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Koordinatorin stellt „aktiv55plus“ vor

Kyra Springer leitet die Geschäfte des Trägervereins.
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Kyra Springer leitet die Geschäfte des Trägervereins.

Kyra Springer berichtete bei Kolpingsfamilie über Aktionen und Hilfestellungen für Ältere

Radevormwald. Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das Sprichwort könnte auch als Metapher für die breit aufgestellte Seniorenarbeit in Radevormwald herangezogen werden. Denn was die Stadt in diesem Bereich zu bieten hat, lässt andere Kommunen vor Neid erblassen, weiß Kyra Springer.

Die gelernte Altenpflegerin und studierte Pflegemanagerin aus Köln, trat vor zehn Jahren die Stelle als Koordinatorin eines WHO-Projekts in Rade an, das sich in mittlerweile zehn Jahren zu einem unerlässlichen Partner für die Stadt entwickelt hat.

Die Rede ist vom Trägerverein „aktiv55plus“, ein Verein, der sich in der Stadt um die Seniorenarbeit kümmert und neben zahlreichen Beratungsangeboten, wie Wohn- und Pflegeberatungen oder auch zu Vollmachten und Patientenverfügungen, auch Freizeitaktivitäten und Hilfen für Senioren anbietet, sowie Kontakte ermöglicht. Ein breit aufgestelltes Netzwerk, das ohne die zahlreichen Ehrenamtler nicht funktionieren würde, ist sich Springer bewusst.

Der gemeinnützige Verein ist mit insgesamt zwei festangestellten Stellen ausgestattet, von denen 1,5 Stellen von der Stadt finanziert sind. 0,5 Stellen finanziert das Sana-Klinikum. Einen weiteren festangestellten Mitarbeiter mit einer 0,14-Stelle, also etwa sechs Stunden pro Woche, erklärt Springer, leistet sich der Verein selbst. Für diese personelle Ausstattung, berichtet die Koordinatorin, „werden wir vom Kreis beneidet.“ Im Vergleich sei nur Gummersbach besser ausgestattet, mit 2,5 Stellen.

Nicht alle Angebotewerden auch angenommen

Doch neben der Frage der Finanzierung der Seniorenarbeit in der Stadt, klärte Springer die Teilnehmer des Kolpingabends über das reichhaltige Angebot auf. Im Begegnungscafé etwa, von der Stadt betrieben, vom Verein organisiert, finden zahlreiche Treffen und Angebote statt: zwei Selbsthilfegruppen, eine für Menschen mit Demenz, die andere für Menschen mit Atemwegserkrankungen tagen regelmäßig unterm Dach des Vereins.

Hinzu kommen das beliebte Reparaturcafé sowie die wiederbelebte Rader Hilfsbörse. Der Verein organisiert eigenständig aktivierende Hausbesuche für ältere Bürger, um sie nach einem langen Arbeitsleben aus der Isolation ihrer vier Wände zu holen und ihnen durch die zahlreichen Angebote neue Aufgaben zu vermitteln, die ihnen Lebensfreude wiederbringen. So konnten beispielsweise Herren in der Rente, Hobbytüfftler und Fachleute für das Reparaturcafé gewonnen werden, berichtete Springer.

Doch längst nicht alle Angebote fruchten. Das Rotkäppchen-Projekt in den Wupperorten etwa, bei dem Senioren auf Anfrage Besuche von Ehrenamtlern erhalten, die mit Kaffee und Kuchen für ein Pläuschchen vorbeikommen, werde so gut wie gar nicht nachgefragt, obwohl der Verein von vielen Seiten die Rückmeldung erhalten habe, dass das eine gute Idee sei. „Gut gedacht ist eben nicht immer gut gemacht“, bemerkte Springer: „Wenn jemand von ihnen eine gute Idee hat und bereit ist, etwas zu organisieren, sind wir offen, um Neues auszuprobieren und zu unterstützen.“ sebu

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