Kita

Kinder wünschen sich ein Baumhaus

Kita-Leiterin Sylvia Köster (links) und Nicole Buscher (rechts) freuen sich mit Finja, Liam, Raphael, Lilly und Clara auf das neue Baumhaus – doch bis dahin muss noch Geld gesammelt werden.
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Kita-Leiterin Sylvia Köster (links) und Nicole Buscher (rechts) freuen sich mit Finja, Liam, Raphael, Lilly und Clara auf das neue Baumhaus – doch bis dahin muss noch Geld gesammelt werden.

Kindergarten Himmelswiese möchte Außenbereich neu gestalten.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Radevormwald. Die Kinder der Kita Himmelswiese haben einen großen Wunsch: ein Baumhaus auf ihrem Gelände an der Stauffenbergstraße. Es wäre die Krönung der Neugestaltung des Areals, die nun ansteht. „Wir hatten vor einigen Jahren eine TÜV-Überprüfung unseres Außenbereichs. Dabei kam heraus, dass einige der Spielgeräte überholt werden müssten“, sagt Einrichtungsleiterin Sylvia Köster.

Wer weiß, wie teuer neue Spielgeräte sind, kann sich vorstellen, dass eine Renovierung oder Reparatur auch nicht billig sein wird. „Wir hätten viel investieren müssen“, bestätigt Köster.  Zugleich habe man seit geraumer Zeit den Wunsch gehegt, das Gelände konzeptionell umzugestalten. „Wir haben schon länger die Idee, den großen Außenbereich naturnäher zu gestalten“, sagt die Leiterin.

Die desolaten Spielgeräte seien abgebaut worden – mit interessanten Folgen. „Wir hatten plötzlich sehr viel mehr Platz im Freien. Das war klar. Aber dass sich das Spielverhalten der Kinder geändert hat, war vielleicht nicht unbedingt zu erwarten“, sagte Sylvia Köster. Just in dieser Zeit hätten einige Kolleginnen eine Fortbildung zu Thema „Außengelände für und mit Kindern naturnah gestalten“ des Vereins für Psychomotorik in Bonn besucht. Dabei sei ein Baumhaus vorgestellt worden. „Der Referent meinte auch, dass wir mit unserer großen Wiese und dem üppigen Außenbereich sehr gut für so ein Baumhaus geeignet wäre“, sagt die Einrichtungsleiterin. Die Idee, auch so ein Baumhaus auf der Himmelswiese zu bauen, sei damit geboren gewesen.

Das Baumhaus soll von Oliver Trapp gebaut werden, einem Möbel- und Kinderspielgeräte-Hersteller aus Remscheid. „Gemeinsam haben wir ein Konzept entwickelt, Oliver Trapp hat ein gutes Gespür dafür, was für ein Bauhaus für Kindergartenkinder wichtig ist“, sagt Sylvia Köster. Der letzte Schritt sei nun gewesen, den Träger vom neuen Konzept zu überzeugen. „Am vergangenen Dienstag war die Sitzung, in der wir alles vorgestellt haben – und wir haben grünes Licht bekommen“, sagt die Einrichtungsleiterin.

30.000 Euro wird das Baumhaus kosten

Auch die Eltern seien zwischenzeitlich informiert worden, die Begeisterung sei auch hier sehr groß gewesen. „Die Eltern waren Feuer und Flamme – und die Kinder hätten am liebsten gestern schon das Baumhaus auf der Wiese gehabt“, sagt Sylvia Köster schmunzelnd.

30.000 Euro wird das Baumhaus kosten – eine stolze Summe, die erste einmal aufgebracht werden müsse. Natürlich nicht alleine durch Spenden. „Der Träger und der Förderverein werden sich ebenfalls beteiligen – aber für den Rest müssen wir auf alle möglichen Weisen Spenden sammeln“, sagt die Einrichtungsleiterin.

Eine Möglichkeit seien die diversen Feste und Märkte, auf denen sich die Mitarbeiterinnen des Kindergartens jeweils mit Verkaufsständen präsentierten. „Wir haben den Auftakt beim Martinsmarkt mit Kaffee, Waffeln und Kuchen gemacht“, sagt Sylvia Köster. Sie werde allerdings auch auf Unternehmen zugehen und bei der Bürgerstiftung der Sparkasse um Unterstützung anfragen. Sie sei auch guter Dinge, was die Reaktionen angehe. „So ein Baumhaus ist ein Zukunftsthema, ich glaube, dass es auch in diesen eher schweren Zeiten Unterstützung finden wird“, sagt sie.

Das Haus existiert derzeit nur auf Plänen. „Ich hoffe sehr, dass die jetzigen Vorschulkinder die Umsetzung noch mitbekommen werden – aber das hängt natürlich von vielen Faktoren ab, die wir nicht unbedingt beeinflussen können“, sagt Sylvia Köster. Auf der einen Seite sei das natürlich die Finanzierung, auf der anderen Seite aber auch die Materialien, die verfügbar sein müssten. „Das Haus steht auf acht Pfählen, es wird zwei Zugänge haben – das ist aus Brandschutzgründen eine Voraussetzung. Einer davon ist die Rutsche, ein anderer der hölzerne Zuweg“, sagt Sylvia Köster.

Der Ort für das luftige Domizil ist schon ausgeguckt. Das Baumhaus soll an einem großen Silberahorn angebracht werden. Der Baum steht mitten auf der Himmelswiese, es ist gut vorstellbar, wie das Baumhaus schon bald von den Kindern der Kita in Beschlag genommen wird. „Und auch von den Mitarbeiterinnen – denn es wird im Inneren hoch genug gebaut werden, dass auch Erwachsene dort stehen können“, sagt die Einrichtungsleiterin. Dass der Baum die Belastung auch tragen kann, sei natürlich abgeklärt worden. „Wir hatten eine Begehung durch die Baumbeauftragte der Stadtverwaltung – auch hier haben wir grünes Licht bekommen“, betont Sylvia Köster.

Hintergrund

Baum: Der Silberahorn gehört zur Gattung der Ahorne und kommt ursprünglich aus Nordamerika. Der laubtragende Baum ist im Winter kahl und gehört zu den Zierpflanzen. Den Baum gibt es seit dem frühen 18. Jahrhundert auch in Europa.

Größe: Der Silberahorn wächst pro Jahr etwa einen halben Meter in die Höhe und etwa 35 Zentimeter in die Breite. Durchschnittlich gewachsene Bäume werden von 20 bis 40 Meter hoch. Charakteristisch sind die weit ausladenden Äste, die zudem tief herabhängen.

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