Tour

Mieses Wetter hält 119 Radfahrer nicht auf

Los geht‘s: Kirsten Hackländer, Tourismusbeauftragte der Stadt Radevormwald (r.), startete mit der Flagge das diesjährige Volksradfahren.
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Los geht‘s: Kirsten Hackländer, Tourismusbeauftragte der Stadt Radevormwald (r.), startete mit der Flagge das diesjährige Volksradfahren. Foto: Jürgen Moll

Die Organisatoren des Volksradfahrens freuten sich über regen Zuspruch für die Tour rund um die Wupper-Talsperre.

Von Stephan Singer

Radevormwald. Kaum waren die 119 Teilnehmer mit ihren Drahteseln auf der Strecke des Radweges R1a „Rund um die Wupper-Talsperre“ unterwegs, fiel Hartmut Behrensmeier und Hans-Joachim Sommer vom Museumsverein IG Bismarck Zweiräder sowie der Beauftragten für Tourismus und Veranstaltungen bei der Stadt Radevormwald, Kirsten Hackländer, der sprichwörtliche Stein vom Herzen.

Denn mit mehr als 100 Teilnehmern, darunter sechs Gruppen, waren die Organisatoren des Volksradfahrens angesichts des Wetters sehr zufrieden. Regenschauer und vor allem die für die Jahreszeit ungewöhnlich kühlen Temperaturen von knapp unter zehn Grad Celsius machten die Teilnahme an der Radtour nicht zum Zuckerschlecken.

Es gibt nur schlechte Kleidung, kein schlechtes Wetter, zitierte Gregor Kubis ein bekanntes Sprichwort. Der 46-Jährige war mit den Nachwuchsradsportlern Lennox (11) und Raphael (10) an die Sporthallen des Schulzentrums an der Hermannstraße gekommen, wo die Volksradfahren-Route startete und endete: „Uns macht das Wetter nichts, das sind wir gewohnt. Wir ziehen entsprechende Kleidung an, und dann haut das hin“, sagte Gregor Kubis. Alle drei Fahrer traten mit stattlichen Mountainbikes an, denen anzusehen war, dass diese auch eine ruppigere Gangart im Gelände verkraften. „Wir drei sind begeisterte Mountainbikesportler und sind regelmäßig in Österreich oder auch im Bikepark Willingen unterwegs“, berichtete der Radevormwalder im Gespräch mit unserer Redaktion.

„Die Teilnahme am Volksradfahren ist für uns eine Spaßtour, bei der wir in der Gemeinschaft unterwegs sind.“ Obendrein würden die Kinder dabei sehen, in welch einer schönen Gegend sie aufwachsen: „Das schafft doch Identifikation.“ Die vor ihnen liegende Strecke von rund 27 Kilometern machte den Nachwuchsmountainbikern keine Sorge, obwohl sie im Gegensatz zu einigen anderen Teilnehmern bei „analogen“ Fahrrädern und nicht bei E-Bikes in die Pedalen traten. „Zuletzt haben wir noch eine Strecke von 60 Kilometern zurückgelegt – da machen wir bei dieser Route ja kaum die Hälfte“, zeigten sich Lennox und Raphael selbstbewusst.

Dass die Radfahrerinnen und Radfahrer durch eine landschaftlich reizvolle Gegend fahren, versprach ihnen Hartmut Behrensmeier kurz vor dem Start: „Das ist kein Rennen, sondern eine Ausfahrt ins Grüne.“ Entsprechend mahnte der IG Bismarck-Vertreter, der seit mehr als 30 Jahren zum Volksradfahren-Organisationsteam gehört: „Fahren sie vorsichtig, es kann durch die Feuchtigkeit rutschig sein.“ Beispielsweise gebe es in Feldbach zwei schärfere S-Kurven. Aber: Auf ihrer Rundfahrt gab es für die Teilnehmer genauso weniger herausfordernde Abschnitte, wie ein Teilstück über die Bahntrasse in Hückeswagen. Mineralwasser und ein Müsliriegel zur Stärkung erwarteten die Volksradler bei einem Zwischenstopp auf etwa halber Strecke der Gesamtroute in Bergisch Born. Zum Abschluss konnten sich die Teilnehmer am Start-/Zielpunkt am Schulzentrum bei Gegrilltem und Kaltgetränken sowie Kaffee und selbst gebackenem Kuchen vor der Heimfahrt stärken.

Die wievielte Auflage das Volksradfahren erlebte, konnte Hartmut Behrensmeier nicht sagen: „Die Veranstaltung hat eine Tradition von über 40 Jahren.“ Zuletzt mussten die Organisatoren das Volksradfahren in 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie aussetzen. Gut erinnern konnte sich Behrensmeier an einen regnerischen Volksradfahren-Tag, bei dem lediglich knapp 70 Teilnehmer zur Tour starteten: „Da ist die heutige Resonanz überraschend und erfreulich gut.“ Dass sich Stadt und die IG Bismarck als Veranstalter zusammengefunden hätten, sei eine „sehr gute Symbiose“.

Den Start absolvierten die Fahrradbegeisterten gestaffelt in drei Gruppen à 40 Teilnehmern, um keine allzu langen Fahrradschlangen im Straßenverkehr zu erzeugen. Grund genug, für die letzten Starter scherzend und gut gelaunt auszurufen: „Wir rollen das Feld von hinten auf.“

Hintergrund

Sponsoren: Dank 13 Sponsoren und Kooperationspartnern wie dem Ortsverband Radevormwald-Dahlhausen des DRK, der den Sanitäts- und Streckendienst übernahm, konnten die Veranstalter auf die Erhebung eines Startgeldes verzichten, den Pausensnack kostenlos reichen und eine Tombola mit Sachpreise bieten.

Medaillen: Jeder Volksradfahrer, der nach der rund dreistündigen Tour ans Ziel kam, erhielt eine Medaille.

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