Gemeinde

Gelungene Einstimmung in die Adventszeit

Martini-Gemeinde sorgt mit 77. Advents- und Weihnachtsmusik für volles Gotteshaus.

Von Cristina Segovia-Buendía

Traditionellen Konzerte in der Adventszeit sind nach wie vor sehr beliebt, wie sich am vergangenen Sonntagnachmittag in der Martini-Gemeinde Radevormwald bestätigte: Sämtliche Bänke der Kirche waren besetzt, weit über 100 Besucher wohnten womöglich ihrem ersten Weihnachtskonzert der Saison bei.

Im Altarbereich hatten sich der Posaunenchor unter der Leitung von Rosemarie Zeitschner sowie der Kirchenchor unter der Leitung von Matthias Tscharn eingerichtet, die gespannt auf ihren Einsatz warteten. Weit über 50 Musiker und Sänger saßen dort bereit.

Von der Empore aus musizierte Kantor Thomas Nickisch an der Orgel eifrig mit, der sich für die Weihnachtsgeschichte allerdings auch ans Orgelpositiv setzte, in unmittelbarer Nähe zum Chor im Altarraum. Klanglich pompös startete das Konzert mit „Dona nobis pacem“ aus der h-moll-Messe von Johann Sebastian Bach, ein Beitrag des Posaunenchores, der den Konzertabend eröffnete. Zur Begrüßung trat Pfarrer Roland Johannes, ebenfalls Mitglied im Posaunenchor, nach vorne.

Gemeinde wurde indas Konzert eingebunden

Die Gemeindemitglieder wurden ebenso in das Konzert eingebunden und erhielten an der ein oder anderen Stelle die Möglichkeit, in Begleitung des Posaunenchores oder der Orgel Lieder, wie „Es kommt ein Schiff“ (Michael Schütz) oder „Wie soll ich die empfangen“ (Ingo Bredenbach) mitzusingen. Während die Begleitung durch die Blechbläser eher was Weltliches hatte, zog der Klang der Orgel die Anwesenden gleich wieder zurück in die kirchliche Umgebung. Der stimmgewaltige Kirchenchor überzeugte seinerseits gleich bei seinem ersten Einsatz mit Finesse: Engelsgleich und mehrstimmig hallte ihr Gesang durch das Kirchenschiff.

Ein ganz besonderer Hörgenuss ereignete sich dann aber mit der Weihnachtsgeschichte nach Max Drischner: Thomas Nickisch eröffnete mit einer kleinen Sinfonie am Orgelpositiv, auf die dann der Chor folgte. Matthias Tscharn, der den Kirchenchor dirigierte, drehte sich zur Gemeinde auf den Bänken um und rezitierte als Evangelist Passagen der Weihnachtsgeschichte.

Überraschend vielseitig zeigte sich der 29-Jährige, der seit nunmehr zehn Jahren schon den Kirchenchor leitet und selbst Mathematik und Musik an der Universität Wuppertal studiert hat. Zurückversetzt in alte Zeiten, in denen Geistliche, Gottesdienste und Messen noch sangen, präsentierte auch Tscharn im Dialog mit seinem Chor die Weihnachtsgeschichte. Glücklich-erweise, bemerkte Pfarrer Roland Johannes zu Beginn, hatten Kirchenchor und Posaunenchor kaum Einschränkungen bei den Proben erfahren, so dass sich die Kirchenmusik der Gemeinde gut auf die nun startende Weihnachtssaison vorbereiten konnte. Das war dann auch durchaus zu hören. Nahezu perfekt erklangen Töne, Melodien und Gesang, besonders schön auch im Zusammenspiel mit dem Gesang der Besucher – ein mehr als gelungenes Konzert.

Abschied

Für Matthias Tscharn, der am Sonntag die Breite seines Könnens zeigen konnte, war das Konzert die Abschiedsvorstellung – er zieht nach Niedersachsen.

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