Aktiv

Mit Bewegung Selbstbewusstsein stärken

Die Bewegungswoche des Familienzentrums an der Kottenstraße startete am Montag in der Turnhalle der GGS Stadt. Die Mädchen und Jungen waren mit Begeisterung dabei.
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Die Bewegungswoche des Familienzentrums an der Kottenstraße startete am Montag in der Turnhalle der GGS Stadt. Die Mädchen und Jungen waren mit Begeisterung dabei.

Evangelisches Familienzentrum Kottenstraße startet Aktionswoche.

Von Cristina Segovia-Buendía

Dschungelgeräusche schallen durch die Sporthalle, während sich die Kinder neugierig die mit Sprungkästen, Bänken und Matten aufgebauten Stationen anschauen. Einige tippeln aufgeregt auf der Stelle, andere begutachten schüchtern die Situation. Was wohl hier passiert? Jede Menge Spaß! Für den Start in die Bewegungswoche des Evangelischen Familienzentrums Kottenstraße haben sich die Erzieherinnen Spannendes einfallen lassen, um die Kinder mit Spaß und Freude in Bewegung zu bringen. Zum Auftakt wartet eine abenteuerliche Bewegungsgeschichte auf die Mädchen und Jungen: Über die ersten Kästen springen und hüpfen die Kinder lachend darüber, als ob es sich um große Steine in einem Fluss handeln würde.

Mit großen Augen schauen die Kinder dann hinauf auf das Seil, das von der Decke baumelt. „Na, was macht man wohl damit im Dschungel?“, fragt Erzieherin Nina Eichenhofer. „Was gibt es denn dort, um sich von Baum zu Baum zu schwingen?“, hakt sie nach. „Lianen“, rufen einige Kinder wild durcheinander. Grundschullehrerin Sonja Zukowski steigt auf den Sprungkasten und macht vor, wie sich die Kinder sicher auf die Matte schwingen können. Nacheinander überwinden die kleinen Abenteurer diese Hürde.

Als Nächstes müssen sie auf einer Bank balancieren oder sich drüber schieben. Dann stehen sie vor einem Schwungtuch. Das symbolisiert einen Löwen, erzählen Eichenhofer und ihre Kolleginnen Rosa Maggio, Deborah Riedel und Mirjam Hofmann. Sobald das Tuch geschwungen wird, müssen die Kinder darunter herlaufen. Wer vom Tuch berührt ist, wird vom Löwen gefressen. Mit Schwung laufen die Kinder einzeln und in Gruppen unter dem Tuch her, erreichen die andere Seite, ehe sich das Tuch wieder senkt. Die Freude ist groß, als alle unbeschadet den Löwen überwunden haben.

Eine Matte stellt das Floß dar, ein Luftballon die Kokosnuss

Doch da wartet schon die nächste Hürde. Ein Fluss, der nur mit einem Floß überquert werden kann. Das Floß ist eine dicke Weichbodenmatte. Der reißende Fluss, der Hallenboden. Mit Anlauf stürzt sich die erste Gruppe auf die Matte und versucht, diese bis ans andere Ende zu schieben. Lachend und motiviert stürzen sie sich ein ums andere Mal auf die Matte. Stück für Stück kommen sie der weißen Linie näher, die das sichere Ufer darstellt. Jubelschreie ertönen, als alle den sicheren Hafen erreicht haben.

„Und jetzt?“, fragt Rosa Maggio, während Affengeräusche zu hören sind. Das Abenteuer ist noch nicht vorbei. „Wer hat die Kokosnuss geklaut?“, will Maggio wissen und deutet auf Nina Eichenhofer am anderen Ende der Halle, die mit einem grünen Luftballon umherschleicht. Plötzlich rennen die Kinder los, wollen Eichenhofer den Ballon entwenden. Mit Mühe und Not rennt die Erzieherin lachend davon, wird am Ende aber von den Kindern umzingelt. Sie gibt auf, lacht und händigt den grünen Ballon aus. „Das habt ihr toll gemacht“, loben die Erzieherinnen, ehe sie die Gruppe in die Umkleiden verabschiedet. Die nächste Gruppe ist schon im Anflug.

Die Bewegungswoche veranstaltet das Familienzentrum zwar schon lange, sagen Maggio und Eichenhof, doch in diesem Jahr haben sie ihr Programm erweitert und die Erstklässler der Grundschule Stadt eingeladen. Für Kinder sei eine Bewegungsgeschichte besser greifbar, als sie nur über Kästen springen und am Seil schwingen zu lassen. „Wenn man ihnen sagt, dass es gefährliche Tiere und Lianen sind, macht ihnen das mehr Spaß und regt ihre Fantasie an“, erklärt Maggio. Außerdem würden solche Spiele das Selbstvertrauen stärken. „Wenn sie den Mut aufbringen, Hindernisse zu überwinden und zusammen ans Ziel kommen, dann stärkt das den Zusammenhalt“, sagt Eichenhof.

Hintergrund

Gestern Vormittag besuchten die Kita-Kinder zwei Sportunterrichtsstunden der Grundschule. Am Nachmittag probierten sich Eltern und Kinder im Taekwondo aus.

Morgen gibt es einen Ausflug ins Nessi-Kinderland. Am Nachmittag Tanztraining für Eltern und Kinder.

Donnerstag anspruchsvoller Bewegungsparcours für Vorschulkinder und Erstklässler. Freitagvormittag zwei Bewegungsgottesdienste mit Pfarrerin Manuela Melzer. Am Nachmittag Fußballtraining für Eltern und Kinder.

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