Radevormwald

Nacht der Museen: Kulturfreunden geht das Herz auf

Die Vorsitzende des Heimatmuseums Ursula Mahler am alten Ofen mit Waffeleisen.
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Die Vorsitzende des Heimatmuseums Ursula Mahler am alten Ofen mit Waffeleisen.

Rückkehr der Nacht der Museen ein voller Erfolg – Mehrere Hundert Besucher

Von Cristina Segovia-Buendía

Radevormwald. Die Hoffnung, dass die nunmehr dritte Auflage der Museumsnacht in Radevormwald nach Lockdowns und Schließungen, Umzug und Sperrungen zahlreiche Besucher in ihre Räumlichkeiten locken würde, hegten alle Museumsbetreiber im Vorfeld der Nacht. Für einige sollte es ein Neubeginn sein, für andere eine langersehnte Rückkehr.

Mit entsprechender Vorfreude hatte das Team im Wülfing-Museum seine Ausstellungsräume präpariert und überall kleine Windlichter verteilt, die eine ungewohnte Atmosphäre schafften.

„Alle vier Museen haben sich auf das Thema Licht geeinigt“, verriet Karola Johnen. „Um diesbezüglich mit dem Asiatischen Museum mithalten zu können, haben wir 50 kleine Lichter aufgestellt und drei Feuerstellen angeschafft“, sagte die zweite Vorsitzende mit einem Augenzwinkern.

Kurz nach 19 Uhr, als der frisch gebackene Flammkuchen noch im Ofen garte, schauten sich die ersten interessierten Besucher neugierig um. „Es ist üblich, dass die Besucher dieser Nacht bei uns beginnen, dann über das Heimat- und Zweiradmuseum schließlich im Asiatischen Museum den Abend ausklingen lassen“, berichtete Johnen.

Klug aber war, wer frühzeitig zum Asiatischen Museum fuhr, denn die hübsch beleuchtete Außenanlage war schon früh am Abend absoluter Anziehungspunkt der Besucher. Mehrere Hundert Gäste saßen hier gemütlich unter freiem Himmel, genossen das Ambiente und die Darbietungen, die eine chinesische Tanzgruppe vorführte. Das Museum selbst aber, das an diesem Abend fünf Euro Eintritt kostete, blieb so gut wie leer. Nur wenige schauten sich in der Ausstellung um.

Dafür begegnete man in den anderen Museen immer wieder Menschen, die man kurz zuvor an anderer Stelle gesehen hatte: Im Heimatmuseum etwa liefen sich Besucher fast schon schmunzelnd über den Weg. „Wir haben bereits die 100 Besucher geknackt“, freute sich die ehrenamtliche Museumsmitarbeiterin Ulrike Kunze, die am Eingang zum Heimatmuseum die Besucher begrüßte und sie einlud, sich ins Gästebuch einzutragen. „Besonders gefreut hat mich, dass diesmal auch viele Jugendliche, Zehn- bis 14-Jährige, gekommen sind.“ Das bestätigte auch Vereinsvorsitzende Ursula Mahler.

Neugierig schauten sich auch Tanja (38) und ihre Mutter Krimhild (65) in den Ausstellungsräumen um. Das Heimatmuseum sei ihnen durchaus bekannt, doch nach der langen Zeit empfanden sie es dennoch spannend, wieder in den vertrauten Räumen möglicherweise auch das ein oder andere Neue zu entdecken. „Ich komme gerne“, urteilte Krimhild. Für Tanja war die Nacht der Museen eine gute Gelegenheit, die Vorzüge der Heimat etwas besser kennenzulernen. „Das Asiatische Museum beispielsweise kannte ich vorher noch nicht. Das habe ich heute zum ersten Mal besucht.“

Mit Lichtern und Plakaten versuchte das IG Bismarck Museum am neuen Standort in der Leimholer Straße auf sich aufmerksam zu machen. Für den Verein war es die erste offizielle Veranstaltung in den neuen Räumen. Regulär ist das Museum noch nicht geöffnet. Doch die Sorge, der Umzug sei nicht allen bekannt, war unberechtigt: Auch das Zweiradmuseum freute sich über regen Zuspruch.

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