Spende

Paket-Aktion ist ein großer Erfolg

Angepackt: Bei der Packaktion im Rewe-Markt an der Nelkenstraße gab es viele helfende Hände.
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Angepackt: Bei der Packaktion im Rewe-Markt an der Nelkenstraße gab es viele helfende Hände.

Viel Zuspruch für die Ukraine-Hilfsaktion im Rewe-Markt.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Radevormwald. Die Aktion „Pakete zum Leben“ ist in Radevormwald vor über zwei Jahrzehnten von der Freien evangelischen Gemeinde Grafweg ins Leben gerufen worden. In diesem Jahr ist jedoch alles etwas anders. Sind die Pakete in den Vorjahren vor allem für Hilfsaktionen in Süd-Ost-Europa gepackt und verschickt worden, hat der Krieg in der Ukraine für eine Ausweitung gesorgt. „Wir haben seit März bereits an die 5000 Pakete mit Grundnahrungsmitteln und haltbaren Lebensmitteln verschickt“, sagt Gerhard Bosner von der FeG Grafweg.

Am Samstagvormittag haben sich viele Helfern aus allen Rader Kirchengemeinden und vom Lions Club noch einmal für eine große Aktion im Rewe-Markt an der Nelkenstraße zusammengetan. „Unser Ziel ist es, 200 Pakete zu sammeln. Es sind um 10.30 Uhr schon 40“, sagt Bosner erfreut. Am Ende wurde das Ziel mit 211 Paketen übertroffen. Damit wurden insgesamt 1809,50 Euro gespendet.

Markt stellt schon länger Lebensmittel zur Verfügung

Ein Samstagvormittag in einem Supermarkt ist eine ideale Örtlichkeit, um viele Menschen anzusprechen. Dabei geht es nicht nur darum, Geld zu spenden. „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, die Menschen mit in den Packprozess einzubinden, sagt Till Beuving von der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde. Er zeigt gerade Erika Matthey, wie die rund 15 Euro teuren Lebensmittel am besten eingepackt werden. „Gerade jetzt, wenn der Winter droht und der Krieg in der Ukraine andauert, müssen wir den Menschen dort doch helfen“, sagt sie.

Die Pakete werden auf eine Palette gestapelt, daneben stehen die Lebensmittel, die der Rewe-Markt in großen Rollwagen bereitstellt. „Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, den Platz hier zur Verfügung zu stellen“, sagt Marktleiter Dawid Martynus. Sein Markt habe schon das Jahr über die Lebensmittel für die Spendenaktion der FeG Grafweg zur Verfügung gestellt, teils wurden die Waren kartonweise zur Firma Glow2Be im Gewerbegebiet transportiert. „Ich muss für die Unterstützung so einer guten Sache doch gar nicht groß überlegen“, betont Martynus. Dr. Andreas Weide und Cynthia van Lijf sind vom Lions Club zur Nelkenstraße gekommen. „Wir haben bereits im Frühjahr 8000 Euro für die Unterstützung der Menschen in der Ukraine gespendet, 3500 davon sind für Radevormwald gewesen, der Rest hat sich auf Hilfe in Wipperfürth, Wermelskirchen und Hückeswagen verteilt“, sagt Weide. Cynthia van Lijf ergänzt: „Uns war es wichtig, dass wir nicht nur Geld spenden, sondern auch aktiv mithelfen und selbst Hand anlegen.“

Auch der Stadt Radevormwald ist die Spendenaktion ein wichtiges Anliegen. Deswegen sind die beiden stellvertretenden Bürgermeister Sigrid Augst-Hedderich und Gerd Uellenberg an der Nelkenstraße. Eine so sichtbare Aktion wie am Samstag sei auch deswegen von großer Bedeutung, weil das Anliegen damit in die Öffentlichkeit getragen werden könne, sagte Uellenberg.

„Ich finde es besonders gut, dass heute so viele Helferinnen und Helfer aus den unterschiedlichsten Bereichen hier zum Rewe-Markt gekommen sind“, freut sich Sigrid Augst-Hedderich. Das betont auch Dieter Jeschke, Pfarrer in der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde. „Das Besondere ist in diesem Jahr fraglos die Tatsache, dass wirklich alle Kirchengemeinden aus Radevormwald zusammen mit dem Lions Club und Vertretern der Jungen Union daran beteiligt sind“, sagt er.

Hintergrund

Die Menschen in der Ukraine brauchen laufend Unterstützung, vor allem die grundlegendsten Lebensmittel werden benötigt. Wer daher noch mithelfen will, am Samstag aber nicht im Rewe-Markt sein konnte, kann gerne auch mit einer Geldspende mithelfen.

www.paketezumüberleben.de

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