Heiteres Treiben in Obergrunewald

Beliebte Summer Games der Sportjugend kehrten zurück

Die 6-jährige Janina bekommt von Heidrun Unterstützung beim Sensiparcours.
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Die 6-jährige Janina bekommt von Heidrun Unterstützung beim Sensiparcours.

Bogenschießen, Torwandschießen und Co.: Rund 130 Kinder probierten sich an den unterschiedlichen Stationen aus.

Von Cristina Segovia-Buendía

Radevormwald. Auf der Sportanlage des Dahlerauer TV in Obergrunewald herrscht am Samstagmittag ein buntes und heiteres Treiben – wie auf einem Jahrmarkt, nur ohne Fahrgeschäfte und komplett kostenlos. Kinder rennen mit Zetteln, scheinbar auf der Suche nach etwas. Plötzlich bleiben sie an einem Zaun stehen, zücken den Stift und notieren fleißig, ehe sie wieder an den übrigen Stationen vorbei flitzen.

Während Kinder, wie die sechsjährige Janina, mit verbundenen Augen und nackten Füßen, unterstützt von Betreuerin Heidrun, über den Sensiparcours gehen und erraten müssen, welcher Untergrund sie da an den Fußsohlen kitzelt, versuchen auf der anderen Seite des Platzes Kinder, wie der achtjährige Mailo, Bälle in die Öffnungen einer riesigen aufgeblasenen Dartscheibe zu werfen. Auf eine andere Station freut er sich aber besonders: „Bogenschießen“, verrät Mailo.

Während die Summer Games der Sportjugend für den Achtjährigen Neuland sind, hat Mutter Bengtsson das Angebot mit ihren älteren Kindern bereits besucht. „Aber dieses Jahr wirken die Spiele wesentlich moderner“, lobt die Mutter. Während der Pandemie habe ihr Sohn kaum Sport machen können, nun sollen die Summer Games Anschub dafür geben. Das ist auch das Anliegen der Sportjugend, verrät Vorsitzende Janina Schmidgen. „Unser Ziel ist es, Kinder in Bewegung zu kriegen.“ Während der Pandemie konnten die Summer Games nicht angeboten werden. Rund 30 Helfer von Sportjungend und Stadtsportverband wirken mit.

Das Bogenschießen ist besonders beliebt

Etwas weiter hinten auf dem Platz probieren sich die Kids am Torwandschießen aus oder passen sich auf dem Beachvolleyballfeld Bälle übers Netz zu. Unmittelbar vor der Bogenschießstation wecken Geschicklichkeitsspiele, eine Hüpfburg und eine Kletterwand das Interesse der kleinen Sportler und verkürzen die Wartezeit aufs Bogenschießen. Denn diese Station ist besonders beliebt. „Wir sind gerade voll“, informiert der Trainer einen Vater.

Im Schnelldurchlauf vermittelt der Trainer seinen jungen Schützlingen das Wichtigste, um mit dem Bogen die ersten Pfeile in die richtige Richtung gen Zielscheibe zu schießen. Mit einem kleinen Test wird das dominante Auge ermittelt. Die Kinder formen mit ihren Händen ein Dreieck, durch das sie hindurchschauen. Dann schließen sie abwechselnd ein Auge. Das Auge, welches das Objekt ohne nennenswerte Verschiebung im Dreieck sieht, ist das dominante Auge. Auf dieser Seite wird die Sehne gespannt.

Am Ende eines langen Tages zieht Schmidgen ein positives Fazit: „Wir, das Team der Sportjugend, sind total zufrieden und glücklich, dass die Veranstaltung so gut angenommen wurde und so viele Kinder mit ihren Familien vor Ort waren, trotz der vielen Parallelveranstaltungen.“

Rund 130 aktiven Kinder seien vor Ort gewesen, inklusive der Erwachsenen zählte Schmidgen gut 360 Besucher. „Unser komplettes Team freut sich schon auf die nächsten Summer Games dann wieder in zwei Jahren.“

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