dirtpark an der Wasserturmstraße sauber zu halten. Einen großen Mülleimer gibt es extra am Eingang.

Zukunft: Zunächst wird geschaut, wie die Nutzung der BMX-Strecke anläuft. Stadt und Jusos setzten sich dann a einem Runden Tisch zusammen, um sich auszutauschen.

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