Willkommensgruß zerstört

Reaktion auf zerstörte Schilder: Rade ist bunt - und soll es auch bleiben

„Rade ist bunt“ – und das soll auch so bleiben, machen Stadt und Politik in einem offenen Brief deutlich.
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„Rade ist bunt“ – und das soll auch so bleiben, machen Stadt und Politik in einem offenen Brief deutlich.
  • Markus Schumacher
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Stadt und Politik reagieren mit einem offenen Brief auf den Vandalismus.

Von Markus Schumacher

Radevormwald. Als Reaktion auf den Vandalismus in dieser Woche hat die Stadt Radevormwald gemeinsam mit den Fraktionen der Stadt einen offenen Brief verfasst.

„Mit Entsetzen haben wir in dieser Woche erlebt, wie ein positives und öffentliches Zeichen für Werte, wie Vielfalt, Toleranz und Weltoffenheit in Kürze durch Vandalismus zerstört wurde.

Die sieben Schilder mit dem Statement „Wir sind bunt – kein Platz für Rassismus in Radevormwald“, die in dieser Woche an Ortseingängen unserer Stadt errichtet wurden, sind gestohlen, beschmiert und demoliert worden. Mit den Regenbogen-Schildern hat die Stadtverwaltung ein deutliches und sichtbares Zeichen gegen Rassismus gesetzt.

Die Stadtverwaltung und die Fraktionen des Stadtrates stehen geschlossen hinter der Botschaft, die durch die Schilder verkörpert wird und reagieren nun mit diesem Schreiben gemeinsam auf die Ereignisse der Woche.

Der Regenbogen ist ein globales Symbol, das Gegensätze vereint, die Vielfalt der Schöpfung symbolisiert und eindrücklich auf die Gleichwertigkeit aller Menschen hinweist. Sich dem Vandalismus und denjenigen zu beugen, die diese weltoffenen und solidarischen Werte nicht teilen, ist keine Option.

Die Stadt Radevormwald wird sich denen entschlossen entgegensetzen, die eine freie und bunte Lebenskultur schwächen wollen. Der Vandalismus an den Regenbogen-Schildern bekräftigt Politik und Verwaltung darin, dass der unermüdliche und laute Einsatz gegen Rassismus notwendig ist. Die Stadt wird mit klaren Maßnahmen auf den Vandalismus reagieren und die noch unbekannten Täter strafrechtlich verfolgen.

Weitere öffentliche Statements gegen Rassismus sollen folgen

Die Schilder „Wir sind bunt – kein Platz für Rassismus in Radevormwald“ werden erneut im Stadtgebiet aufgestellt. Die Menge derjenigen, die sich gegen Rassismus einsetzt, muss sich klar gegenüber der kleinen Gruppe ihrer Gegner positionieren.

In Radevormwald sind in diesem Jahr Geflüchtete aus der Ukraine auf große Hilfsbereitschaft gestoßen. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt haben empathisch und mit Tatkraft auf das Schicksal der geflüchteten Menschen reagiert und auch die Spendenbereitschaft war enorm. Die gleiche hilfsbereite und weltoffene Mentalität hat die Stadt 2015 geprägt, als viele geflüchtete Kinder, Frauen und Männer in Radevormwald angekommen sind.

Dieser Zusammenhalt, der gelebt wird und schon oft gewirkt hat, darf nicht von feigem Vandalismus überschattet werden. Das weltoffene und tolerante Miteinander, das auch in Vereinen in Radevormwald gelebt wird, ist die Grundhaltung, mit der Politik und Verwaltung voran gehen. Für diese Überzeugung machen wir uns heute öffentlich stark.“

Unterzeichnet haben: Bürgermeister Johannes Mans, Erster Beigeordneter Simon Woywod, Dejan Vujinovic (CDU), Dietmar Stark (SPD), Elisabeth Pech-Büttner (Bündnis 90/Die Grünen), Annette Pizzato (FDP), Bernd-Eric Hoffmann (UWG), Rolf Ebbinghaus (AL) und Thomas Lorenz (RUA).

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