Kulturkreis

Nochfolge für Teckentrup gesucht

Im Bürgerhaus (im Hintergrund) fand die Hauptversammlung statt, bei der (v.l.) Christiane Stein-Hausmann, Michael Teckentrup und die neue Geschäftsführerin des Kulturkreises, Sandra Oetelshoven, gewählt wurden.
+
Im Bürgerhaus (im Hintergrund) fand die Hauptversammlung statt, bei der (v.l.) Christiane Stein-Hausmann, Michael Teckentrup und die neue Geschäftsführerin des Kulturkreises, Sandra Oetelshoven, gewählt wurden.

Der Vorsitzende des Kulturkreises Radevormwald hat für ein Jahr verlängert.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Radevormwald. Eigentlich habe er sein Amt als Vorsitzender des Kultkreises Radevormwald niederlegen wollen. „Ich habe das schon im Herbst angekündigt. Auch Christiane Stein-Hausmann als Geschäftsführerin will jetzt nicht noch einmal kandidieren“, sagte Michael Teckentrup am Montagabend bei der Hauptversammlung des Kulturkreises im großen Saal des Bürgerhauses.

In diesem Jahr standen die Vorstandswahlen an. „Für den Posten der Geschäftsführerin haben wir mit Sandra Oetelshoven eine Kandidatin gefunden, für den Posten des Vorsitzenden allerdings nicht“, sagte Teckentrup. Da der Verein ohne Vorsitz indes nicht weiter Bestand haben könne, habe er sich dazu bereiterklärt, den Posten für noch ein weiteres Jahr zu besetzen. „In dieser Zeit werden wir die Suche aber intensivieren, um dann bei der nächsten Hauptversammlung im kommenden Sommer die Nachfolge endgültig zu klären“, sagte Teckentrup. Beide Vorschläge wurden einstimmig beschlossen.

Spielzeiten waren stark geprägt von der Pandemie

Damit war die unmittelbare Zukunft des Vereins geklärt. Aber natürlich ging der Blick auch zurück – wobei die Spielzeiten 2020/21 und 2021/22 sehr stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt waren. „Im 1. Halbjahr 2021 mussten wir praktisch alle Veranstaltungen absagen oder verschieben“, sagte Teckentrup. Auch die meisten verschobenen Termine mussten später wieder abgesagt werden. Im 2. Halbjahr hätten die Veranstaltungen stattfinden können, wenngleich der Aufwand für Personal, Hygiene und die teilweise doppelten Aufführungen um ein Vielfaches höher gewesen sei. „Aber wir haben durchweg gute Rückmeldung durch das Publikum bekommen“, sagte Teckentrup.

Für die Veranstaltungen habe der Kulturverein Fördermittel durch die Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen (Inthega) im Rahmen des Förderprogramms „Neustart Kultur“ in Höhe von rund 20.000 Euro bekommen, die direkt an die Theater, Künstler und Techniker hätten ausgezahlt werden können. „Es gab viele Förderprogramme, die wir uns alle angesehen haben. Aber jenes von Inthega erschien uns am geeignetsten – und die Begünstigten haben sich sehr darüber gefreut“, sagt Teckentrup. Bis auf eine Veranstaltung habe der Rest der der Spielzeit 2021/22 stattfinden können – nur „Der Trafikant“ in einer Inszenierung des Rheinischen Landestheaters Neuss habe wegen Corona-Fällen im Ensemble nicht gezeigt werden können.

Der Kulturkreis hat die Planungen für die neue Spielzeit 2022/23 abgeschlossen. „Weil das ausgefallene Stück ‚Der Trafikant‘ in die neue Spielzeit verschoben wurde, haben wir elf Abo-Veranstaltungen, zehn Theaterstücke und die Comedy-Show, für die noch kein Termin feststeht – sie wird aber im 2. Halbjahr stattfinden“, sagte Teckentrup.

„Das Programmheft wird voraussichtlich im August fertig sein. Den Auftakt macht das Rheinische Landestheater mit dem Schauspiel ‚Die Wahrheiten‘ von Lutz Hübner und Sarah Nemitz am Mittwoch, 28. September“, sagte Teckentrup. Weitere Theaterstücke sind das bereits erfolgreich verfilmte Buch „Der Fall Collini“ von Ferdinand von Schirach (Mittwoch, 2. November), „Grimm – Kein Märchen!“ (Mittwoch, 16. November), die Produktion der Theatergruppe „Der Wipperwagen“ mit dem Titel „Rendezvous zu dritt“ (Samstag, 28. Januar) oder die Komödie „Ein Mord Sonntag“ der Theatergruppe „Die Maskerader“ mit zwei Aufführungen (jeweils Samstag, 18. März und 29. April). Das seien Planungen. „Eine mögliche Verschlechterung der Corona-Situation können wir jetzt natürlich nicht voraussehen“, sagte Teckentrup.

Grundsätzlich müsse versucht werden, die Kosten zu senken, wofür Teckentrup einige Punkte anführte, über die nachgedacht werden müsse. „Die Abo-Preise sind seit sechs Spielzeiten nicht angehoben worden“, sagte der Vorsitzende. Durch eine milde Erhöhung um 12 bis 14 Euro von derzeit 108 Euro (Platzgruppe I) und 98 Euro (Platzgruppe II) könne ein vierstelliger Betrag mehr eingenommen werden.

Auch die Zahl der Veranstaltungen müsse überdacht werden. „Vielleicht werden wir von zehn Stücken auf neun zurückgehen – plus der Comedy-Show“, sagte Teckentrup. Entschieden sei hier indes noch nichts.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Schüler haben ihren Abschluss geschafft
Schüler haben ihren Abschluss geschafft
Schüler haben ihren Abschluss geschafft
Lebender Adventskalender kehrt zurück
Lebender Adventskalender kehrt zurück
Lebender Adventskalender kehrt zurück
Schwimmer glänzen im Wasserbecken
Schwimmer glänzen im Wasserbecken
Schwimmer glänzen im Wasserbecken
50 Jahre danach - das Zugunglück bleibt ein Trauma
50 Jahre danach - das Zugunglück bleibt ein Trauma
50 Jahre danach - das Zugunglück bleibt ein Trauma

Kommentare