Kultur

Orchestertage finden zum zweiten Mal statt

Das Abschlusskonzert der ersten Orchestertage 2022 fand im Evangelischen Jugendbildungszentrum statt. In diesem Jahr geht’s ins Bürgerhaus.
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Das Abschlusskonzert der ersten Orchestertage 2022 fand im Evangelischen Jugendbildungszentrum statt. In diesem Jahr geht’s ins Bürgerhaus.

Vom 25. bis 30. Mai treffen sich Musiker wieder, um klassische Werke einzustudieren und aufzuführen.

Von Stefan Gilsbach

Die Sinfonischen Orchestertage fanden im vergangenen Jahr zum ersten Mal in Radevormwald statt, im Jahr 2023 wird die mehrtägige Veranstaltung in die Bergstadt zurückkehren. Wie der Verein „Sinfonische Orchestertage“ auf seiner Webpräsenz mitteilt, wird erneut um die Pfingsttage ein Programm einstudiert und bei einem öffentlichen Konzert aufgeführt.

Konkret finden die Orchestertage von Donnerstag, 25., bis Dienstag, 30. Mai, statt. Das Konzert ist am Montag, 29. Mai, um 18 Uhr im Bügerhaus. Die Leitung wird – wie schon 2022 – der deutsch-albanische Dirigent Desar Sulejmani haben. Geprobt und gewohnt wird diesmal im Sport- und Seminarcenter an der Jahnstraße.

Musikschule Radevormwald ist auch wieder mit im Boot

Die Premiere der Orchestertage in Radevormwald im vergangenen Jahr habe den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgesprochen gut gefallen, berichtet Ann-Kristin Mertmann, Vorsitzende des Vereins. „Viele Orchestermitglieder möchten auch diesmal dabei sein.“ Die Musikschule Radevormwald sei bei der Organisation ebenfalls wieder mit im Boot, bestätigt die Musikerin aus Wuppertal.

Solisten des Brahms-Konzertes sind Violinist Dragos Manza und Cellist Robert Kruzlics. Manza ist erster Konzertmeister der Düsseldorfer Symphoniker.

Dort hat er unter anderem den Solopart von Mozarts Violinkonzert G-Dur unter der Leitung von Sir Roger Norrington gespielt. Kruzlics spielte von 1990 bis 2001 bei der Philharmonia Hungarica in Marl und gehört seither zur Cellogruppe der Duisburger Philharmoniker. Er ist zudem Mitglied der Sinfonietta Hungarica und Solo-Cellist der Camerata Louis Spohr in Düsseldorf.

Robert Kruzlics wird bei den Orchestertagen auch als Tutor für die Cello-Abteilung fungieren, die anderen Tutorinnen und Tutoren sind Carola Seibt (1. Violin), Alexandra Kratsch (2. Violine), Frederik Koos (Viola), Francesco Savignano (Kontrabass), Peter Wuttke (Holzbläser) und Bernd Mertens (Blechbläser).

Standen bei den ersten Orchestertagen Werke mit amerikanischen Bezug im Mittelpunkt, werden in diesem Jahr Kompositionen von rumänischen, deutschen und russischen Meistern einstudiert. Die „Rumänische Rhapsodie Nr. 1“ von George Enescu steht ebenso auf dem Programm wie das vergleichsweise selten gespielte Doppelkonzert für Violine, Cello und Orchester von Johannes Brahms und die Sinfonie Nr. 2 von Wassili Sergejewitsch Kalinnikow, einem russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts, dessen Musik seit einigen Jahren wieder entdeckt wird. Das Einstudieren dieses bislang selten gespielten Werks werde spannend sein, kündigt Ann-Kristin Mertmann an.

Auch Michael Borner, Leiter der Musikschule Radevormwald, freut sich auf das interessante Programm: „Bei solchen Veranstaltungen stehen weniger die Erwartungen eines bestimmten Publikums im Vordergrund, sondern die Freude der Musikerinnen und Musiker, etwas ausprobieren zu können.“ Und das führe zu einer frischen Herangehensweise, wie er im etablierten Konzertbetrieb nicht immer zu finden ist. So sei bei den ersten Orchestertagen auch eine Stepptanz-Darbietung mit aufgenommen worden.

Die Musikschule Radevormwald wird, wie schon im vergangenen Jahr, unter anderem für die Logistik vor Ort sorgen. „Wir haben damals beispielsweise Räumlichkeiten für Einzelproben bereitgestellt“, blickt Michael Borner zurück. Und auch bei „Notfällen“ kann das Team der Musikschule einspringen: „Beim Konzert 2022 ging vor der Aufführung ein Cello kaputt, wir konnten dann rasch mit einem Instrument aus unserem Bestand aushelfen“, berichtet Borner.

Hervorgegangen ist die Veranstaltung aus den „Coesfelder Orchestertagen“, die in den 1980er Jahren in der westfälischen Stadt ins Leben gerufen wurden. Allerdings hatten die Organisatoren zuletzt das Konzept verändert, daher hatten mehrere Teilnehmer sich entschieden, die Orchestertage in einem anderen Rahmen fortzusetzen. Und so wurde Radevormwald zu dem neuen Probe- und Aufführungsort.

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