Tag der Ausbildung

Firmen werben um den Nachwuchs

Alina Kotthaus (l.) und Vivien Rondorf erkundigten sich über technische Berufe – hier am Stand der Firma GKN Sinter Metals. 

31 Unternehmen präsentierten sich am Tag der Ausbildung teil und öffneten ihre Betriebe.

Von Claudia Radzwill

Standpunkt von Jennifer Preuß

Was soll nach der Schule kommen? Impulse, Tipps und jede Menge Informationen zu diesem Thema gab es am Samstag auf dem fünften Radevormwalder Tag der Ausbildung. Künftige Schulabgänger, aber auch in der Bergstadt lebende Flüchtlinge, die in Deutschland neu starten wollen, nahmen die Gelegenheit wahr und besuchten das Wartburghaus.

Mit möglichen Arbeitgebern locker ins Gespräch zu kommen, auch das war ein Ziel des Tags der Ausbildung.

Organisiert wurde der Tag erneut vom Unternehmernetzwerk „RUN“. Mitglieder des Organisationsteams, wie Dorothea Perkovic von der Firma Holzmann und Steuerberater Klaus Lüttgenau, begrüßten die Ankömmlinge im Foyer und statteten die Besucher mit einer Stofftasche aus. Eine praktische Geste – so konnten Broschüren und Prospekte gut transportiert werden, um sie sich später in Ruhe noch einmal durchzusehen.

31 Teilnehmer auf Unternehmerseite zählte Klaus Lüttgenau. Seine Freude darüber war groß: „Wir haben noch nie die Zahl 30 überschritten. Diese Marke geknackt zu haben, das macht uns schon stolz.“ Es waren ganz verschiedene Ausbildungen, die den Besuchern der Messe vorgestellt wurden. Bei Glow2B informierten die Azubis Kimberly Martins und Martin Gondro selbst über erforderliche Abschlüsse, Prüfungen und Lerninhalte. „Viele fragen bereits nach den konkreten Aufgaben“, berichteten die angehende Groß- und Außenhandelskauffrau und zukünftige Fachmann für Lagerlogistik.

Bei Sebastian Rode (l.), Ausbildungsleiter der Firma Turck, konnten die Besucher ihre Reaktionsfähigkeit testen.

Gleich nebenan zeigte Sebastian Rode, technischer Ausbildungsleiter der Firma Turck aus Halver, was dort die Auszubildenden in einer Ausbildungskooperation mit dem Märkischen Werk selbst auf die Beine stellen. „Sie haben sich ein Reaktionsspiel ausgedacht und selbst konstruiert.“ Die Besucher duften daran nun ihre Reaktionsfähigkeit testen. Die meisten Anfragen hatte Rode zu den Berufen Elekroniker und Industriekaufmann/frau – insgesamt bietet die Firma zwölf Ausbildungsberufe an.

Direkt gegenüber informierte der Pflegearbeitskreis aus Rade über die Berufschancen in Alten- und Krankenpflege. „Wir hatten mehrere sehr interessierte Gespräche“, erzählte Anke Ziegenweidt von der Pflegedienstleitung der Diakonie, die mit Daniela Sappok, Pflegedienstleiterin im Sana-Krankenhaus, vor Ort war. Die jungen Besucher kamen mit konkreten Fragen zur Ausbildung zu ihnen.

Bei den Stadtwerken wurde am Messestand sogar schon eine Bewerbungsmappe abgegeben. „Davon war ich positiv angetan,“ verriet Biljana Dajic vom Vertrieb und Marketing. Unterstützt wurde sie von den Stadtwerke-Azubis. „Ganz viele Anfragen gibt es zum Beruf des Fachinformatikers“, fassten Laura Ortlieb und Anna-Lena Arndt zusammen. Auf Platz zwei landeten bei ihnen die Industriekaufleute.

Mädchen wollen mit Metall arbeiten

Die Schülerinnen Vivien Rondorf und Alina Kotthaus nahmen die Gelegenheit wahr, Firmen und Berufe kennenzulernen. „Besonders die technischen und mechanischen Berufe. Ein Bürojob am Schreibtisch – das ist nicht unseres,“ waren sich die 15-Jährigen einig. Vivien machte bereits ein Praktikum bei der Bundeswehr in Köln. „Dort war ich bei bei den Flugzeugmechanikern.“ Auch im Wartburghaus führte der erste Weg der Mädchen zum Stand des Bundeswehr.

TAG DER AUSBILDUNG

MESSE Neben vielen Unternehmen machen beim Tag der Ausbildung das Berufskolleg Hückeswagen, die ARGE und die Berufsberatung mit. VORSCHAU Bei RUN laufen bereits die Planungen für die nächsten drei Jahre. Ab 2017 wird die Messe wieder am angestammten Standort stattfinden: in der Aula der Gemeinschaftsgrundschule Stadt an der Carl-Diem-Straße. Derzeit wird die Schule saniert, so dass RUN ins Wartburghaus auswich.

Ihr Interesse galt außerdem dem Stand der Firma GKN Sinter Metals – hier werden Ausbildungen zur Elektronikerin, zur Industriemechanikerin oder zur Werkzeugmechanikerin angeboten. Übrigens: GKN informierte nicht nur am Messestandort – die Firma gehörte zu den acht Betrieben, die zum Tag der Ausbildung auch ihre Produktionsstätten und Büros öffneten. Shuttlebusse brachten die Besucher dorthin.

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