Grundschulverbund

Leiterin der Wald-OGS ist mit dem Start zufrieden

Tanja Heynen leitet den Grundschulverband Bergerhof-Wupper.
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Naturnahe Erfahrungen sammeln und sich an der frischen Luft bewegen – das ist das Konzept der Wald OGS.

An den Standorten Bergerhof und Wupper erkunden Grundschüler seit Sommer nachmittags die Natur.

Von Flora Treiber

Radevormwald. Der Grundschulverbund (GVB) Bergerhof-Wupper hat seit diesem Schuljahr eine Wald-OGS für Erstklässler. Die Waldgruppen der Standorte Bergerhof und Wupper ermöglichen den Schülern von Montag bis Donnerstag einen Nachmittag im Grünen mit viel Zeit zum Erkunden der Natur. „Nach dem Mittagessen und den Hausaufgaben gehen die Waldgruppen in den Wald. Freitags wird meistens gebastelt“, erklärte die Schulleiterin Tanja Heynen.

Die Idee für die Waldgruppen der Offenen Ganztagsschule (OGS) ist nicht nur aus der Platznot heraus entstanden, sondern auch aus einem Leitmotiv des Grundschulverbundes. Das heißt: „Wir lernen mit und durch Bewegung“. Heynen: „Die Kinder sollen naturnahe Erfahrungen sammeln und sich an der frischen Luft bewegen. Von dem Konzept sind die Mitarbeiter, die Schüler und Eltern begeistert.“

In Zukunft werden wir einen noch höheren Bedarf für OGS-Plätze abdecken müssen.

Leiterin Tanja Heynen

Für die Waldgruppen der OGS sind keine Bauwagen angeschafft worden, wie es bei ähnlichen Konzepten in Kitas in Radevormwald umgesetzt wurde, sondern es wurden feste Räume eingerichtet. Am Standort auf der Brede wurde ein Pavillon, der früher durch den Kinder- und Jugendtreff „Life“ genutzt wurde, für die Waldgruppe eingerichtet.

In Bergerhof steht ein Raum im Anschluss zu der Turnhalle zur Verfügung. „In den Räumen können die Schüler ihre Wechselkleidung in großen Spinden aufheben, außerdem wurden viele Materialien für die Waldgruppenräume angeschafft. Bei starkem Regen können sich die Gruppen in den Räumen aufhalten“, erläutert die Schulleiterin.

Zu den Spiel- und Lernmaterialien gehören unter anderem Niedrigseilkonstruktionen, Naturforscherausrüstungen, Tarp-Zelte für Regen und Sonne sowie Schnitzmesser.

„Im Laufe des ersten Jahres soll ein Netzwerk aus mehreren Aufenthaltsorten in den Wäldern entwickelt werden, welches dann mit den Koordinaten an den Rettungsdienst und die Feuerwehr weitergegeben wird, um im Notfall erreichbar zu sein“, sagt die Schulleiterin. Das übergeordnete Ziel der Waldgruppen ist ein ganzjähriger Einblick in die Natur des Bergischen Landes. Die Grundschüler können an der frischen Luft toben, entspannen, entdecken und klettern. Die pädagogischen Ziele sind unter anderem die Natur als Lebensgemeinschaft zwischen Tieren, Pflanzen und Menschen zu erfahren sowie sinnliche Erfahrungen mit der Natur zu sammeln.

Tanja Heynen leitet den Grundschulverband Bergerhof-Wupper.

Für die Wald-OGS wurden die pädagogischen Mitarbeiter zu Naturerziehern ausgebildet, damit sie die Natur in ihre Angebote einbeziehen können. Geplant ist, dass externe Honorarkräfte an der Gestaltung der Waldgruppen beteiligt werden und zum Beispiel eine Einführung in das Bogenschießen anbieten oder mit den Kindern einen Schnitzführerschein machen. Damit die Zeit in der Natur voll ausgeschöpft werden kann, werden die Erstklässler der Waldgruppen nachmittags erst um 15.45 Uhr von ihren Eltern abgeholt. Die pädagogische Gesamtleitung für die OGS hat Sarah Riewe an den Grundschulen in Bergerhof und den Wupperorten.

Zum Grundschulverbund gehören insgesamt 328 Schüler, von denen 239 das nachmittägliche Betreuungsangebot in Anspruch nehmen. Die Tendenz steigt. „In den meisten Familien müssen beide Elternteile arbeiten. In Zukunft werden wir einen noch höheren Bedarf für OGS-Plätze abdecken müssen“, erklärt Tanja Heynen. Die zwei Gruppen für die Wald-OGS sind nach den Sommerferien gut gestartet und werden sich im Laufe des Schuljahres weiterentwickeln.

Qualitätsanalyse

Der Grundschulverbund (GVB) Bergerhof-Wupper hat bei der Qualitätsanalyse der Bezirksregierung Köln gut abgeschnitten. Die Qualitätsanalyse überprüft und sichert die Schul- und Unterrichtsqualität und gewinnt Erkenntnisse zu Fragen, wie „Wie lehren Lehrer?“, „Wie leben und arbeiten die schulischen Gruppen?“ oder „Wie führt die Schulleitung die Schule?“ Nach einem Jahr Vorbereitungszeit und der Erarbeitung von vier Leitthemen für die Grundschule, waren die Mitarbeiter der Bezirksregierung in diesem Frühjahr zu Gast an der Schule, die anhand von Unterrichtsbeobachtungen, Interviews und pädagogischen Konzepten bewertet wurde. „Wir haben mit bemerkenswerten Ergebnissen abgeschnitten“, sagt Tanja Heynen.

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