Notfall

Hier gibt es bei einem Blackout Hilfe

Auch das Feuerwehrgerätehaus in Önkfeld ist eine Anlaufstelle für den Fall, dass die Stromversorgung komplett zusammenbrechen sollte.
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Auch das Feuerwehrgerätehaus in Önkfeld ist eine Anlaufstelle für den Fall, dass die Stromversorgung komplett zusammenbrechen sollte.

Für den Fall von langen Stromausfällen hat der Kreis in Abstimmung 100 Notfall-Infopunkte eingerichtet.

Von Stefan Gilsbach

Die Sorge vor einem langen und flächendeckenden Stromausfall ist durch die Energiekrise und den Krieg in der Ukraine in den vergangenen Monaten gewachsen. Auch die Stadtverwaltung Radevormwald reagierte bereits auf die Sorgen der Bürger und informierte über Vorkehrungen, die man bei Stadt, Feuerwehr und anderen Institutionen für eine solche Lage trifft. Dabei hatte Bürgermeister Johannes Mans betont, dass man in enger Abstimmung mit dem Kreis stehe.

Der Oberbergische Kreis hat nun mitgeteilt, dass sich die Städte und Gemeinden mit der Kreisverwaltung in Gummersbach auf etwa 100 „Notfall-Infopunkte“ geeinigt haben. Sie sollen Anlaufstellen für die Einwohner sein, wenn es tatsächlich zu einem gefürchteten „Blackout“, kommen sollte und die Mobilfunk- und Telefonnetze ausfallen. „An den Notfall-Infopunkten in den Städten und Gemeinden sollen die Bürger einen Notruf absetzen können, Informationen zur aktuellen Lage erhalten und auch Grundlagen der Ersten Hilfe in Anspruch nehmen können“, heißt es in der Mitteilung Kreisverwaltung.

Damit im Vorfeld alle Einwohner wissen, wo sich der nächste Notfall-Infopunkt befindet, sind zum einen Flyer gedruckt worden, aber man kann sich auch im Internet einen raschen Überblick dieser Punkte im Stadtgebiet verschaffen. Und das ist ratsam, denn wenn der Strom einmal weg ist, dann bringt es auch nichts mehr, im Internet rasch die Adresse zu googeln. Für die Stadt Radevormwald sind elf dieser Infopunkte festgelegt worden. Die meisten befinden sich in den Feuerwehrgerätehäusern in den Ortschaften. Aber auch eine Schule und das Bürgerhaus sind Anlaufstellen, wenn nichts mehr klappt. Hier sind die Notall-Infopunkte auf einen Blick:

Bürgerhaus Radevormwald, Schlossmacherstraße 4

Gemeinschaftsgrundschule Wupper, Auf der Brede 33

Feuerwehrgerätehaus Radevormwald, Dietrich-Bonhoeffer-Straße 89

Feuerwehrgerätehaus Herbeck, Elberfelder Straße 146

Feuerwehrgerätehaus Herkingrade, Herkingrade 12

Feuerwehrgerätehaus Remlingrade, Remlingrade

Feuerwehrgerätehaus Önkfeld, Unter‘m Busch

Feuerwehrgerätehaus Landwehr, Landwehr 5

Feuerwehrgerätehaus, Wellringrade, Leye 2

Feuerwehrgerätehaus Borbeck, Borbeck

Feuerwehrgerätehaus Hahnenberg, Feldmannshaus.

Diese Notfall-Infopunkte werden etwa eine Stunde nach dem kompletten Ausfall von Mobilfunk- und Festnetzen in Betrieb genommen.

Kreis und Kommunen liegt nun eine verbindliche Regelung vor

„So wenig wahrscheinlich ein vollständiger Blackout einerseits scheint, so gravierend wären andererseits die Auswirkungen. Der Oberbergische Kreis setzt sich deshalb investiv mit dem Thema auseinander“, sagt Landrat Jochen Hagt. Dazu gehöre es auch, die eigenen Kommunikationswege unter die Lupe zu nehmen: „Auch die Kreisverwaltung ist natürlich abhängig von der Stromversorgung. Deshalb haben wir notwendige Maßnahmen ergriffen, um die wichtigsten Arbeitsprozesse auch im Krisenfall autark aufrechterhalten und den Kontakt zu den Ordnungsbehörden gewährleisten zu können.“

Eine verbindliche Regelung, die Kreis und Kommunen nun vorliegt, stellt einen weiteren Baustein dieser Vorbereitung dar. Neben den Notfall-Infopunkten werden damit auch die Zusammenarbeit und Kommunikationswege zwischen den einzelnen Bereichen geregelt.

Kreisdirektor Klaus Grootens: „Kreis und Kommunen stehen schon allein aufgrund der rechtlichen Vorgaben in der Verantwortung, Vorsorge zu treffen. Es gibt viele Dinge, die bedacht werden müssen, wenn die Kommunikation ausfällt, die uns vertraut ist. Der Oberbergische Kreis hat das Themenfeld deshalb umfangreich betrachtet und in den zurückliegenden Wochen und Monaten viele Gespräche zum Beispiel mit Energieversorgen, den Kommunen und vielen Weiteren geführt.“

Hintergrund

Internet: Über den Link www.obk.de/notfall-infopunkte können Bürger ein Verzeichnis der Anlaufstellen herunterladen.

Selber vorsorgen: Wie die Stadt mitgeteilt hat, ist es wichtig, dass die Bürger daheim einen Notvorrat anlegen, der etwa zehn Tage ausreicht. Listen dazu gibt es im Netz.

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