Wiedersehen

Landschüler tauschen Erinnerungen aus

Schülertreffen im Landhaus Önkfeld: Über 50 ehemalige Schüler/innen trafen sich im Landhaus Önkfeld. (v.l.) Almut Rüggeberg (Radevormwald/Organisation), Ralf Reichenberg (Oberbayern), Eberhard Holberg (Oberbayern), Ursula Hansen (Radevormwald/Organisation), Ingulf Thiemann (Weilburg/Hessen), Annette Brandt (Chur/Schweiz) und sitzend in der Bildmitte, Christhilde Stappert (Alzey/Rheinland-Pfalz)
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Schülertreffen im Landhaus Önkfeld: Über 50 ehemalige Schüler/innen trafen sich im Landhaus Önkfeld. (v.l.) Almut Rüggeberg (Radevormwald/Organisation), Ralf Reichenberg (Oberbayern), Eberhard Holberg (Oberbayern), Ursula Hansen (Radevormwald/Organisation), Ingulf Thiemann (Weilburg/Hessen), Annette Brandt (Chur/Schweiz) und sitzend in der Bildmitte, Christhilde Stappert (Alzey/Rheinland-Pfalz)

Wiedersehen von 50 Ehemaligen aus Remlingrade.

Von Cristina Segovia Buendia

Radevormwald. Am vergangenen Samstagabend schwelgten 50 Schüler der ehemaligen Landschule Remlingrade bei einem großen Schülertreffen in Erinnerungen. Auch die Söhne des ehemaligen Lehrers Rudolf Thiemann schauten vorbei.

Das freudige Wiedersehen erlebten die 50 ehemaligen Weggefährten der Abschlussklassen von 1953 bis 1975 der ehemaligen Landschule Remlingrade ausgerechnet in einer anderen ehemaligen Landschule, nämlich im Nachbarort Önkfeld. Hier saßen die früheren Schulkameraden beisammen und plauderten. „Es waren immer wieder Lachsalven an den Tischen zu hören“, berichtet Ursula Hansen (72) erfreut. Mit ihrer drei Jahre jüngeren Schwester Almut Rüggeberg hatten sie das nunmehr insgesamt sechste Schülertreffen organisiert, ziemlich genau 40 Jahre nach der ersten Übereinkunft.

„84 Briefe haben wir insgesamt herausgeschickt. 50 Personen sind am Ende gekommen“, freut sich Hansen. Mittlerweile seien 22 ehemalige Klassenkameraden gestorben. Die ältesten seien mittlerweile weit über 80 Jahre alt. Und obwohl die meisten noch in der alten Heimat verwurzelt sind, größtenteils in der Stadt leben und sich immer mal wieder beim Einkaufen begegnen, gab es auch ein Wiedersehen mit Mitschülern, die sich nahezu ein halbes Jahrhundert nicht mehr gesehen hatte, berichtet Hansen. „Besonders gefreut hat es mich, dass viele zum ersten Mal dabei waren.“ Ein neues Kennenlernen stand für die früheren Klassenkameraden an. „Einige hat man nicht mehr auf Anhieb wiedererkannt, erst beim Sprechen wusste man dann, wer einem da gegenübersteht“, erzählt Hansen und schmunzelt.

Sie selbst habe eine durchweg positive Erinnerung an ihre Schulzeit, auch wenn damals ein anderer Wind wehte und es zur Erziehung dazugehörte, dass der Lehrer bei Ungehorsam mal mit dem Rohrstock auf die Schülerfinger schlug. „Das haben meistens aber nur die Jungs abbekommen“ erinnert sich Hansen. Diese waren aber auch so pfiffig, den alten Haselnussstock mit Zwiebeln einzureiben, so dass er mit der Zeit spröde wurde und beim Schlag brach.

Viel lieber erinnert sich Hansen an einen Aprilscherz, der die Klassen eine Wanderung kostete, denn Lehrer Thiemann fand den Scherz überhaupt nicht lustig: „Früher gab es in der Schule überhaupt kein Telefon. Wer in der Schule anrufen oder mit dem Lehrer reden wollte, der rief dann in der benachbarten Gaststätte vom Berg bei Tante Hanni an. Am ersten April also gingen wir zu Lehrer Thiemann und sagten, dass da jemand bei Tante Hanni für ihn am Telefon sei. Er lief zur Gaststätte rüber, und als er wiederkam, riefen wir alle ‚April, April‘.“ Zur Strafe strich Thiemann den geplanten Wandertag.

Die weiteste Anreise unternahmen diesmal Mitschüler aus der Schweiz und Süddeutschland. Auch einer der Söhne des früheren Lehrers Rudolf Thiemann wohnt mittlerweile im Süden der Republik und ließ es sich nicht nehmen, beim Wiedersehen dabei zu sein. „Die Söhne waren keine Mitschüler von uns, aber dadurch, dass sie in der Schule wohnten, kannten wir sie natürlich alle“, erklärt Hansen.

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