Heimat- und Verkehrsverein

Neue Bank erinnert an Gunda Schaub

Auf Gunda Schaub stießen Weggefährten bei der Einweihung der Bank am Kollenberg an. Helmut Stoffel brachte das ovale Edelstahlschild mit persönlicher Gravur von Schaub an.
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Auf Gunda Schaub stießen Weggefährten bei der Einweihung der Bank am Kollenberg an. Helmut Stoffel brachte das ovale Edelstahlschild mit persönlicher Gravur von Schaub an.

Standort am Kollenberg hatte für die im Frühjahr verstorbene Ratsfrau eine besondere Bedeutung

Von Cristina Segovia-Buendía

Radevormwald. Als die Plakette angebracht ist und die Anwesenden mit Sekt „auf Gunda“ anstoßen, schieben sich die dicken Wolken wie von Geisterhand zur Seite, und Sonnenstrahlen scheinen zwischen den Bäumen auf die Bank. „Das hätte ihr gut gefallen“, sagt Ursula Mahler, Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins. Die übrigen Anwesenden nicken zustimmend.

Noch im November 2021 hatte die ehemalige Ratsfrau Gunda Schaub an ihrem 80. Geburtstag statt Geschenken Geld für eine Bank am Kollenberg gesammelt und dem Verkehrs- und Heimatverein, dem sie selbst angehörte, den Auftrag erteilt, in ihrem Namen eine Bank am sogenannten Verlobungsweg aufzustellen.

Für die Ur-Raderin war das, wie ihre Freunde und Weggefährten bei dieser Gelegenheit erzählen, ein besonderer Ort. Denn ziemlich genau dort, wo jetzt die Gunda-Schaub-Bank steht, nämlich am sogenannten Verlobungsweg, begann am 4. September 1960 ihre Liebesgeschichte mit ihrem späteren Ehemann Horst Schaub.

Ein besonderer Tag, den auch Helmut Stoffel mit der erst im Frühjahr verstorbenen Schaub verband. Denn, wie sie ihm später mal erzählte, begegneten sich Helmut Stoffel und Gunda Schaub am selben Tag, an dem Schaub und ihr späterer Ehemann nach einem Spaziergang auf jener Bank am Kollenberg die halbe Nacht saßen. „Sie erzählte, dass es immer später und später wurde und sie in jener Nacht erst um drei, vier Uhr morgens nach Hause gingen“, sagt Stoffel.

Freunde haben viele Anekdoten in petto

Dass nun, fast auf den Tag genau 62 Jahre später, eine Bank mit ihrem Namen steht, hätte ihr gut gefallen, sind sich die Freunde sicher, die viele Anekdoten mit der beliebten Raderin in petto haben.

Aussicht auf den Hexentanzplatz

Im Frühjahr dieses Jahres starb Gunda Schaub im Alter von 80 Jahren. Auf ihrer Bank werden sich aber nun viele Spaziergänger, alte Freunde und Weggefährten an dem schönen Ausblick Richtung „Hexentanzplatz“ erfreuen.

Eine zweite Bank, knapp 200 Meter weiter, hat der Heimat- und Verkehrsverein aus eigenen Mitteln gespendet. Beide Bänke wurden vom Bauhof installiert. „Sie haben uns ganz toll unterstützt“, lobt Renate Greif, Schatzmeisterin des Vereins, der sich durchaus vorstellen kann, noch weitere Bänke zu spenden. „Geeignete Standorte entlang der Wanderwege finden wir sicherlich dafür“, ist auch die Umweltbeauftragte Regina Hildebrandt überzeugt. Rund 440 Euro kostet eine Bank aus recyceltem Kunststoff.

Hintergrund

Wer gerne eine Bank spenden möchte, kann sich bei Regina Hildebrandt melden – entweder telefonisch unter
Tel. (0 21 95) 60 61 50 oder per E-Mail an: regina.hildebrandt@radevormwald.de

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