Der Kinder-Gottesdienst steht vor dem Aus

Gemeinsam über Grundsätzliches nachdenken: Georg Kalkum inmitten seiner Schützlinge in St. Josef.
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Gemeinsam über Grundsätzliches nachdenken: Georg Kalkum inmitten seiner Schützlinge in St. Josef.

GEMEINDE Mitgebracht hat Georg Kalkum die Idee aus seinem Anerkennungsjahr in Marienheide: ein Gottesdienst für Kinder. "Ich habe das in meiner ersten Anstellung in Kerpen umgesetzt", erzählt der Gemeindereferent der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Rade-Hückeswagen.

Allerdings fehlte damals noch die Regelmäßigkeit. Die kam dann in Radevormwald hinzu, in das es Kalkum vor 20 Jahren verschlug. Monatlich bat er Kinder und Eltern zur Kinderkirche nach St. Josef Vogelsmühle.

Und das wird er auch morgen wieder tun, zum letzten Mal. "Die Zukunft der Kinderkirche ist ungewiss", sagt Kalkum. Denn er selbst wechselt nach Wipperfürth und bleibt als Referent für Ehepastoral in Rheinberg und Oberberg nur mit einer halben Stelle in Radevormwald.

"Seine" Kinderkirche wird Kalkum vermissen. Weil sie auch die Erwachsenen zum Nachdenken bringt. "Man muss zum Elementaren zurück", sagt er. "Zurück zu den Grundaussagen über Gott, über Jesus."

Kalkum weiß, dass die katholische Kirche sich schwer tut mit lebensnaher Kommunikation. Und genau das unterwandert die Kinderkirche. Geholfen hätten ihm dabei im Vorbereitungskurs stets die Eltern. "Sie haben mich auf den Boden geholt."

Das Motto für den Sonntag spiegelt wider, was Kalkum mit auf den Weg geben wollte: "Gott ist die Liebe". "Du bist gewollt, du bist einmalig. Das wollte ich den Kindern vermitteln."

Kalkum sieht das Ende aber auch als Chance. Als Atempause, die vielleicht zu neuer Belebung führe. "Der Besuch ist zurückgegangen." Das Pastoralkonzept sehe eine Kinderkirche ausdrücklich vor, vom Pfarrgemeinderat weiß sich Kalkum unterstützt. "Mit neuem Konzept kann in der Kinderkirche neues Leben einziehen."

Kinderkirche in St. Josef am 15. Juni, 11.30 Uhr.

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