Stadtentwicklung und Umwelt

Grüne und AL sehen in neuem Regionalplan kein Problem

Flächen lieber schützen als versiegeln.

Von Stefan Gilsbach

Radevormwald. Nicht alle politischen Fraktionen in Radevormwald teilen die Sorge der Verwaltungsspitze, dass mit dem neuen Regionalplan für den Regierungsbezirk Köln negative Folgen für die Stadtentwicklung drohen. Das zeigte sich bei der Abstimmung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Zwar billigte eine Mehrheit der Ausschussmitglieder die Stellungnahme von Bürgermeister Johannes Mans, doch stimmten die Vertreter der Fraktionen von Bündnis 90/Grüne und Alternative Liste (AL) dagegen. 

Die Stadtverwaltung befürchtet, dass Radevormwald wegen der restriktiven Linie des neuen Regionalplans künftig kaum noch Spielraum hat, um neue Flächen für Wohnen und Gewerbe auszuweisen. Dabei denkt man im Rathaus vor allem an Reserveflächen in den Bereichen Herbeck und Herkingrade. Der Regionalrat hatte den künftigen Plan für den Regierungsbezirk im Dezember verabschiedet, nun ist es an den Kommunen, sich dazu zu äußern. Bernd Bornewasser erläuterte für die Grünen, warum seine Fraktion die Absicht des Regionalplans nachvollziehen könne: „Die Bezirksregierung hat darin recht, dass wir nicht immer weiter wachsen können. Wir werden schrumpfen müssen.“ Anstatt weitere Flächen zu versiegeln, die dann für Landwirtschaft und Ökologie nicht mehr nutzbar seien, sollte eine Stadt wie Radevormwald lieber Land schützen, denn angesichts der aktuellen internationalen Krisen würden Flächen zur Erzeugung von erneuerbarer Energie und zum Anbau von Nahrungsmitteln gebraucht.

Bornewasser gab zudem zu bedenken, dass mit den neuen politischen Mehrheiten im Land auch eine neue Linie bei diesem Thema bei den Bezirksregierungen Einzug halten könne. „Wie wäre es, wenn wir die Entwicklung abwarten?“, fragte der Politiker. Das werde nicht funktionieren, entgegnete Sebastian Krone, Mitarbeiter des Bauverwaltungsamtes: „Wir sind als Kommune aufgefordert, eine Stellungnahme abzugeben.“

SPD sieht Beschnitt der Entwicklungsmöglichkeiten

Auch Petra Ebbinghaus als Vertreterin der AL-Fraktion konnte sich den Ausführungen der Verwaltung nicht anschließen. In der Stellungnahme zum Regionalplan sei zu wenig von Ökologie die Rede: „In dieser Form ist das für mich nicht abstimmbar.“

Dagegen demonstrierte Hans Golombek für die SPD-Fraktion Unterstützung für die Linie der Stadt: „Die Einwände des Bürgermeisters sind richtig.“ Der Regionalplan in der jetzigen Form beschränke die Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt.

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