Selbsthilfegruppe

Neue Anlaufstelle für Lungenkranke

Die Selbsthilfegruppe, die Monika Zierden (r.) ins Leben gerufen hat, hatte Josef Brandl aus Leverkusen zu Gast.

Monika Zierden hat in Radevormwald eine neue Selbsthilfegruppe gegründet.

Von Theresa Demski

Wenn Monika Zierden von ihrer Krankheit erzählt, dann klingt sie ein bisschen atemlos. Dann machen die Bronchien nicht so mit, wie sie sollten – und die 61-Jährige festigt den Griff um die Sauerstoffmaschine ein bisschen. Damals, vor elf Jahren, als der Arzt ihr sagte, sie habe COPD, da ignorierte sie die Ansage erstmal. Sie hatte unter einer Bronchitis gelitten, die Krankheit verschleppt. „Du denkst halt, du bekommst weniger Luft, und das wird schon wieder“, sagt sie.

Aber es wurde nicht. Die Bronchien nahmen ihre Arbeit nicht wieder wie gewohnt auf.

Denn hinter den vier Buchstaben verbirgt sich die „Chronisch obstruktive Lungenerkrankung“, die ihre Abkürzung aus der englischen Bezeichnung übernimmt. Und wie der Name schon sagt: COPD ist chronisch. Sie bleibt, und für gewöhnlich verschlechtert sie sich auch. Vor vier Jahren in der Kur sprach ein Arzt dann Tacheles.

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„Das war montags“, sagt sie heute, „dienstags habe ich meine letzte Zigarette geraucht und mein Leben geändert.“ Ein Jahr später ging sie vorzeitig in Rente, kurz darauf bekam sie die kleine Maschine, die für Sauerstoff sorgt.

Die Atemlosigkeit kann die Maschine nicht verhindern. „Ja“, sagt sie, „die häufigste Ursache für die Krankheit ist wohl das Rauchen.“ Aber auch Umwelteinflüsse, Erbanlagen, Infektionen oder Arbeitsplätze, an denen schädliche Stoffe eingeatmet würden, begünstigten die Krankheit.

Monika Zierden hat lange gekämpft – um Informationen, um Sportangebote, mit den Krankenkassen. Und weil sie das anderen ersparen, weil sie den COPD-Kranken eine Lobby geben will, hat sie die „Selbsthilfegruppe Lungenkrankheiten“ gegründet. Einmal im Monat sind Betroffene und deren Angehörige eingeladen. Und die Resonanz ist riesig.

Regelmäßig bittet die Gruppe Experten zu sich

Die Selbsthilfegruppe lädt regelmäßig Experten ein. In der vergangenen Woche war Josef Brandl von der Selbsthilfegruppe in Leverkusen im „Haus der Begegnung“ am Schlossmacherplatz zu Gast. Er bot nicht nur Kooperationen an, sondern brachte wertvolle Erfahrungen mit. Brandl erzählte von Massagen und Therapien, von Problemen beim Inhalieren, Gesprächen mit der Krankenkasse und von Lungensport.

Monika Zierden will auch eine Lungensportgruppe ins Leben rufen. Nun stünden die Zeichen nach eineinhalb Jahren auf grün: Der Dahlerauer Turnverein wolle bald ein solches Angebot starten.

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