Ausbildungsmarkt

Firma Gira setzt auf den Nachwuchs

Ausbildungsleiterin Annabelle Rothe (m.) und Ausbildungskoordinator Jan Görtz (3.v.l.) mit den neuen Azubis (v.l.): Phil Rabe, Till Kalkuhl, Marie Rehhagen, Tobias Erbe, Nils Mebus, Jonathan Balzer und Jonathan Willer. Auf dem Bild fehlt Robin Karl Arndt.
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Ausbildungsleiterin Annabelle Rothe (m.) und Ausbildungskoordinator Jan Görtz (3.v.l.) mit den neuen Azubis (v.l.): Phil Rabe, Till Kalkuhl, Marie Rehhagen, Tobias Erbe, Nils Mebus, Jonathan Balzer und Jonathan Willer. Auf dem Bild fehlt Robin Karl Arndt.

Erstmals gehört der Beruf des Fachinformatikers zum Ausbildungsangebot des Familienunternehmens.

Von Joachim Rüttgen

Radevormwald. Auch der größte Arbeitgeber in der Bergstadt kämpft mit der Situation auf dem Ausbildungsmarkt. „Die Lage hat sich 2022 nicht entspannt“, teilte das Unternehmen Gira mit. Im Vergleich zum Vorjahr klaffe die Schere zwischen Bewerbungen und Ausbildungsangebot sogar noch weiter auseinander: Stand Juli steht nach Angaben von Gira einem bundesweiten Rückgang der Zahl an Bewerbern um drei Prozent auf 392.276 ein Plus an Ausbildungsplätzen um 4,6 Prozent auf 512.018 gegenüber.

Auch wir haben vergleichsweise wenig Bewerbungen erhalten.

Annabelle Rothe, Ausbildungsleiterin

„Auch wir haben vergleichsweise wenig Bewerbungen erhalten. Hinzu kommt, dass zudem die Qualität der Bewerbungen im Durchschnitt spürbar nachgelassen hat“, berichtet Annabelle Rothe, die beim Gebäudetechnikspezialisten die Ausbildung leitet. „Angesichts der Gesamtsituation freuen wir uns daher sehr, dass es uns gelungen ist, acht von neun Plätzen in fünf Ausbildungsberufen mit qualifizierten Kandidaten zu besetzen. Denn wir setzen auf unseren Nachwuchs als Fach- und Führungskräfte von morgen“, sagt sie. Dabei sei auch die neunte Stelle bereits vergeben worden, bevor die Bewerberin sich im letzten Moment doch noch umentschieden habe.

So verstärken seit 1. August acht junge Menschen zwischen 16 und 35 Jahren das Technologieunternehmen: Robin Karl Arndt (Industriekaufmann), Jonathan Balzer (Mechatroniker), Tobias Erbe (Fachlagerist), Till Kalkuhl (Industriekaufmann), Nils Mebus, (Fachinformatiker in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung), Phil Rabe (Mechatroniker), Marie Rehhagen (Industriekauffrau) und Jonathan Willer (Werkzeugmechaniker) haben mit der bei Gira für neue Auszubildende traditionellen Starterwoche ihren Anfang ins Berufsleben gemacht. Erstmals gehört dabei auch der Beruf des Fachinformatikers zum Ausbildungsangebot des Familienunternehmens. „Die Digitalisierung wird in allen Unternehmensbereichen zunehmend wichtiger“, erklärt Annabelle Rothe. „Neben Traineeprogrammen setzen wir zusätzlich auf die Ausbildung, um unseren Bedarf an IT-Fachkräften zu decken.“ Dass für diese Stelle die mit Abstand meisten Bewerbungen eingegangen sind, bestätigt für sie die Attraktivität des Tätigkeitsfelds in einem Unternehmen, das zu den internationalen Vorreitern bei der digitalen Vernetzung von Gebäuden gelte.

Zunächst heißt es für die eine Berufsstarterin und ihre sieben Kollegen jedoch, sich untereinander kennenzulernen und im Unternehmen zu orientieren. Hilfestellung geben ihnen dabei nicht nur Annabelle Rothe und Ausbildungskoordinator Jan Görtz, sondern auch, wie es bei Gira gute Tradition ist, Auszubildende aus dem zweiten und dritten Lehrjahr. Diese vermitteln Wissenswertes unter anderem dazu, wie das Berichtsheft zu führen ist, was beim Umgang mit der zur Verfügung gestellten IT-Hard- und Software zu beachten ist und welchen Projektteams sich die neuen Auszubildenden anschließen können. „Vier Teams stehen aktuell zur Auswahl. Sie befassen sich mit Corporate Influencing, interner Kommunikation, Ausbildungsmarketing im Zuge von Jobmessen und nachhaltiger Entwicklung“, erläutert Ausbildungsleiterin Rothe. „Uns ist wichtig, dass unser Nachwuchs neben den Ausbildungsinhalten frühzeitig lernt, gemeinsam in Teams eigenverantwortlich Projekte zu planen und umzusetzen.“ Damit eröffnet Gira zudem seinen Auszubildenden die Möglichkeit, über den Tellerrand des eigenen Tätigkeitsbereichs hinauszublicken und ein Verständnis fürs Gesamtunternehmen zu bekommen. „Eine wichtige Voraussetzung, wenn man sich zur Fach- oder Führungskraft weiterentwickeln möchte“, sagt Annabelle Rothe. Gerade diese Projektarbeit und die beruflichen Perspektiven in einem international tätigen Markenunternehmen wüssten auch die Gira-Auszubildenden zu schätzen.

Gütesiegel

Gira erhält in diesem Jahr schon zum zehnten Mal in Folge das „Azubi-geprüfte“ Gütesiegel „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“. Diese – so die federführende Ertragswerkstatt – „größte unabhängige und neutrale Zertifizierung für Ausbildungsbetriebe in Deutschland“ basiert zu einem Großteil auf einer anonymen Befragung der Auszubildenden, die etwa 100 Fragen zur Ausbildungsqualität und auf Kennzahlen wie der Übernahme- und der Abbrecherquote umfasst.

www.gira.de

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