Buch

Lesefans nehmen das neue Angebot an

Sabine Maurer-Müller hat ein Bücherschränkchen im Freizeitpark Kräwinkel etabliert. Nachbar Dieter Kühne hat es angebracht und nutzt es selbst.
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Sabine Maurer-Müller hat ein Bücherschränkchen im Freizeitpark Kräwinkel etabliert. Nachbar Dieter Kühne hat es angebracht und nutzt es selbst.

Sabine Maurer-Müller hatte die Idee für ein Bücherschränkchen im Freizeitpark Kräwinkel.

Von Claudia Radzwill

An der Wand von Sabine Maurer-Müllers Holzhäuschen zieht das Bücherschränkchen den Blick auf sich. Seit einigen Monaten gibt es das Angebot im Freizeitpark Kräwinkel. „Ich selbst bin ein großer Bücherfan, nutze die Bücherschränke auf dem Marktplatz in Rade, vor der Wupper-Apotheke in Dahlerau und in Beyenburg am Kloster gerne“, erzählt sie. So kam ihr der Gedanke, an ihrem Domizil im Freizeitpark Kräwinkel das „Kräwinkler Bücherschränken“ zu etablieren.

Ein Schild erklärt, was es damit auf sich hat: „Bücher nehmen, geben, tauschen“. Ein Angebot, kostenlos, nachhaltig und immer geöffnet. Am Parkeingang weist ein Hinweisschild auf das Bücherschränkchen hin, ihre Nachbarn im Park hat Sabine Maurer-Müller selbst informiert: „Ich bin mit Teebeuteln und Infozetteln los, habe die Leute angesprochen.“ Nach dem Motto: Zum guten Tee ein gutes Buch.

Ursprünglich hing hier ein eintüriger Schrank. „Der ist bei einem Sturm beschädigt worden. Ich fand auf Ebay dann einen Schrank mit zwei Türen, bei heftigem Wind können die Türen an den Griffen zusammengebunden werden“, sagt Sabine Maurer-Müller. Derzeit finden Lesefans den „Medicus“ von Noah Gordon im Bücherschränkchen, die „Pfeiler der Macht“ von Ken Follet und mehrere Bücher der Autorin Elisabeth George. Außerdem gibt’s Fachlektüre – unter anderem die Zeitschrift „Tierisch bergisch“. „Ich bin eine große Freundin des Tierheims Radevormwald-Remscheid“, sagt die Initiatorin. Und Lektüre, die sich mit Multiple Sklerose beschäftigt steht im Regal – Sabine Maurer-Müller ist selbst betroffen.

Nachbar Dieter Kühne hat das Bücherschränkchen angebracht. „Eine tolle Sache“, findet er. Er bringt gerade drei Bücher zurück – und möchte sehen, ob neuer Lesestoff da ist. Schnell hat er für sich schon etwas Neues gefunden. Krimis seien beliebt, beobachtet Sabine Mauer-Müller. Wer ein Buch entnimmt, ist nicht verpflichtet, ein neues rein zustellen, stellt sie klar.

Dass es im Freizeitpark ein Bücherschränkchen gibt, hat sich längst auf dem nebenliegenden Campingplatz herumgesprochen.

„Ein Camper nahm kürzlich eine ganze Reihe naturheilkundliche Bücher mit – die hatte er hier gar nicht erwartet“, erzählt Sabine Maurer-Müller. Bücher, die rassistisch oder anstößig wären, würde sie sofort aus dem Bestand entfernen. „Das ist aber noch nie vorgekommen.“ Vor dem Bücherschränkchen steht eine Bank, auch sie darf gerne genutzt werden – zum ersten Reinschmökern in ein Buch.

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