Fußball-Bundesliga

Helfer des DRK sind im Einsatz beim BVB

Bei der Saisoneröffnung des BVB waren vom DRK aus Radevormwald vor Ort (v.l.): Nadja Kempf, Lukas Krampitz, Kevin Nauß, Wolfgang Danielsen, Max Bredtmann, Heike Seiferth-Lambeck, Stefan Bengtsson und Kathrin Seiferth-Hedderich.
+
Bei der Saisoneröffnung des BVB waren vom DRK aus Radevormwald vor Ort (v.l.): Nadja Kempf, Lukas Krampitz, Kevin Nauß, Wolfgang Danielsen, Max Bredtmann, Heike Seiferth-Lambeck, Stefan Bengtsson und Kathrin Seiferth-Hedderich.

Unter den Mitgliedern des Radevormwalder Ortsvereins ist auch ein Bayern-Fan.

Von Joachim Rüttgen

Radevormwald. Wenn der Anpfiff im Dortmunder Signal Iduna Park ertönt, dann hören den meist auch einige Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Radevormwald. Denn seit einigen Jahren unterstützen Mitglieder des Ortsvereins das DRK Dortmund beim Sanitätsdienst im Stadion. So auch bei der Saisoneröffnung vor einigen Wochen. „Bei sommerlichen Temperaturen war es für unsere Helfer zugleich der Startschuss für die neue Bundesliga-Saison. Weitere Unterstützungsdienste werden folgen“, posteten die Helfer am Tag nach dem ersten Einsatz auf Facebook.

Und der nächste Einsatz sollte nicht lange auf sich warten, denn schon zur ersten Bundesliga-Partie gegen Bayer 04 Leverkusen waren erneut Helfer aus Rade mit von der Partie. „Meist schreibt uns das DRK Dortmund oder ruft an, um im gesamten Umkreis Helfer zu rekrutieren“, berichtet der Vorsitzende Manfred Kaiser über den besonderen ehrenamtlichen Einsatz seiner Kollegen in deren Freizeit. „Wer Zeit hat, meldet sich freiwillig“, sagt Kaiser.

In der Bereitschaft gebe es derzeit 23 Mitglieder – und die Bereitschaft, beim BVB zu helfen, sei riesig. „Überlegen Sie mal, wir sind Radevormwald. Und da spielt der BVB Champions League oder in der Bundesliga gegen Bayern München und Schalke 04“, sagt Kaiser. Selbst wer seinen Dienst im Stadion verrichtet, bekomme auf den Rängen immer was vom Spiel mit.

Einer, der sich schon häufig auf den Weg nach Dortmund gemacht hat, ist Max Bredtmann. Der 26-Jährige ist zwar ausgerechnet begeisterter Bayern-Fan, aber das hindert den jungen Rettungssanitäter, der seit 1. Juli seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, nicht daran, sich für andere Fans, die in Not sind, einzusetzen. „Beim Dienstabend alle zwei Wochen werden wir meist gefragt, ob wir Zeit haben für einen Einsatz – oder die Dienstanfrage kommt über Whatsapp“, berichtet er. Meist melden sich drei bis fünf Interessierte, deren Namen beim DRK in Dortmund gemeldet werden. Am Spieltag geht es zunächst zum DRK nach Rade, um das Material zu checken: Dazu zählen vor allem die Sanitätsrucksäcke und alle Geräte, die mit Batterien betrieben werden. „Das muss vor unserer Abfahrt alles funktionsfähig sein“, sagt Bredtmann. Auch die Funkgeräte werden eingepackt.

In Dortmund sammeln sich alle Helfer des DRK an einem zentralen Behandlungsplatz und werden dort registriert. „Wer sich angemeldet hat, wird sofort aufgeteilt, beim Spiel gegen Bayer 04 ging es für uns zur Nordtribüne“, berichtet Bredtmann. In den jeweiligen Sanitätsräumen der Tribünen Nord, Süd, Ost und West verteilt dann der Abschnittsleiter die Kräfte auf die einzelnen Blöcke – je nach Ausbildungsstand. So fahren aus Radevormwald oft auch drei, vier jüngere Kräfte mit, die Erfahrungen und Eindrücke sammeln sollen. Etwa eine Stunde vor Anpfiff geht es für die Helfer zu ihren Blöcken, um auf der Verteilerebene, also dort, wo die Zuschauer zu den Rängen gehen, bereits präsent zu sein. „Wir helfen auch schon vor dem Spiel“, sagt Bredtmann. Fünf Minuten nach dem Anpfiff, wenn meist alle Zuschauer ihre Plätze erreicht haben, gehen die Kräfte dann in die Blöcke rein. „Und warten auf die Dinge, die da kommen“, sagt Bredtmann.

Das gleiche Spielchen vollzieht sich dann auch in der Halbzeit und nach Abpfiff. „Wenn wir was zu tun haben, kommen die Betroffenen entweder direkt zu uns oder wir erhalten über Funk einen Einsatz“, berichtet der Rettungssanitäter. Er selbst habe gottlob noch nichts Dramatisches erlebt. Theoretisch sei alles möglich, schließlich seien Fußballfans Menschen „wie Du und ich“. Vom umgeknickten Fuß über einen zu hohen Blutdruck und Kreislaufproblemen bis hin zum Krampfanfall reicht meist die Bandbreite der medizinischen Notfälle. „Vieles resultiert aus Vorerkrankungen“, weiß Bredtmann. Oft reiche, den Patienten etwas zu trinken zu geben, sie in den Schatten zu bringen oder in den klimatisierten Sanitätsraum. Und im größeren Notfall stünde immer auch ein Arzt zur Verfügung.

Bredtmann schätzt das Ehrenamt beim DRK, er spielt selber Fußball als Innenverteidiger bei Tuspo Dahlhausen. Insofern ist die Fußballbegeisterung Motivation, aber auch das Drumherum, die Fans, die Atmosphäre. „Man kommt mit vielen Menschen in Kontakt auch aus anderen Städten, tauscht sich aus, man lernt viel“, sagt er. „Ich nehme da ungemein viel mit.“

Kontakt

Wer sich für die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Radevormwald interessiert und vielleicht mitarbeiten möchte, kann sich gerne an den Vorsitzenden Manfred Kaiser wenden, Tel. (0160) 6073780, E-Mail: manfred.kaiser@drk-radevormwald.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

An der Sekundarschule entsteht eine neue Band
An der Sekundarschule entsteht eine neue Band
Wuppermarkt schärft sein Profil
Wuppermarkt schärft sein Profil
Wuppermarkt schärft sein Profil
Friedhof steht in der Kritik
Friedhof steht in der Kritik
Friedhof steht in der Kritik

Kommentare