Neuer Glanz

Luftsportverein investiert in neues Dach

Auf dem Flugplatzgelände Leye (v. l.): Vorsitzender Peter Gomolzig, Kassenwartin Brigitte Großkinsky,  Schriftführer Thomas Gartz. Im Hintergrund ist das neue thermoisoliertes Sandwich-Dach zu sehen.
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Auf dem Flugplatzgelände Leye (v. l.): Vorsitzender Peter Gomolzig, Kassenwartin Brigitte Großkinsky, Schriftführer Thomas Gartz. Im Hintergrund ist das neue thermoisoliertes Sandwich-Dach zu sehen.

Sanierung des Vereinsheims ist abgeschlossen – Für neues Projekt warten die Mitglieder auf Fördergeld.

Von Cristina Segovia-Buendía

Radevormwald. In neuem Glanz erstrahlt der fast 150 Quadratmeter große Gemeinschaftsraum mit einem traumhaften Blick auf den Flugplatz Leye. Hell, groß und einladend wirkt der Saal, in dem sich das Vereinsleben abspielt, wenn die Männer und Frauen mal nicht hoch oben über den Wolken segeln oder ihre Maschinen in der vereinseigenen Werkstatt warten. Versammlungen, Theorieabende und Flugvorbereitungen werden für gewöhnlich hier abgehalten. Das Herzstück des Vereins, sagt Brigitte Großkinsky, Kassiererin des Vereins.

Im Mai vergangenen Jahres erhielt der LSV den positiven Förderbescheid vom Land, mit der Zusage, 90 Prozent ihres 87 000 Euro teuren Vorhabens zu finanzieren. Seit Oktober freut sich die Vorstandsspitze über ein neu isoliertes und schallgedämmtes Dach sowie über einen schicken neuen Gemeinschaftsraum. Letzterer wurde dank tatkräftiger Unterstützung von handwerklich begabten Mitgliedern in Eigenleistung gestemmt.

Für das Dach allerdings habe sich der Verein professionelle Hilfe geholt. „Das Dach hätte längst saniert werden müssen“, verrät der langjährige Vereinsvorsitzende Peter Gomolzig. Doch bislang fehlte dem rund 140 mitgliederstarken Verein das nötige Geld dafür. „Obwohl wir einen höheren Mitgliedsbeitrag verlangen könnten, haben wir uns bislang immer bewusst dagegen entschieden, um auch Leuten mit kleinem Portemonnaie die Fliegerei zu ermöglichen“, sagt Großkinsky.

Für eine Jahrespauschale von 220 Euro, 150 Euro für Jugendliche, und einem monatlichen Mitgliedsbeitrag von 55 Euro beziehungsweise 36 Euro für Jugendliche, können hier Interessierte in die Luft. „Wir bieten auch eine Schnuppermitgliedschaft für drei Monate, inklusive fünf Starts mit unserem Schulflugzeug samt Fluglehrer an“, berichtet Großkinsky. Erwachsene zahlen für diese Schnuppermitgliedschaft 180 Euro, Jugendliche 150 Euro.

Der LSV, sagt Schriftführer und Mitgliederverwalter Thomas Gartz, sei ein besonders familienfreundlicher Luftsportverein, mit einer eigenen Flugzeugflotte aus acht Maschinen und wo flugbegeisterte Eltern schon ihren jüngsten Nachwuchs an die Fliegerei heranführen. An langen Wochenenden oder in den Sommerferien ist es beispielsweise nicht unüblich, dass Mitglieder ihre Freizeit im Campingwagen im hinteren Bereich des Vereinsheims verbringen und das Gesellige mit dem Sportlichen verbinden.

Auch das Vereinsheim wurde modernisiert und bekam eine neue Inneneinrichtung.

Während der Pandemie verzeichnete der Verein trotz Einschränkungen und im Gegensatz zu vielen anderen Sportvereinen keine Verluste. Nach wie vor zählt der LSV 60 aktive Piloten im Verein, davon etwa zehn Prozent Frauen. Im Jugendbereich fliegen zehn Jugendliche ab 14 Jahren, berichtet Gartz: „Wir würden uns natürlich freuen, wenn sich noch mehr Frauen und Jugendliche für den Luftsport begeistern lassen.“

Besonders in der Altersspanne zwischen 30 und 45 Jahren gebe es ein kleines Defizit im Verein. „Das ist die Zeit, in der die meisten beruflich stark eingespannt sind, Familien gründen, dann kommt der Sport häufig zu kurz“, urteilt Gartz.

In der Regel nutzten die Vereinsmitglieder die vereinseigenen Flugzeuge. Nur wenige haben sich eine eigene Maschine angeschafft und stationieren diese auf dem Vereinsgelände. Zu der Flotte gehört auch eine 50 Jahre alte Schleppmaschine, mit der die motorlosen Segelflugzeuge vom Flugplatz Leye aus in die Luft gebracht werden.

„Auch diese Maschine ist schon in die Jahre gekommen und auch wenn wir sie regelmäßig warten und pflegen, ist jetzt eine aufwendigere Restaurierung fällig“, berichtet Gomolzig. 90 000 Euro, so kalkuliert der Vereinschef, könnte die aufwendige Restauration kosten, für die der Verein ebenfalls einen Antrag für eine Förderung durch das Programm „Moderne Sportstätten 2022“ gestellt hat. „Wir hoffen auf einen positiven Bescheid. Ohne sie kommen wir nicht in die Luft.“

Wettbewerbe

Das Segelfliegen kann nicht nur als Hobby betrieben werden. Es finden auch Wettbewerbe statt, in denen auch LSV-Mitglieder recht erfolgreich abschneiden. Weitere Infos und Kontakte zum Verein gibt es hier.

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