Schützen freuen sich über Ferienspaßbesucher

Jungen und Mädchen zielen ins Schwarze

Silke Branig ist Jugendwartin beim Radevormwalder Schützenverein und hat auch die Schießkünste von Florian (12) im Blick. Fotos: Claudia Radzwill
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Silke Branig ist Jugendwartin beim Radevormwalder Schützenverein und hat auch die Schießkünste von Florian (12) im Blick.

74 000 Euro sollen bis Anfang 2022 investiert werden.

Von Claudia Radzwill

Acht Jungen und Mädchen zwischen zehn und zwölf Jahren kamen im Rahmen des Ferienspaßprogramms am Samstag zum Schützenhaus am Hölterhof. Jugendwartin Silke Branig betreute die Gruppe – und bekam dabei auch Unterstützung von Schützenkönig Uwe Altgeld.

Dr. Jörg Weber (r.) ist erster Vorsitzender des Vereins und froh, dass endlich angepackt werden kann.

Es galt: Ohne Einweisung kein Eintritt in den Schießstand. So erklärte Altgeld Florian (12) zunächst ganz genau, wie man das Luftgewehr richtig hält und die Zielscheibe fokussiert. „Ich bin das erste Mal in einem Schießstand“, erzählte der Schüler. Da er bereits zwölf Jahre alt ist, durfte er ans Luftgewehr. Für Kim (10) ging es derweil ans Lichtgewehr. Der Besuch im Schießstand war auch für sie eine Premiere – bei der sie sich sehr treffsicher zeigte. Sogar ein Volltreffer gelang ihr.

Es war die erste öffentliche Veranstaltung des Radevormwalder Schützenvereins in diesem Jahr. Das Schützenfest, das traditionelle Ostereierschießen – all das wurde auch im zweiten Jahr der Pandemie abgesagt. „Hinter den Radevormwalder Schützen liegen keine leichten eineinhalb Jahre. Wettbewerbe, gesellige Veranstaltungen, unsere vereinsinternen Treffen, kurz die Gemeinschaft war in den vergangenen Monaten wegen der Corona-Pandemie nicht möglich“, sagt Dr. Jörg Weber, der erste Vorsitzende.

120 Mitglieder zählt der Verein. Coronabedingt habe es keine Austritte gegeben. „Es sind aber einige unserer älteren Mitglieder verstorben –und aufgrund der fehlenden Veranstaltungen konnten wir keine Neumitglieder gewinnen.“ Dr. Jörg Weber ist aber optimistisch, dass 2022 ein besseres Jahr wird. Nach zwei abgesagten Schützenfesten soll es dann im Juni endlich wieder eine Kirmes und den Schützenzug geben. „Da die Festplanung Vorlauf braucht, fangen wir jetzt auch schon damit an. Wir lassen uns nicht entmutigen“, sagt er. Das Schützenfest sei immerhin auch eine jährliche wichtige Einnahmequelle für den Verein.

Bogenschießen soll ein Angebot für die ganze Familie werden

Einen Lichtblick in der Pandemie: Der Radevormwalder Schützenverein bekam im April die Zusage für Fördermittel in Höhe von fast 64 000 Euro aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten“. „In der letzten Woche habe ich jetzt den Auszahlungsbescheid bekommen“, berichtet Dr. Jörg Weber. 90 Prozent der Summe werde zum 31. August ausgezahlt, die restlichen zehn Prozent stehen dann mit der Endabrechnung der Förderprojekte an. Unter anderem wird mit dem Fördergeld die Schießanlage digitalisiert. „Mit einer Meyton-Anlage wird ein elektronisches Messsystem eingebaut. Sie ersetzt die alte Seiltechnikanlage“, erklärt Weber. Einiges werde der Verein in Eigenarbeit leisten, um die Kosten günstiger zu halten. Denn als weitere Maßnahmen stehen die Dachsanierung des Schützenhauses und die Modernisierung der Heizung an. Gleich in dieser Woche sollen die Termine mit den Handwerkern besprochen werden.

Mit dem Fördergeld möchte der Schützenverein außerdem einen Neustart nach Corona finanzieren – und neben dem Schießsport die Sparte Bogenschießen einrichten. Es soll ein Angebot für die ganze Familie werden. „Dafür werden wir im Untergeschoss unseres Schützenhauses – direkt unter dem im ersten Stock liegenden Schießstand – zwei Stände einrichten“, berichtet Weber. Beim Bau des Domizils war dort einst ein Pistolenstand eingeplant worden – der nie verwirklicht wurde. Ein Fachmann hat bereits den Ort begutachtet. „Wir mussten zunächst sicherstellen, dass die Entfernung von 25 Metern gegeben ist. Das ist der Fall,“ erklärt Dr. Jörg Weber.

Das Gesamtpaket kostet den Schützenverein rund 74 000 Euro. „Um die Förderung zu erhalten, müssen auch wir einen eigenen Betrag einbringen. Das haben wir berechnet, und diesen Restbetrag können wir stemmen“, sagt Dr. Jörg Weber. Eigentlich sollten alle Arbeiten bis Ende November abgeschlossen sein. Da aber die Auszahlung so spät erfolge und die Aufträge jetzt erst rausgehen können, werde man den Zeitplan nicht einhalten können. Anfang 2022 soll aber alles fertig sein.

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