Corona

Corona-Lockerungen sind nicht in Sicht

Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises, appelliert zur weiteren Vorsicht.
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Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises, appelliert zur weiteren Vorsicht.

Am fünften Tag liegt die Inzidenz im Oberbergischen Kreis wieder über 50.

Von Leon Hohmann

Oberbergischer Kreis. Hätte die Sieben-Tage-Inzidenz am gestrigen Dienstag wie in den Vortagen unter dem Wert von 50 gelegen, hätte es weitere Lockerungen im Oberbergischen Kreis gegeben. Doch an dem fünften Werktag, an dem der Schwellenwert knapp hätte unterschritten werden können, stieg der Wert auf 52,6. Somit könnten statt Ende dieser Woche Lockerungen frühestens erst eine Woche später umgesetzt werden.

Auslöser für die gestiegene Inzidenz sind wiederholt mehrere neue Corona-Erkrankungen. Gestern meldete das Gesundheitsamt nicht nur 21 weitere Infektionen, sondern auch zwei Todesfälle. Es starben ein 90-jähriger Mann aus Reichshof und ein 68-Jähriger aus Waldbröl. Seit Beginn der Pandemie sind im Oberbergischen Kreis 245 Personen somit mit oder an Covid-19 gestorben.

Landrat appeliiert: Ein umsichtiges und vernünftiges Verhalten ist weiter geboten

Im Nordkreis hat sich die Corona-Lage jedoch nicht deutlich im Vergleich zu den Vortagen verändert. In Radevormwald waren am Dienstag 19 Personen infiziert – das sind fünf weniger als noch am Montag. In Hückeswagen sank die Zahl der Infizierten von elf auf zehn. In den Krankenhäusern wurden am Dienstag 29 Oberberger behandelt – davon wurden vier intensivmedizinisch behandelt sowie sechs Personen zusätzlich noch beatmet.

Trotz erster Lockerungen appellierte Landrat Jochen Hagt, weiterhin vorsichtig zu sein, um eine Ansteckung zu verhindern. „Die Inzidenz ist in den zurückliegenden Wochen stark gesunken. Lockerungen sind so möglich geworden. Wir alle dürfen wieder mehr unternehmen. Das Wetter ist schön – verleitet einige aber auch zu übermütigem Leichtsinn. Dabei ist weiterhin ein umsichtiges und vernünftiges Verhalten geboten – auch im Freien. Das Virus ist nicht verschwunden und die Pandemie ist noch immer nicht vorbei“, mahnte er. Die bekannten Hygiene-Regeln sollten weiterhin beachtet werden – ebenso wie die Vorgaben der Corona-Schutzverordnung. Das betonte auch gestern Bürgermeister Johannes Mans. „Alle müssen darauf achten, dass weiterhin die Hygieneregeln gelten.“

Landrat: Erfolg der Vorwochen nicht aufs Spiel setzen

Es sei wichtig, jetzt nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen, so Hagt: „Dauerhafte Lockerungen sind nur möglich, wenn das Infektionsgeschehen weiter abflacht und konstant niedrig bleibt. Wir dürfen die Erfolge der vergangenen Wochen nicht aufs Spiel setzen. Einen ständigen Wechsel zwischen Öffnungen und Schließungen wünschen wir uns alle nicht.“

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