Impfangebot

79 Rader lassen sich auf dem Marktplatz impfen

Schon vor dem eigentlichen Beginn der Impfaktion bildete sich eine lange Schlange auf dem Marktplatz. Am Ende ließen sich 79 Personen impfen. Foto: Jürgen Moll
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Schon vor dem eigentlichen Beginn der Impfaktion bildete sich eine lange Schlange auf dem Marktplatz. Am Ende ließen sich 79 Personen impfen.

Großes Interesse am Corona-Schutz: Vor dem Impfmobil bildete sich eine lange Warteschlange

Von Wolfgang Weitzdörfer

Radevormwald. Es ist kurz vor 11 Uhr am Donnerstagmorgen. Auf dem hinteren Teil des Marktplatzes steht ein Einsatzwagen des Deutschen Roten Kreuzes, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bauen ein Zelt auf – und davor steht eine Schlange Menschen an, die bis zur gegenüberliegenden Seite vor der reformierten Kirche reicht. Knapp 40 sind es, und sie alle möchten sich impfen lassen – im Impfmobil des Oberbergischen Kreises, das an diesem Tag Station in Radevormwald macht.

„Das freut mich sehr, dass jetzt schon so viele Impfwillige hier sind“, sagt Stefanie Lüken von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Seit einer Woche ist das Impfmobil im Oberbergischen Kreis unterwegs, hat bereits Aktionen in Nümbrecht, Waldbröl, Lindlar und Reichshof veranstaltet. Dort sind immer zwischen 50 und 80 Dosen verimpft worden. „Man kann ohne Termin und ohne Anmeldung sowie zur Erst- oder Zweitimpfung kommen“, sagt Stefanie Lüken.

Zwei Impfstoffe stehen zur Auswahl

Verimpft werden die Impfstoffe von Johnson & Johnson (Vektor-Impfstoff) und Moderna (mRNA-Impfstoff). „Die Leute können da selbst auswählen, aber wir beraten natürlich auch“, sagt Dr. Vinzenz Schlechtingen, der als Impfarzt im Oberbergischen unterwegs ist. Geimpft werden alle Personen ab 18 Jahren.

Unterstützt wird der Arzt nicht nur von Mitarbeiterinnen der Kassenärztlichen Vereinigung, sondern auch von mehreren Helferinnen und Helfern des DRK Oberberg und des Oberbergischen Kreises. Das Impfmobil ist bis 15 Uhr am Nachmittag am Markt – und wie es sich am Vormittag bereits abgezeichnet hat, ist es ein erfolgreicher Impftermin. Denn es sind am Ende insgesamt 79 verabreichte Impfungen – und damit mit die meisten Impfungen im Mobil im gesamten Oberbergischen Kreis bislang. Weiteres Fazit: Die Nachfrage nach dem Impfstoff von Johnson & Johnson war auch in Radevormwald am größten.

Bei den Radern gibt es viel Beratungsbedarf was die Wahl des Impfstoffes angeht

Ulrich Kurtz ist mit seiner Frau der Erste, der in der Schlange steht. „Für mich war klar, dass ich mich nur in Radevormwald impfen lasse – nach Gummersbach fahre ich nicht, das ist mir viel zu weit“, sagt er bestimmt. Er sei der Ansicht, dass der Kreis es auf jeden Fall veranlassen müsse, auch vor Ort zu impfen. „Ich weiß noch nicht, mit welchem Impfstoff ich mich impfen lassen soll. Dazu lasse ich mich beraten“, sagt er. Seine Frau ergänzt: „Ich habe gehört, dass es bei Johnson & Johnson mehr Nebenwirkungen gibt. Aber zu Moderna hat es natürlich den Vorteil, dass man nur einmal zur Impfung muss“, sagt sie.

Weiter hinten in der Schlange steht Matthias Wied. Der junge Mann hat von der Impfaktion im Internet erfahren. Für ihn hat das Impfen in erster Linie praktischen Nutzen. „Ich möchte auch irgendwann mal wieder in Urlaub fahren. Und ich glaube, dass es demnächst zwei Klassen bei uns gibt – geimpfte Menschen und ungeimpfte. Und ich möchte dann lieber auf der Seite der Geimpften stehen“, sagt er. Mittlerweile sei einige Zeit vergangen – „und das große Massensterben ist auch ausgeblieben“, sagt Wied augenzwinkernd, so dass er sich auch sicher sei, dass außer den normalen Nebenwirkungen nichts Schlimmes passieren werde. „Ich lasse mich gleich beraten, womit ich geimpft werde“, sagt Wied.

Wipperfürther hat das Impfzentrum für die Zweitimpfung aufgesucht

Für Christian Neuber aus Wipperfürth ist die Impfung „ein Abschluss“, wie er es ausdrückt. „Ich hole mir die zweite Impfung ab. Eigentlich wäre mein Termin dafür am Freitag in Leichlingen, in einer Arztpraxis“, sagt er. Dort gebe es allerdings als Folge der Hochwasserkatastrophe der Vorwoche noch immer keinen Strom. „Daraufhin habe ich mich kundig gemacht, wo man sich noch so impfen lassen kann. Der nächstmögliche und passende Termin ist nun heute in Radevormwald“, sagt Neuber.

Im Mai sei Neuber mit Astrazeneca geimpft worden, daher wolle er sich nun gleich zum Thema Kreuzimpfung mit Moderna informieren. „Hätte der Termin heute in Radevormwald aus irgendwelchen Gründen nicht geklappt, dann wäre ich am Montag nach Hückeswagen gefahren“, sagt der Wipperfürther. Dort macht dann das Impfmobil des Kreises halt.

Alles zum Impfgeschehen und die aktuellen Corona-Zahlen im Oberbergischen Kreis finden Sie hier.

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