Streitpunkt Margaretenstraße

Grüne wundern sich über gefällte Bäume

Eigentlich hätte ein Teil der Margaretenstraße an den Eigentümer eines dort ansässigen Unternehmens verkauft werden sollen.

Weil ihm das Prozedere für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan von Februar 2018 aber offensichtlich zu lange dauerte und er mittlerweile eine andere Lösung für seine geplante Erweiterung fand, für dessen Umsetzung ihm auch schon eine Baugenehmigung erteilt wurde, zog der Eigentümer sein Kaufinteresse zurück.

Das Stadtplanungs- und Bauaufsichtsamt stellte im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt daher einen Antrag auf Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses. Eigentlich ein simples Prozedere, bei dem die Mitglieder zustimmen und der bis dahin erstellte Bebauungsplan für die städtische Wegparzelle für nichtig erklärt wird.

Doch Elisabeth Pech-Büttner von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte einige Nachfragen: Sie erklärte, dass sie sich kürzlich vor Ort ein Bild gemacht habe und dabei feststellte, dass Bäume an der Grenze zwischen dem Grundstück und der Margaretenstraße gefällt worden waren. Burkhard Klein, Leiter des Bauverwaltungsamtes, bestätigte die Vermutung, dass die Fällung ohne Genehmigung durchgeführt worden sei. Der Eigentümer hätte dafür auch schon eine Strafe gezahlt, erklärte Klein. Was nun mit dem Weg passieren würde, wollte Pech-Büttner dann wissen und ob dieser nicht entsiegelt werden könne: „Abgesehen davon, dass es besser für die Natur wäre, ist es ein viel genutzter Wanderweg und ich bin mir sicher, dass auch die Wanderer hier lieber über unversiegelten Boden als auf Asphalt laufen würden.“

Doch gegen eine voreilige Entsiegelung sprachen sich sowohl andere Ausschussmitglieder als auch die Verwaltung aus. Derzeit werde an anderer Stelle über eine Verdichtung des Radwegenetzes in Radevormwald nachgedacht, wo möglicherweise auch die Margaretenstraße noch eine Rolle spielen könnte. Den Weg jetzt für Wanderer zu entsiegeln, um ihn später eventuell dann wieder für Radfahrer zu asphaltieren, mache keinen Sinn, so die einhellige Meinung. -sebu-

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