Mehr Vorsorge gefordert

Grüne mahnen Bedacht bei Neubau an

-trei- Bernd Bornewasser von den Grünen möchte, dass bei der Planung des Neubaugebietes Karthausen auch an die Starkregen-Vorsorge gedacht wird. Für den Bauausschuss legte er einen umfangreichen Fragenkatalog vor, der von Ulrich Dippel, Leiter des Technischen Bauamtes, beantwortet wurde. „Die Versiegelung des Neubaugebietes soll bei 56 Prozent liegen. Die maximale Entwässerungsplanung befindet sich momentan im Vorentwurf, das gilt auch für die Anordnung der Kanäle“, erklärte Ulrich Dippel. Aus Sicht der Grünen ist es wichtig, dass Starkregenereignisse in die Planung einbezogen werden.

Das Regenrückhaltebecken soll zwar größer als gesetzlich nötig und mit einem Sicherheitszuschlag geplant werden, doch das hält Bernd Bornewasser nicht für ausreichend. „Wir haben bei einem Neubaugebiet die einmalige Chance, unsere Erfahrungen umzusetzen und auf die Zukunftsprognosen, nach denen Starkregenereignisse häufiger auftreten werden, einzugehen. Ich wünsche mir mehr Zukunftsvisionen. Besonders für die Bewohner des Gebietes und die angrenzenden Ortschaften.“ Versickerungsmulden sind in dem ersten Bauabschnitt in Karthausen nicht geplant. „Wie das Regenwasser innerhalb des Gebietes genutzt wird, ist nicht Teil der Planung. Die Grundstückeigentümer können natürlich eigene Konzepte entwickeln“, erläuterte Dippel.

Er weist zudem darauf hin, dass vorsorgliche Maßnahmen, wie extrem große Regenrückhaltebecken zwar möglich, aber sehr kostenintensiv sind. „Wir müssen auch die Kosten im Auge behalten. Starkregenereignisse, in denen 120 Liter pro Quadratmeter in der Stunde fallen, sind sehr selten“, sagte er.

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