Aktion

20 Kinder bestehen ihre Fahrradprüfung

Vor der Prüfung gab es noch Tipps von Hans Peter Schneider von der Verkehrs- und Unfall-Prävention der Polizei. Fotos: Claudia Radzwill
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Vor der Prüfung gab es noch Tipps von Hans Peter Schneider von der Verkehrs- und Unfall-Prävention der Polizei.

Aktion der Verkehrsunfallprävention der Kreispolizei Oberberg unter Corona-Bedingungen.

Von Claudia Radzwill

Am Freitagmorgen waren Uwe Petsching und Hans Peter Schneider von der Verkehrsunfallprävention der Kreispolizei Oberberg in der Bergstadt, um 20 Kindern die Radfahrprüfung abzunehmen. Konzentriert ging es für die Mädchen und Jungen mit ihren Rädern zunächst auf dem Parkplatz des „Life-Ness“ an der Kottenstraße auf den Geschicklichkeitsparcours. Alle Hütchen, in einer Reihe angeordnet, mussten umrundet werden.

Dann ging es in eine Kurve, vorbei an Polizeihauptkommissar Petsching. Der gab ihnen während der Fahrt einen Tennisball in eine Hand. Mit der anderen musste weiter gelenkt werden. Damit wurde das Handzeichen geben fürs Abbiegen trainiert. „Wegen Corona ist die Fahrradprüfung in allen Radevormwalder Grundschulen ausgefallen“, sagte Thomas Thoene vom Jugendamt am Morgen. Nun wurde ein gemeinsames Angebot des Amtes mit der Kreispolizei auf die Beine gestellt.

Den Anstoß dazu gab Sonja Rosar, deren Tochter Anneke in diesem Sommer die Grundschule beendete. „Meine beiden Großen haben den Fahrradführerschein gemacht. Ich fand das immer wichtig, habe meinen Kindern gesagt:

Auf dem Parkplatz des Life-Ness wurde das einhändige Fahren sowie das Kurvenfahren im Parcours geübt.

Wenn ihr die Prüfung habt, dürft ihr allein in die Stadt fahren“, erzählte sie. Mit der Klassenlehrerin kam sie darüber ins Gespräch, beide suchten nach Möglichkeiten, die Prüfung nachzuholen. Sie nahm Kontakt mit der Präventionstelle der Polizei auf, dann auch mit dem Rader Jugendamt. „An beiden Stellen stieß ich auf offene Ohren.“ Man fand zusammen eine Lösung: eine zweitägige Fahrradprüfung in den Sommerferien.

Die Nachfrage war groß. „Auf meinen Aufruf waren die Plätze schnell besetzt“, erzählte Sonja Rosar. Beim ersten Treffen gab es viel Theorie und Training. „Wir sind mit den Kindern das Anfahren mit dem Rad, das Abbiegeverhalten und das Vorbeifahren an Hindernissen durchgegangen,“ erzählte Uwe Petsching. Außerdem wurde jedes Rad von den beiden Polizisten auf die Verkehrssicherheit hin überprüft.

„Das Linksabbiegen ist gar nicht so einfach.“
Alina (10)

„Ein ganz wichtiges Thema war auch der Helm“, sagte Petsching. Da kommt es nicht nur auf die richtige Größe an, auch die Kinngurte müssen fest sitzen. Die Fragebögen für die Theorie gab es dann mit nach Hause. Mit Mama und Papa wurde – ausnahmsweise – dieser Teil der Prüfung in den eigenen vier Wänden durchgeführt. „Und alle haben bestanden“, sagte Uwe Petsching.

Am Freitag stand dann die praktische Prüfung an. Nach dem Parcours auf dem Parkplatz führte der Prüfungsweg über die Carl-Diem- und Ritter-von-Halt-Straße. Dort musste oft die Regel „rechts vor links“ beachtet werden – und auch das Linksabbiegen gehörte zum Rundweg dazu. Dinge, die knifflig sind. Das fanden auch Alina und Jonas. „Das Linksabbiegen ist gar nicht so einfach“, erzählte die Zehnjährige. „Erst muss ich mich umsehen, dann das Handzeichen geben, dann umsehen und dann fahren, wenn kein Auto entgegenkommt.“ Diese Regeln hatten sie alle gelernt, und am Ende setzten sie sie auch alle richtig um. Die Eltern fungierten als Streckenposten – wie in den Jahren zuvor auch. Auffällig war jedoch die große Anzahl an Vätern, die dieses Mal dabei waren. „Die haben wir sonst nicht“, sagte Uwe Petsching. „Viele haben noch Urlaub, das merkt man.“

Nicht nur um das Fahrradtraining für Grundschulen kümmern sich Uwe Petsching und Hans Peter Schneider. „Mit einem zur Puppenbühne umgebauten Bus geht es in die Kindergärten zur verkehrspädagogischen Erziehung“, erklärte Schneider. In den weiterführenden Schulen gibt es die warnenden „Crash-Kurse“. Zugenommen haben Fahrradeinsteiger-Kurse für Senioren - da die sich heute oft ein Pedelac zulegen. Auch der Opferschutz gehört zum Aufgabengebiet von Uwe Petsching und Hans Peter Schneider.

Kurse

Der Crash-Kurs ist ein Verkehrsunfallpräventionsprogramm für weiterführende Schulen und Berufskollegs. Ohne erhobenen Zeigefinger wird klar gemacht, wie lebensgefährlich riskantes Verhalten auf der Straße ist. In der Seniorenprävention geht die Verkehrssicherheitsberatung einen gemeinsamen Weg mit dem Kommissariat Vorbeugung.

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