Musikschule

Mitsänger für Heiligabend gesucht

Timo Deitz von der Musikschule probt mit dem Projektchor für Weihnachten.
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Timo Deitz von der Musikschule probt mit dem Projektchor für Weihnachten.

Nach drei Jahren Pause wird in der Christnacht wieder auf dem Markt gesungen.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Es ist eine jener Traditionen, die durch die Corona-Pandemie einen empfindlichen Dämpfer bekommen haben – das Weihnachtssingen auf dem Marktplatz am späten Heiligen Abend. Das ist ein Angebot von Radern für Rader, das auf eine langjährige Tradition zurückblicken kann und 2019 zum bislang letzten Mal stattgefunden hat. Als die Corona-Pandemie über die Welt hereinbrach, war an Chorgesang landauf und landab erst einmal nicht zu denken. Doch mit der weiter abflauenden und sich normalisierenden Pandemielage werden diese Dinge wieder möglich.

Die erste Probe liegt schon hinter dem neu gefundenen Projektchor, am vergangenen Freitagabend haben sich die bislang zwölf Sängerinnen und Sänger wieder getroffen. Und die Stimmung in einem Raum im Obergeschoss der Musikschule im Gebäude der ehemaligen Hauptschule an der Hermannstraße ist gut.

Fürs Mitmachen reiche einfach die Freude am Singen

Als Chorleiter hat sich der Musikschullehrer Timo Deitz gefunden, für den der Projektchor gänzliches Neuland ist, auch wenn er neben seiner Tätigkeit an der Musikschule, wo er den Rock-on-Chor leitet, noch drei weitere Chöre betreut, unter anderem in Radevormwald und Düsseldorf. „Wir brauchen immer noch weitere Sänger, wer mitmachen will, ist herzlich eingeladen, einfach vorbeizukommen.

Es sind auch keine besonderen Kenntnisse erforderlich – man sollte einfach Freude am Singen haben“, sagt Deitz.

Kirsten Hackländer, Tourismus-Beauftragte der Stadt Radevormwald, schaut an diesem Abend ebenfalls bei der Probe vorbei, auch wenn die Verwaltungsmitarbeiterin nicht mitsingen will. „Wir freuen uns wirklich sehr darüber, dass es den Projektchor wieder gibt, der sich ja zwischenzeitlich aufgelöst hat. Und ich bin mir sicher, dass sich auch die Rader Bevölkerung am Heiligen Abend um 23.15 Uhr freuen wird, wenn der Chor zu singen beginnt“, sagt sie. Der Chorleiter nimmt sich eine Gitarre und fragt, ob der Chor direkt anfangen will oder ob man sich noch einsingen will.

Angesichts der Tatsache, dass nur eine Stunde Probenzeit zur Verfügung steht, entscheidet man sich dafür, direkt loszulegen. „Herbei, oh Ihr Gläubigen“ ist das erste Lied, das zunächst unisono gesungen wird, ehe Deitz die zweite Stimme aufteilt und instruiert. „Es soll ein bisschen rockiger klingen als früher, auch mit Playbackbegleitung“, sagt der Chorleiter. Er plant auch, entsprechende Lieder zu singen – darunter auch John Lennons „Happy X-Mas (War Is Over)“ – „da muss ich den Chor aber noch herumkriegen“, sagt er schmunzelnd.

Das dürfte dem sympathischen Musiker sicherlich leichtfallen. Die Stimmungslage im Chor ist auf jeden Fall blendend. „Ich habe schon zu Hause geübt – unter der Dusche“, sagt etwa eine Frau. Woraufhin der Chorleiter trocken fragt: „Brauchst du neue Noten?“ Unter dem Gelächter der Anwesenden ergänzt eine weitere Sängerin: „Dann werden die aber einlaminiert.“ Kirsten Hackländer sagt: „Wir haben ein Laminiergerät in der Stadtverwaltung.“ Natürlich wird dann wieder gesungen, denn bei allem Spaß an der Sache, wollen alle, dass die einstudierten Lieder am Heiligen Abend schön klingen – und schließlich sind es keine acht Wochen mehr bis Weihnachten. 

Proben

Die Proben finden immer am Freitagabend um 19.15 bis 20.15 Uhr im Obergeschoss der Musikschule an der Hermannstraße statt. Interessierte können ohne Anmeldung einfach vorbeikommen.

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