Betreuung

„Pusteblume“ feiert 25-jähriges Bestehen

Die heutige Leiterin Katrin Pfeiffer (l.) und Küchenfee Heidrun Ober – hier mit Kita-Hund „Anton“ – sind von Beginn an dabei.
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Die heutige Leiterin Katrin Pfeiffer (l.) und Küchenfee Heidrun Ober – hier mit Kita-Hund „Anton“ – sind von Beginn an dabei.

Am 1. August 1996 wurde das Kinderhaus an der Rochollstraße eröffnet.

Von Claudia Radzwill

Das Kinderhaus „Pusteblume“ wird 25. Auch für Oskar (5) und Mathilda (3) gibt es in der Festwoche Überraschungsangebote. 

Vor 25 Jahren wurde das Kinderhaus „Pusteblume“ eröffnet. Katrin Pfeiffer, heute Leiterin der Einrichtung, war ein Gründungsmitglied. Auch Köchin Heidrun Ober ist von Beginn an dabei. Katrin Pfeiffer erinnert sich: „Mitte der 1990er Jahre hatten wir in Radevormwald die Situation, dass es zu wenig Kindergartenplätze gab.“ In ihrem Freundeskreis entstand die Idee, selbst einen Eltern-Initiativ-Kindergarten zu gründen. „Die Idee war geboren“, sagt Katrin Pfeiffer mit einem Blick zurück: „Mit viel Mut wurde sie realisiert.“

Die Stadt Radevormwald hatte 1995 als einen weiteren Kindergartenstandort bereits ein ehemaliges Schulgebäude an der Rochollstraße ausgeguckt. Es gab verschiedene Bewerber, das Kinderhaus „Pusteblume“ bekam schließlich den Zuschlag. Am 1. August 1996 war Eröffnung. Katrin Pfeiffer, selbst Erzieherin, war damals als Mama dabei und Vorsitzende des Trägervereins. 2001 übernahm sie Leitung von Bianka Wagner.

„Ich habe mir schon Rezepte von Heidrun geholt, weil meine Kinder genau das auch zu Hause essen wollten.“

Nicole Kind, Mutter und Vereinsvorsitzende

75 Kinder werden heute in vier Gruppen betreut. „Als wir anfingen, haben wir noch eine Betreuung für Schulkinder über Mittag angeboten“, erzählt Katrin Pfeiffer. Später boten die Schulen die Offene Ganztagsschule an. Seit 2011 toben, lernen und spielen in der Kita „Pusteblume“ Jungen und Mädchen bis zum Schulalter. Geändert hat sich mit den Jahren auch der Betreuungsbedarf. War am Anfang die 25- Stunden-Betreuung – Kindergartenplätze bis 12 Uhr – begehrt, sind es jetzt die 45-Stunden-Plätze.

Nach wie vor aber bringen sich die Eltern mit großem Engagement im Kinderhaus mit ein. Sie übernehmen Gartenarbeiten, melden sich für die Kochvertretung oder die IT-Arbeitsgruppe. „Wir sind und bleiben eine Eltern-Initiative“, sagt die Leiterin. Im Haus fassen die Mamas und Papas mit an, wenn es ums Renovieren und Möbel aufbauen geht. „Wir können in einem so schönen Altbau arbeiten, und der ist mit der Unterstützung in einem hervorragenden Zustand“, sagt die Leiterin. Für das Engagement ist Katrin Pfeiffer sehr dankbar.

In der Einrichtung wird seit je her Wert auf gesundes Essen gelegt. Dafür ist Küchenfee Heidrun Ober zuständig. Aufstriche wie die „falsche Leberwurst“ – Haferflocken mit Wasser und Hefe aufgekocht – lieben die Kinder. Das kann Nicole Kind, die derzeitige Vereinsvorsitzende, bestätigen. Tochter Enie (2) besucht die Einrichtung. Die zwei älteren Geschwister, die jetzt die Schule besuchen, haben sich hier auch schon wohlgefühlt. „Ich habe mir schon Rezepte von Heidrun geholt, weil meine Kinder genau das auch zu Hause essen wollten“, verrät Nicole Kind schmunzelnd.

Bis 2009 wurde im Kinderhaus vegan gekocht. Dann wurde zum Ernährungsprogramm „Optimale Mischkost“ gewechselt. Einmal in der Woche stehen seither neben viel Gemüse je einmal Fleisch und Fisch auf dem Tisch. Die absoluten Favoriten der Kinder seien aber nach wie vor die Hirse-Bohnenpfanne und die Mais-Gries-Schnitten, erzählt Heidrun Ober.

Golden Retriever „Anton“ gehört zum Kita-Team

Fest zum Kita-Team gehört seit sechs Jahren auch der Golden Retriever „Anton“, der pädagogisch ausgebildete Hund von Katrin Pfeiffer. Corona hat auch dem Kinderhaus Einschränkungen beschert. „Zwar arbeiten wir mit festen Gruppen, haben aber eigentlich offene Spielflure und ein offenes Außengelände“, sagt Katrin Pfeiffer. Derzeit werde mit verschiedenen Eingängen und eingerichteten Verkehrswegen gearbeitet.

Wegen der Pandemie ist auch ein großes Jubiläumsfest zum 25-jährigen Bestehen nicht möglich. „Wir haben mit dem Erzieherteam überlegt, wie wir dennoch angemessen feiern können“, sagt Nicole Kind. Vom 28. Juni bis 2. Juli wird es nun eine Festwoche geben – mit Spielen für die Kinder und einem kleinen, internen Festakt am Mittwoch, 30. Juni. „Was im Einzelnen genau geplant ist, darf ich noch nicht verraten. Damit wollen wir die Kinder überraschen“, sagt Katrin Pfeiffer mit einem vielsagenden Lächeln.

Pusteblume

Das Kinderhaus „Pusteblume“ wurde am 1. August 1996 eröffnet. In der viergruppigen Einrichtung, die als Eltern-Initiative geführt wird, wurden damals Schulkinder nach der Schule betreut. Heute besuchen 75 Jungen und Mädchen bis sechs Jahre die Kindertagesstätte. Betreut werden sie von 18 pädagogischen Mitarbeitern, drei Praktikanten und Alltagshelfer sowie Köchin Heidrun Ober.

www.pusteblume-radevormwald.de

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