Radevormwald: Britische Mutante

Corona-Ausbrüche in Rade: Zwei Altenheime, zwei Betriebe

Ein Arzt des mobilen Impf-Teams der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Kreisstelle Oberbergischer Kreis, impfte am Sonntag erstmals einen Bewohner eines Altenheims in der Kreismitte gegen Corona. Foto: Oberbergischer Kreis
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Corona-Ausbruch in Rade: Die Impfungen sind kreisweit in Pflegeeinrichtungen grundsätzlich abgeschlossen; Geimpfte zeigen bisher einen milden Verlauf.

Hohes Infektionsgeschehen in der Stadt - Gesundheitsamt nimmt Stellung.

Radevormwald. Das Corona-Infektionsgeschehen in Radevormwald ist derzeit „insgesamt hoch“, so jedenfalls schätzt es das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises ein. 102 Menschen in Rade gelten als aktuelle SARS-Cov2-Fälle (Stand: Abend des 23. April). Grund sind auch Corona-Ausbrüche in zwei Altenheimen sowie zwei in Unternehmen der Bergstadt.

Betroffen ist zum Einen das Haus Thiele in Dahlerau. Dort sind 17 Bewohner und sieben Mitarbeiter per PCR-Test als Corona-positiv bestätigt. Von den insgesamt also 24 Betroffenen waren 17 bereits geimpft (erste und zweite Impfung).

Corona-Ausbruch in Rader Altenheim: Alle Infektionen mit der britischen Mutante

„Die geimpften Personen, die positiv getestet worden sind, haben aktuell einen milden Erkrankungsverlauf. Sie zeigen leichte oder gar keine Symptome. Im Moment sieht es so aus, als hätten die Schutzimpfungen Wirkung gezeigt und den Effekt erzielt, vor einem schweren Krankheitsverlauf zu schützen“, berichtet Kaija Elvermann, Leiterin des Gesundheitsamtes des Oberbergischen Kreises. Dass trotz der Impfungen Infektionen nachgewiesen worden seien, zeige aber auch, dass Hygienekonzepte und damit einhergehende Testkonzepte weiterhin sinnvoll seien.

Bei allen betroffenen Bewohnern und Mitarbeitern wurde die britische Virusmutante B.1.1.7 nachgewiesen, so Elvermann. Diese Virusvariante gilt im Vergleich zum Wildtyp des Virus als ansteckender. Die Proben wurden für eine zusätzliche Genom-Sequenzierung an die Virologie der Uniklinik Köln versandt. Hierdurch können weitere Details der Virusvariante abgeklärt werden.

Das Gesundheitsamt führte eine Hygienekontrolle in der Einrichtung durch. Die näheren Umstände des Ausbruchsgeschehens werden weiterhin ermittelt. Das Gesundheitsamt hat dazu auch Kontakt mit dem Landeszentrum Gesundheit aufgenommen. „Eine abschließende Bewertung zu den Ursachen des Ausbruchsgeschehens ist derzeit noch nicht möglich“, sagt Kaija Elvermann.

Die Versorgung der Bewohner im Haus Thiele sei sichergestellt. Stadt, Gesundheitsamt und die Einrichtung selbst stünden in engem Kontakt.

Seniorenwohnzentrum: Zwei bestätigte Fälle, weitere Tests stehen aus

Auch im Seniorenwohnzentrum Radevormwald gibt es zwei Coronafälle; weitere Testergebnisse stehen noch aus. Derzeit betroffen ist ein Bewohner oder eine Bewohnerin sowie ein/e Beschäftigte/r. Auch hier sei die Versorgung sichergestellt; die näheren Umstände werden derzeit untersucht.

Zu den betroffenen Unternehmen gibt es keine näheren Angaben der Kreisverwaltung.

Hintergrund: Ausbrüche und Impfungen in Altenheimen

Zum Hintergrund: Ein Ausbruchsgeschehen umfasst mehr als zwei zusammenhängende SARS-CoV-2-Fälle innerhalb einer Einrichtung/eines Betriebes. Gerade hat ein neuer Schnelltest-Anbieter im Schlossmacherzentrum eröffnet.

Die Impfungen in den oberbergischen Pflegeeinrichtungen sind grundsätzlich abgeschlossen. Es werden noch einzelne Impfungen von Personen durchgeführt, die z.B. neu in die Einrichtung gezogen sind oder neu dort eingestellt worden sind. Die Corona-Schutzimpfung ist freiwillig, betont die Kreisverwaltung. red

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