Konzept

Politik bringt Neustart auf den Weg

Diese Grafik zeigt das Nutzungs- und Strukturkonzept für die künftige Gewerbefläche Feldmannshaus. Grafik: Stadtverwaltung/pesch partner
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Diese Grafik zeigt das Nutzungs- und Strukturkonzept für die künftige Gewerbefläche Feldmannshaus.

Entwicklung des Gewerbegebiets Feldmannshaus wird Thema im Ausschuss.

Von Stefan Gilsbach

Es war eine Sitzung mit vielen großen Themen: das Baugebiet Karthausen, das Einzelhandelskonzept. Und auch der neue Anlauf zur Entwicklung des Gewerbegebietes Feldmannshaus stand auf der Tagesordnung für die Mitglieder des Stadtentwicklungausschusses. Zwei Mitarbeiter des Büros Pesch Partner Architekten Stadtplaner GmbH aus Dortmund erläuterten den Politikern und Zuhörern das neue Nutzungs- und Strukturkonzept für die Fläche im äußersten Osten des Stadtgebietes.

Viel Konkretes hatten die Experten nicht zu berichten, denn das Projekt steht ganz am Anfang – obwohl seit mehr als einem Jahrzehnt an der Entwicklung des Gewerbegebietes gearbeitet wurde. Doch eine Reihe von Pannen und Fehlschlägen hatten das Vorhaben immer wieder behindert.

Burkhard Klein, Leiter des Bauverwaltungsamtes, erklärt: „Es wird noch eine Weile dauern, bis dort gebaut wird.“ Anfragen von Unternehmen, die sich vorstellen können, dort eine Niederlassung zu errichten, gebe es zwar schon, aber jetzt gehe es erst einmal darum, das Gebiet zu entwickeln. Und diesmal hoffentlich ohne Pannen wie überraschende Firmen-Insolvenzen.

„Wir werden mit Bedacht an den Verkauf der Grundstücke gehen.“

Burkhard Klein, Leiter des Bauverwaltungsamtes

Die Fläche Feldmannshaus ist einer von fünf Abschnitten, die gemeinsam das Gewerbegebiet Ost werden. Die vier übrigen Flächen sind bereits in der Entwicklung, am prominentesten die, auf der sich das Aldi-Zentrallager befindet. Das Gewerbegebiet Ost war bereits in den 1990er Jahren mit dem Oberbergischen Kreis und der Bezirksregierung Köln abgestimmt worden. Der Grund: Radevormwald brauchte dringend Bauflächen für Gewerbe.

Nordöstlich des Gebietes steht das Gerätehaus der Löschgruppe Hahnenberg, zudem befinden sich in der Nachbarschaft ein „gewerblich genutztes ein- bis zweigeschossiges Hallengebäude sowie ein zweigeschossiges, freistehendes Wohnhaus“, heißt es im Vorentwurf des Bebauungsplans.

Zu den Nachbarn gehört auch die Firma Raderplast, die gerne ihr Betriebsgelände nach Süden erweitern möchte. Ein entsprechender Bauantrag liege bereits vor, konnte aber noch nicht genehmigt werden, heißt es im Vorentwurf. Auch das Aldi-Zentrallager soll vergrößert werden, dazu gebe es ebenfalls einen Bauantrag.

Das Einzelhandelskonzept, über das ebenfalls im Ausschuss beraten wurde, betrifft auch die künftigen Ansiedlungen auf Feldmannshaus. Das Konzept soll verhindern, dass am Stadtrand für die Geschäfte im Kern eine Konkurrenz entsteht, die zur Verödung der Innenstadt führen könnte. Daher verweist der Vorentwurf ausdrücklich auf die Tatsache, dass „Einzelhandelsbetriebe und sonstige Gewerbebetriebe mit Verkaufsflächen für den Verkauf an den letzten Verbraucher“ auf der neuen Gewerbefläche nicht zulässig sind. Ausnahmen regelt das „Handwerkerprivileg“ im Einzelhandelskonzept, das bestimmten Ansiedlungen, die für die künftigen Betriebe nötig sind, gestattet. Amtsleiter Klein verspricht: „Wir werden mit Bedacht an den Verkauf der Grundstücke gehen.“

Gutachten: Folgen für die Umwelt halten sich in Grenzen

Doch wie steht es mit Folgen des Vorhabens für die Natur? Das war bei der Entwicklung von Karthausen ein großes Thema. Die Stadtverwaltung hat dazu einen Umweltbericht vorgelegt. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Folgen für Tiere, Pflanzen und Landschaft nicht dramatisch sein werden, auch wenn ein Vorhaben solcher Größe natürlich Auswirkungen hat. So fließt südlich von Feldmannshaus der Kreuzbach, ein Zufluss dieses Gewässers entspringt mitten im Plangebiet, hier soll beim Grad der Bodenversiegelung behutsam vorgegangen werden. Für die Gesundheit der Bevölkerung seien keine negativen Folgen zu erwarten, so das Fazit des Umweltberichtes.

Dem Neustart der Entwicklung des Gewerbegebietes steht nichts entgegen – der Beschluss, den ersten Schritt zu tun, die Unterrichtung der Öffentlichkeit, wurde einstimmig von der Politik gebilligt.

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