Ausstellung

Bismarck-Zweiradmuseum: Renovierung startet

Ein Tandem für Zwei: Hans-Joachim Sommer (l.) und Hartmut Behrensmeier packen die Aufgaben des Bismarck-Zweiradmuseum künftig im Team an. Jetzt steht erst einmal die Renovierung des Museums an. Fotos: Claudia Radzwill
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Ein Tandem für Zwei: Hans-Joachim Sommer (l.) und Hartmut Behrensmeier packen die Aufgaben des Bismarck-Zweiradmuseum künftig im Team an. Jetzt steht erst einmal die Renovierung des Museums an.

Ausstellungsstücke kehren an der Leimholer Straße in ihre alte Produktionsstätte zurück.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Am zukünftigen Standort des Bismarck-Zweiradmuseums tut sich was. „Der Mietvertrag ist unter Dach und Fach“, verkünden Hartmut Behrensmeier und Hans-Joachim Sommer. Jetzt kann die Renovierung der Räume an der Leimholer Straße starten, schon Ende dieser Woche soll es losgehen.

Wenn alles glatt läuft, soll das Museum mit seinen Zweiradschätzchen im Frühjahr 2022 eröffnen. „Das alte Bismarck-Firmengebäude in Bergerhof wird nun ein lebendiger Museumsort werden“, sagt Pressesprecher Behrensmeier. Den Zuwendungsbescheid für die nötige Leader-Förderung gab es schon vor einigen Wochen. „Damit werden 65 Prozent der Mietkosten gezahlt, 35 Prozent stemmt der Verein selbst“, erklärt Hans-Joachim Sommer. Ein weiterer Teil des Fördergeldes fließt in die Renovierungsarbeiten.

Das Damen-Motorrad aus dem Jahr 1938 ist gerade von Mitglied Dieter Ickler wieder instand gesetzt worden. Es ist das letzte erhaltene Exemplar des Modells.

Begonnen wird damit im großen Ausstellungsraum. Ein Lichtkonzept soll die Sammlung der historischen Zweiräder in den Fokus rücken, auch Podeste sind geplant. Vitrinen müssen bestückt werden. Auf Fernseher soll altes Filmmaterial zu sehen sein. „Und die Wände werden hergerichtet - damit Plakate und Trikots ihren Platz finden“, berichtet Hans-Joachim Sommer.

Die Ausstellung soll thematisch strukturiert werden. Renovieren heißt nicht verändern. Vieles sieht noch so aus wie zu Zeiten, als im Bismarckwerk die Zweiräder noch produziert wurden. Das reicht von der Holzvertäfelung in den ehemaligen Büros bis hin zum eindrucksvollen Eingangsbereich. „Gerade das gibt dem Museum die Atmosphäre“, sagt Behrensmeier.

Von außen möchte die IG Bismarck-Zweiräder kleine Akzente an der Fassade setzten, die neugierig aufs Museum machen. Den Umzug der Zweiradausstellung von der Schlossmachergalerie in die Leimholer Straße sehen Hartmut Behrensmeier und Hans-Joachim Sommer nur als Pluspunkt. „Wir kehren mit den Zweirädern nicht nur in ihre ehemalige Produktionsstätte zurück, sondern wir liegen hier an der Fahrradtrasse, haben die direkte Nachbarschaft zu Radsport Nagel und zum Froweinpark – daraus können wir Synergien ziehen“, erklärt Behrensmeier und denkt dabei ans Volksradfahren, das in Leimhol starten könnte.

Im Vorstand hat es einen Wechsel gegeben

Die IG Bismarck-Zweiräder setzt auf Kooperationen – mit der Stadt, mit anderen Museen sowie mit Verbänden und Vereinen. Mit Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), verbindet Behrensmeier eine Zusammenarbeit noch aus der Zeit, als er in Rade die Radrennen organisiert hat. Dem Bismarck-Zweiradmuseum stellte Beucher ein original Sport-Handbike zur Verfügung, das als Dauerleihgabe in der Ausstellung zu sehen ist.

Damit zeigt das Museum, dass auch der Behindertensport mit ein Zugpferd in der Sportradwelt ist. Erst Anfang Oktober kam Friedhelm Julius Beucher erneut nach Rade und nahm einen Spendenscheck in Höhe von 1000 Euro entgegen. „Zum Tag der Zweiräder im September haben wir beschlossen, dass das Startgeld der Motorradausfahrt gänzlich dem Deutschen Behindertensportverband zugutekommt“, erklärt Hartmut Behrensmeier. Bei der Spendenübergabe mit dabei war Fatih Celik, Geschäftsführer der Rewe-Märkte von Andreas Kleinschmidt – dem Hauptsponsor des Eventtages. Zusammen plant man bereits den Tag des Zweirads 2022.

Einen Wechsel gab es im Vorstand der IG. Hans-Joachim Sommer hat kommissarisch den Vorsitz übernommen. Lothar Kasper ist aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten, bleibt dem Verein aber erhalten. Auf der noch anstehenden Hauptversammlung soll die kommissarische Amtsübergabe legitimiert werden. Bei der Annahme seines neuen Amtes weiß Sommer Hartmut Behrensmeier an seiner Seite. Im Team wollen sie auch künftig die Aufgaben des Vereins anpacken. „Wo zwei Bescheid wissen, ist immer ein Ansprechpartner da. Das ist uns wichtig.“

Hintergrund

Unterstützer: Neue Mitglieder sind in der IG Bismarck-Zweiräder immer willkommen. Gerne auch Frauen, davon gibt es derzeit im Verein nur wenige. Außerdem werden ehrenamtlich Mechaniker und technikaffine Bürger gesucht: Zum „lebendigen Zweiradmuseum“ sollen künftig nämlich auch Workshops gehören. Angedacht sind zukünftige Fahrrad-AGs in Kooperationen mit den hiesigen Schulen.
www.ig-bismarck.de

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