Aktion

Kampfsporttag ist ein Erfolg

Die Resonanz auf die Veranstaltung in der Dreifachsporthalle übertraf die Erwartungen.
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Die Resonanz auf die Veranstaltung in der Dreifachsporthalle übertraf die Erwartungen.

Bei Premiere wurde hohe Spendensumme fürs Bergische Kinder- und Jugendhospiz Burgholz gesammelt.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Radevormwald. Der Jubel ist groß in der Dreifachsporthalle an der Hermannstraße, als Ippolito Baglieri am späten Samstagnachmittag das Ergebnis der gesammelten Spenden für das Bergische Kinder- und Jugendhospiz Burgholz verkündet: 2260 Euro. „Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet“, sagt der Leiter der Abteilung Kampfsport beim Tuspo Dahlhausen.

Dabei sei die Idee vor gerade einmal sechs Wochen entstanden, als kleines Seminar – aus dem dann eine große Tagesveranstaltung geworden ist. „Es waren zehn Referenten aus unterschiedlichen Vereinen und Kampfsportschulen aus der Region dabei, die ihre jeweiligen Kampfsportarten präsentiert haben – an Kinder ab sieben Jahren bis zu Erwachsenen um die 50“, sagt Baglieri zufrieden.

Er habe schon länger die Idee gehabt, ein Benefiz-Seminar zu veranstalten. Ich habe dann einen Bericht über die Hospizarbeit gesehen und gedacht, dass wir hier etwas Gutes tun können für die Kinder und Jugendlichen, die keine hohe Lebenserwartung mehr haben“, sagt der Kampfsporttrainer.

Die Idee sei dann gewesen, unterschiedliche Kampfsportarten zu zeigen. „Die Teilnehmer sollten über den Tellerrand ihrer eigenen Kampfkunst blicken und in die verschiedenen Schulen und ihre Angebote reinschnuppern können“, sagt Baglieri.

Er habe nicht mit so vielen Teilnehmern gerechnet, um die 50 seien es gewesen, die sich auf die Schulen verteilten, die in der Halle ihre Kampfsportart präsentierten.

Kampfsporttag soll keineeinmalige Sache bleiben

Halit Ullmann ist Trainer aus Velbert, seine Kampfsportschule heißt Nemesis Dojo. „Ich unterrichte dort Guard Tajitsu, eine Kampfsportart, die ich selbst entwickelt habe – darin sind Elemente von Boxen, Karate und Jiu-Jitsu enthalten. Ich habe das Gute behalten und das nicht so Gute weggelassen“, sagt Ullmann.

Der Kontakt zu Baglieri sei bei einer Kampfsport-Prüfung zustande gekommen, bei der Baglieri Prüfer gewesen sei. „Wir sind ins Gespräch gekommen, und haben schnell gemerkt, dass wir auch über unsere jeweiligen Verbandsgrenzen hinweg, etwas zusammen auf die Beine stellen wollten“, sagt Ullmann. Im Hauptberuf arbeite er als Leiter des Sozialdienstes in einem Seniorenheim. „Ich kenne die Hospizarbeit aus meiner beruflichen Tätigkeit – diese Arbeit zu unterstützen ist sehr wichtig“, sagt er.

Aus Haltern am See ist Sandra Thiemann gekommen, sie leitet dort eine Kampfsportschule, in der neben Taekwondo auch Hapkido unterrichtet wird. „Dazu kommt die koreanische Kampfkunst Muyeido. Diese drei Sportarten habe ich heute hier gezeigt“, sagt sie. Zwischen zehn und 15 Teilnehmer hätten sich in jeweils einer Einheit zusammengetan, um sich erste Eindrücke über eine neue Kampfkunst zu verschaffen. Für Ullmann sei es wichtig, dass man aus so einer Schnuppereinheit etwas mitnehmen könne. „Es muss einfach zu erlernen sein, danach habe ich mein Guard Tajitsu auch entwickelt“, sagt er.

Unter den Teilnehmern sind auch der neunjährige Henry und die 15-jährige Andrea aus Radevormwald gewesen. Beide lernen bei Baglieri Taekowondo – unterschiedlich lange. „Ich bin seit fünf Jahren dabei“, sagt Andrea. Sie habe am Samstagnachmittag viel Neues gelernt. „Auch wenn man schon einige Jahre mit dabei ist, kann man immer noch etwas Neues lernen“, sagt das Mädchen.

Der Neunjährige hatte auch viel Spaß bei dem abwechslungsreichen Seminar-Nachmittag. „Ich habe Sachen kennengelernt, die ich vorher noch nicht kannte“, sagt er. Nach einem Jahr Kampfsport sei er sich zudem auch sicher, weitermachen zu wollen.

Der Kampfsporttag mit Spendensammlung für einen guten Zweck soll keine einmalige Sache bleiben, wenn es nach den Kampfsporttrainern geht. „Ich bin auf jeden Fall dabei, vor allem, wenn wieder für einen guten Zweck gesammelt wird“, sagt Ullmann, auch die anderen neun Trainer wünschen sich eine Fortsetzung. „Vielleicht können wir das auch in einer der anderen Städte machen – das kann, muss aber nicht immer in Radevormwald stattfinden“, betont Baglieri.

Hintergrund

Spenden: Um möglichst viele Spenden zu bekommen, hat das Organisati-onsteam des Tuspo Dahlhausen eine Tombola organisiert, dazu sind Getränke und Speisen verkauft worden. Die Gewinne sind dabei von Radevormwalder Einzelhändlern und Unternehmen gekommen. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung“, sagt Ippolito Baglieri.

Summe: Am Ende der Veranstaltung waren 2260 Euro für das Bergische Kinder- und Jugendhospiz Burgholz in Wuppertal zusammengekommen.

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