Frank Manfrahs seit 2011 Citymanager in Radevormwald

Auch am Klavier kann sich Citymanager Frank Manfrahs behaupten, wenn es für den "Verrückten Donnerstag" nötig ist.
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Auch am Klavier kann sich Citymanager Frank Manfrahs behaupten, wenn es für den "Verrückten Donnerstag" nötig ist.

"Ich möchte, dass die Stadt in Bewegung ist." So beschrieb Frank Manfrahs sein Leitmotiv kürzlich im Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Verkehr. Seit Dezember 2011 ist er eine Mischung aus Animateur, Impulsgeber, Pianist und Planer - kurzum, Manfrahs ist der Citymanager in Radevormwald. "Ich verfolge in meiner Arbeit einen unternehmerischen Ansatz für die Innenstadt", so Manfrahs. Es gelte, diese als Marke zu positionieren und ihre Stärken herauszustellen und zu betonen.

Im Ausschuss zeigte er, wie er das in Gevelsberg tut. Dort ist er seit 2008 im Dienst und dort hatte er auch erstmals Kontakt mit Radevormwald, als eine rund 50-köpfige Delegation kam, um Gevelsberg vor Ort unter die Lupe zu nehmen. "Da habe ich gedacht, die meinen´s ernst!"

Eine Stadt brauche einen Slogan, der greife, erklärte Manfrahs. "Liebenswert, lebenswert - das sind viele." Gevelsberg firmiert als "Erfrischend anders", setzt auf Aktionen wie den "Boulevard Gevelsberg", auf Kinderbetreuung.

Erfahrung mit Aktionen hat Radevormwald auch schon gesammelt, im Speziellen mit dem "Verrückten Donnerstag", den noch Manfrahs´ Vorgänger Dr. Arnd Jenne eingeführt hatte. Mal spielt dann, wenn die Läden bis 20 Uhr geöffnet haben, eine Band, oder ein Spaßmacher dreht seine Runden. "Kleine unterhaltsame Gesten in entspannter Atmosphäre" nennt Manfrahs den "Verrückten Donnerstag".

Für ihn hat er zum Einen einen wichtigen Stellenwert. Denn: "Würden wir nichts machen, würden die Geschäfte wohl wie immer um 18 Uhr schließen." Zum Anderen sei der Verrückte Donnerstag für die Einzelhändler ein wichtiges Versuchslabor, eine Lernwerkstatt:

"Der Handel muss langen Atem beweisen undlernen, durchzuhalten"

Frank Manfrahs, Citymanager

"Der Handel muss kreativer werden, das muss man ganz knallhart sagen." Dabei müssten alle Beteiligten einen langen Atem beweisen, auch wenn nicht gleich die Kassen klingelten: "Der Handel muss lernen, da durchzuhalten." Dass er selbst an seinen Verrückten Donnerstagen an vorderster Front steht (wie als Pianist bei einem Konzert mit einem Wuppertaler Opernsänger), ist für den Citymanager selbstverständlich.

"Es gibt gute Donnerstage, es gibt schlechte Donnerstage" - so beschrieb es Marco Schulz von Möbel Behnke, der als interessierter Gast in den Ausschuss gekommen war. Und Manfrahs stimmte ihm zu: "Generell wäre es wünschenswert, dass die Frequenz allmählich anzieht."

Besucher von außerhalb nähmen die Stadt oftmals positiver wahr als die Radevormwalder selbst, ist die Erfahrung von Baudezernentin Julia Gottlieb. "Wir müssen an uns selbst glauben, uns positiv vermarkten."

Beispiele gibt es aus Manfrahs´ Sicht bereits: das Baustellencafé, "eine Weltneuheit", wie er die Kreation des Radevormwalders Ralf Hoge stolz bezeichnet. Oder den "LokalBesuch", der den Parc de Chateaubriant in den Mittelpunkt rückt, mit Geselligkeit, langen Bänken und Rahmenprogramm. "Ich möchte alle dazu bringen, mitzumachen und sich mit ihrer Stadt zu identifizieren."

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