Glaube

Gemeinden wollen auf die Ökumene setzen

Der Gospelchor begleitete den Abschlussgottesdienst der Allianz-Gebetswoche.
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Der Gospelchor begleitete den Abschlussgottesdienst der Allianz-Gebetswoche.

Volle Kirche beim Abschluss der Allianz-Gebetswoche – Konzept wird daher fortgeführt.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Es hat den Anschein, als wären die Kirchen wesentlich lebendiger, als man meinen möchte. Dabei wird deutlich, dass es immer dann besonders gut zu funktionieren scheint, wenn man die alten Wege verlässt. Ein schönes Beispiel hierfür war die weltweite und konfessionsübergreifende Evangelische Allianz-Gebetswoche, die in diesem Jahr vom 9. bis 15. Januar stattfand und ihren Abschluss in Radevormwald am Sonntagvormittag mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche der evangelisch-lutherischen Gemeinde an der Burgstraße mit musikalischer Begleitung des Gospelchors fand.

Die Kirche war sehr gut besucht, die Menschen saßen sogar auf der Empore. Geleitet wurde der Gottesdienst von Pfarrerin Manuela Melzer von der Lutherische Gemeinde und Pastor Volker Nieland von der Freien evangelischen Gemeinde Grafweg. Schon die gesamte Woche über hatten sich die Gemeinden aus der Stadt auf der Höhe mit unterschiedlichen Angeboten an der weltweiten Allianz-Gebetswoche beteiligt – erstmals in Radevormwald in ökumenischer Weise.

Und auch der Abschlussgottesdienst war eine Gemeinschaftsleistung. Denn neben den beiden Leitern des Gottesdienstes las etwa der katholische Diakon Burkhard Wittwer die Lesung, die Predigt übernahm Dr. Dieter Jeschke von der Evangelisch-Reformierten Gemeinde. Der Gospelchor wiederum  meldete sich stimmgewaltig mehrfach von der Empore zu Wort.

Jeschke ging in seiner Predigt auf die Bibel als „Haus des Lebens“ ein. Das sei vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz nachvollziehbar, denn für viele sei die Bibel doch in erster Linie ein „verstaubtes Buch im Regal“. Allerdings seien vor allem die Psalmen ein schönes Beispiel, denn sie seien teilweise Erinnerungen und poetische Schriften der Freude – was ja sehr gut zum diesjährigen Motto der Allianz-Gebetswoche passe, das lautet: „Joy – damit meine Freude sie ganz erfüllt“. Daran könne man sich auch heute ein Beispiel nehmen, sagte Jeschke.

Auch der Schlusssegen wurde den Anwesenden dann von allen vier Geistlichen gespendet, was sicherlich beim einen oder anderen den Wunsch nach einer echten Ökumene sehr lebendig werden ließ. Zu dieser positiven Stimmung passte dann auch das fröhliche Abschlusslied „Ich lobe meinen Gott“. Genau wie das gemütliche Zusammenkommen nach dem Gottesdienst im hinteren Bereich der Lutherischen Kirche bei Kaffee und Kuchen. So war auch das Fazit der Geistlichen ausschließlich positiv. „Ich bin dankbar dafür, dass die Allianz-Gebetswoche in diesem Jahr erstmals ökumenisch war“, sagte Nieland. Die Ökumene solle auch fortgeführt werden. „Wir planen mindestens zwei ökumenische Gottesdienste pro Jahr“, kündigte Wittwer an. Manuela Melzer zeigte sich „hocherfreut über die Gemeinschaft“, und Jeschke betonte das „Mutmachende der Verbindung von Allianz und Ökumene“. Für ihn sei es ein Zeichen dafür, dass sich die Kirchen bewegen müssten – und das auch könnten.

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