Abschluss 1956

Nach 66 Jahren gibt es eine ganze Menge zu erzählen

Obwohl sich die Schüler mittlerweile regelmäßig sehen, gibt es immer wieder viel zu erzählen.
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Obwohl sich die Schüler mittlerweile regelmäßig sehen, gibt es immer wieder viel zu erzählen.

Abschlussjahrgang der Realschule von 1956 traf sich.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Radevormwald. 66 Jahre ist es her, dass 20 der ursprünglich 54 Frauen und Männer ihren Abschluss an der Realschule gemacht haben – am Freitag trafen sie sich im Restaurant Uelfebad. Zum Klassentreffen des Jahrgangs von 1956. „Zuvor waren wir im Heimatmuseum. Dort haben wir die Ausstellung noch sehen können, die dort über die Realschule aufgebaut war – und das, obwohl sie eigentlich schon abgebaut sein sollte“, sagt Karl-Heinz Saure, der das Klassentreffen organisiert hat.

Zuletzt hatten sich die ehemaligen Schüler vor drei Jahren in der Stadt getroffen. „Zu Anfang haben wir uns nur zu den runden oder halbrunden Jubiläen getroffen, aber jetzt wollen wir die Abstände doch noch weiter verkürzen – das nächste Treffen soll schon in zwei Jahren sein“, sagt Saure. Schließlich würden die Einschläge bei den Schülern, die Jahrgang 1938 oder 1939 sind, näherkommen.

Beim Treffen ist die Stimmung bestens. Anekdoten und Erinnerungen machen die Runde. „In der Abschlussklasse mussten wir einen Vortrag halten. Das Thema war die alkoholische Gärung“, sagt Ernst Halbach. „Zusammen mit zwei Mitschülern war ich in einer Remscheider Brauerei. Am Ende durften wir uns die Taschen mit Bier vollmachen, die wir zum Abschluss unseres Vortrags verteilen wollten“, sagt Halbach.

Ein Mitschüler habe die Flaschen mit nach Hause genommen – und sie ins Kuchenfach im Gasofen der Küche gesteckt. „Am nächsten Morgen wollte seine Mutter die Küche ein wenig aufwärmen – und hat den Ofen angestellt“, sagt Halbach und lacht. Die Bierflaschen hätten das nicht überlebt, die Folge sei eine „ziemliche Sauerei“ in der Küche gewesen.

Auch Erinnerungen an Lehrer, die früher immer nur mit dem Nachnamen angesprochen wurden, kommen nach und nach hoch. „Der gefährlichste Musiklehrer war Herr Fuchs, der hat uns immer Backpfeifen gegeben“, sagt Saure. Heute zum Lachen – damals eher nicht.

Von diesen Anekdoten dürften noch viele weitere erzählt worden sein. Kein Wunder, nach 66 Jahren. . .

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