Kidscamp

Kinder gewöhnen sich schnell an die Natur

Hatten sichtlich Spaß (v. l.): Hanna (10), Nelly (8) und Dana (11).
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Hatten sichtlich Spaß (v. l.): Hanna (10), Nelly (8) und Dana (11).

Zum fünften Mal bot die Evangelische Jugend ein Kidscamp an.

Von Cristina Segovia-Buendía

Radevormwald. Der Wind klingt zeitweise bedrohlich zwischen den Bäumen. Die aufgebauten und am Boden verankerten Zelte wackeln ein wenig, doch die Kinder an der langen Tafel unter einem schützenden Baum scheinen völlig unbeeindruckt und freuen sich stattdessen auf die Pizza. Der Hunger ist groß, doch die Freude über das anstehende Wochenende ist größer. Es ist Freitagabend, ihr erster Abend im Kidscamp der Evangelischen Jugend.

Die Kinder scheinen bestens gelaunt und erwartungsvoll auf die kommenden Stunden zu blicken. Hanna (10) ist bereits zum zweiten Mal dabei. Als „Mädchen vom Dorf“, hat sie laut eigener Aussage, überhaupt keine Angst vor den nächtlichen Geräuschen: „Wir wohnen auf einem Hof, haben selber Ziegen, Schafe und Kühe. Ich kenn das schon“, sagt die Zehnjährige selbstbewusst. „Ich habe da keine Angst, ich finde das eher lustig, obwohl ich schon ein wenig aufgeregt bin, weil ich gehört habe, dass es wieder Wölfe geben soll.“

Gezeltet hat Hanna schön öfter. „Das mache ich eigentlich regelmäßig bei uns im Garten. Ich liebe es, draußen zu sein, und mag sowas sehr gerne.“ Auf die Abende am Lagerfeuer mit Marshmallows, Stockbrot und spannenden Geschichten freut sich die Zehnjährige, besonders aber auf die Fahrt ins Schwimmbad.

Das Handy ist schon nach kurzer Zeit vergessen

Für Nelly (8) und Dana (11) ist es ihr erstes Kidscamp. Im Gegensatz zu Dana, die ebenfalls häufiger im hauseigenen Garten zeltet, hat Nelly noch keine Zelterfahrungen. „Ich freue mich aber sehr darauf, finde das eigentlich sehr schön.“ Ob sie in der Nacht Angst habe, die Tiere zu hören, weiß sie noch nicht. Doch Dana beruhigt die Freundin. „Sie braucht keine Angst haben, wir schlafen zusammen in einem Zelt.“

Zum fünften Mal nun schon bietet die Evangelische Jugend das Kidscamp an. Eine beliebte Veranstaltung, weiß Jugendleiterin Julia Müller: „Für die Kinder ist das ein absolutes Highlight.“ In der Regel gehe es ganz schnell, dass sich die Kinder an die Natur gewöhnen und prompt das Handy vergessen. „Länger als einen Tag hält der Akku eh nicht und eine Steckdose haben wir nicht“, sagt Müller schmunzelnd. Statt zu daddeln, werden beim Kidscamps handwerkliche Fähigkeiten und Gruppenarbeit gefördert.

„Nach einem ersten Kennenlernen und Wiesenspiele sowie dem Ausflug ins Schwimmbad werden wir aus Holz eigene Brettspiele bauen“, berichtet die Jugendleiterin. Abends gibt es dann ein Lagerfeuer und Geschichten. Am Sonntag werden die Kinder ebenfalls bei Waldspielen kreativ, ehe das Zeltlager auch schon wieder abgebaut werden muss. Aus Erfahrung weiß Müller, dass das immer der schwierigste Zeitpunkt sei, denn wer einmal Geschmack an Zeltlager und Gemeinschaft gefunden habe, der komme immer gerne zurück.

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