Bühne

Kinder haben ihren großen Auftritt

Schaulspiel-Nachwuchs: Die „Maxikinder“ haben ein kleines Theaterstück einstudiert und dieses im Bürgerhaus präsentiert.
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Schaulspiel-Nachwuchs: Die „Maxikinder“ haben ein kleines Theaterstück einstudiert und dieses im Bürgerhaus präsentiert.

Die Großen in der Kita an der Kottenstraße haben ein kleines Musical für die Weihnachtsfeier einstudiert.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Lange Monate der Corona-Pandemie liegen hinter den Kindern und Mitarbeiterinnen des Evangelischen Familienzentrums Kottenstraße – wie auch hinter allen andern Schulen und Kitas. Und da muss es sich am Freitagnachmittag im großen Saal des Bürgerhauses wie eine doppelte Erleichterung anfühlen, endlich wieder eine Weihnachtsfeier feiern zu können.

Die „Maxikinder“, also die größeren Kita-Kinder aus der Kottenstraße, haben für ihre Feier ein kleines Musical über die Weihnachtsgeschichte einstudiert, das den passenden Titel „Freude, Freude“ trägt, und das sie auf der großen Bühne präsentieren – unterstützt von Lothar Körschgen am Keyboard.

Fantasievolle Bühnendekound Kostüme

Inhaltlich geht es um die wohl bekannteste Herbergssuche aller Zeiten. Maria und Josef sind auf dem Weg, um eine Unterkunft in Bethlehem zu finden, in der das Jesuskind zur Welt kommen kann. Zuerst müssen sie sich aber vergeblich von Gasthaus zu Gasthaus schleppen, was mit fantasievoller Bühnendekoration sehr schön dargestellt wird, während mit dem Lied „Kein Platz, kein Platz!“ aus vielen Kinderkehlen die passende akustische Untermalung für diese an sich sehr traurige Situation kommt.

Schließlich findet das Paar aber den Stall, in dem zwar in ärmlicher, dafür aber heimeliger Atmosphäre im Verlauf der Heiligen Nacht der Heiland geboren wird – „Freude, Freude“ herrscht da dann nicht nur bei Maria und Joseph, sondern auch bei Ochse, Esel, den Engeln, den Hirten – und natürlich auch bei den vielen Besuchern im Bürgerhaus, die mit Applaus nicht sparsam sind.

Die Bühne ist insgesamt sehr liebevoll gestaltet – etwa mit einem großen Schaf, der Futterkrippe im Stall und einem leuchtenden Lagerfeuer der Hirten. Dazu kommen die fantasievollen Kostüme, in die die Kinder gewandet sind. Seien es die Weisen aus dem Morgenland in ihren prunkvollen Kleidern, die weiß-goldenen Gewänder der Engel oder auch die Schlapphüte der Hirten – das ist alles sehr liebevoll und detailreich. Man merkt, dass die Kinder und auch die Erzieherinnen zum einen viel Spaß an der Vorbereitung hatten, aber auch, dass sie eine Menge Fantasie bei der Umsetzung haben walten lassen.

Umso eindrucksvoller wird die etwa halbstündige Aufführung, wenn man bedenkt, dass die Kinder am Freitagnachmittag zum ersten Mal alle gemeinsam auf der Bühne stehen. Wegen zahlreicher Krankheitsfälle, sowohl beim Personal als auch in den Reihen der Kinder, sei eine gemeinsame Probe vorher tatsächlich nicht möglich gewesen. Dafür hat das alles sehr gut geklappt, was die „Maxikinder“ da auf die Beine gestellt haben.

Und auch wenn es zwischendurch immer wieder Szenenapplaus für diese tolle Aufführung gibt, ist das doch alles nichts gegen den kräftigen Abschlussapplaus, den es nach dem letzten Lied, dem titelgebenden „Freude, Freude“ zu hören gibt. Und, quasi als eine Art Zugabe, wird dann auch noch entsprechende Publikumsbeteiligung eingefordert – indem Großeltern, Eltern und Geschwisterkinder zuerst den eingängigen Refrain von „Freude, Freude“ des Komponisten Andreas Seibold noch einmal mitsingen dürfen. Danach gibt es noch eine Strophe des Weihnachtslieds „Oh, du fröhliche“ als Zugabe. Erneut mit kräftiger Beteiligung des Publikums. Und weil draußen trotz Sonnenscheins Minustemperaturen herrschen kommt im Anschluss tatsächlich für zumindest einen kleinen Augenblick Vorweihnachtsstimmung auf.

Hintergrund

Kitas: In Radevormwald gibt es drei Kindergärten in Trägerschaft des Evangelischen Kindertagesstättenverbands. Diese sind die Kita Himmelswiese, die Kita Uelfestraße sowie die Kita und Familienzentrum Kottenstraße.

Gremium: Ein Gremium aus Mitgliedern der Presbyterien der Lutherischen und der Reformierten Kirchengemeinde kümmert sich um die Belange der drei Kitas – etwa in Hinsicht auf die pädagogische Arbeit, die Gruppenstruktur oder den Haushaltsplan.

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