Politik

Für Jugendbeirat ist der Weg frei

Der Jugendrat in Remscheid ist Vorbild für den neuen Jugendbeirat in Radevormwald. Der hat jetzt vom Jugendhilfebeirat grünes Licht bekommen.
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Der Jugendrat in Remscheid ist Vorbild für den neuen Jugendbeirat in Radevormwald. Der hat jetzt vom Jugendhilfebeirat grünes Licht bekommen.

Jugendhilfebeirat hat das Vorhaben, eine Interessenvertretung für die Jugend zu schaffen, unterstützt.

Von Cristina Segovia-Buendía

Radevormwald. Wer sich als junger Mensch in Radevormwald für Politik interessiert und die Prozesse der Lokalpolitik kennenlernen und mitgestalten will, musste sich bislang einer Jugendorganisation einer Partei anschließen. Jusos, Junge Union, Grüne Jugend und wie sie alle heißen, haben natürlich eine Daseinsberechtigung und sind im Zweifel auch eine gute Nachwuchsschmiede.

Doch das Anliegen von Leander Teichert und Ede-Mert Karagöz ist ebenso berechtigt. „Wir wollen einen Jugendbeirat, damit die Jugendlichen in der Stadt sich nicht erst parteipolitisch engagieren müssen, um lokalpolitisch aktiv sein zu können“, sprach etwa der 15-jährige Karagöz mit Verve vor den Mitgliedern des Radevormwalder Jugendhilfeausschusses.

Beide haben am Arbeitskreis Jugendbeirat mitgewirkt und wissen, dass das Interesse der Jugendlichen an ein solches Gremium groß ist. Umfragen an allen drei weiterführenden Schulen der Stadt hätten ergeben, dass mehr als 90 Prozent der Befragten bereit wären, den Jugendbeirat zu unterstützen. Und: 50 bis 60 Jugendliche würden sich sogar als Kandidaten aufstellen lassen.

„Wir wollen ein Pendant zum Seniorenbeirat in der Stadt sein und mit dem Jugendbeirat die Jugend in politische Prozesse integrieren“, sagte Karagöz.

Ausschussmitglied Antje von der Mühlen (CDU) lobte das Engagement der Jugendlichen und erinnerte daran, dass es bereits vor 25 Jahren einen Jugendbeirat in Radevormwald gegeben habe. „Ich freue mich, dass jetzt wieder Interesse daran besteht.“

Teichert und Karagöz legten auf Nachfrage offen, dass sie selbst bereits in einer parteipolitischen Jugendorganisation tätig sind: Teichert bei den Jusos, Karagöz bei der Grünen-Jugend. Und dennoch sei es ihnen wichtig, dass der Jugendbeirat gänzlich parteiunabhängig im Sinne aller Jugendlichen der Stadt agieren könne.

Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses ihrerseits gaben jetzt grünes Licht und öffneten damit den Weg für ein neues Jugendgremium in der Stadt, das möglicherweise, sofern der Stadtrat in seiner nächsten Dezembersitzung ebenfalls positiv darüber entscheidet, im neuen Jahr zu einer ersten Wahl aufruft.

Noch vor Weihnachten werden Wahlberechtigte informiert

Vorgesehen ist, dass bereits vor Weihnachten alle Wahlberechtigten informiert werden und ihnen die Wahlunterlagen zur Verfügung gestellt werden. Bis Ende Januar 2023 würden dann die Bewerbungen gesammelt. Mitte März, so der Plan, könnte vom 15. bis 17. März dann schon die Wahlwoche für den ersten Radevormwalder Jugendbeirat stattfinden. Die vorläufige Wahlordnung, die durch den Arbeitskreis erarbeitet wurde, sieht vor, dass das Gremium für eine Dauer von zwei Jahren gewählt wird. Wahlberechtigt sind alle, die in Radevormwald leben und zwischen zwölf und 17 Jahre alt sind.

Insgesamt soll der Jugendbeirat aus 13 Mitgliedern bestehen und für die Interessen der Kinder und Jugendlichen in der Stadt eintreten. Dafür kann das Gremium Arbeitsgruppen bilden, Anträge, Stellungnahmen und Empfehlungen an Rat und Ausschüsse richten, sowie jeweils ein beratendes Mitglied in die anderen Gremien entsenden. Die Geschäftsführung des Jugendbeirats übernimmt laut Hauptsatzung der Bürgermeister.

Hintergrund

Viele Bürger: Im Arbeitskreis, der sich mit der Gründung eines Jugendbeirats beschäftigte, haben Bürger unterschiedlicher Couleur, Mitglieder des Jugendhilfeausschusses sowie Jugendliche und Lehrer mitgewirkt.

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