Theater

Ensemble will gleich vier Mal auftreten

Die Proben zu Pippi Langstrumpf laufen: Szenenbild mit (v.l.) Andreas Schönhoff, Christoph Hundeck, Ralf Hombrecher und Dana Pett.
+
Die Proben zu Pippi Langstrumpf laufen: Szenenbild mit (v.l.) Andreas Schönhoff, Christoph Hundeck, Ralf Hombrecher und Dana Pett.

Theatergruppe des Familienzentrums Kottenstraße zeigt Pippi Langstrumpf.

Von Claudia Radzwill

Radevormwald. Die Theatergruppe des Familienzentrums Kottenstraße probt wieder. Im Probenraum im Paul-Gerhardt-Hauses geht es bereits in den Endspurt. Denn im Januar will die Truppe im Bürgerhaus am Schlossmacherplatz mit dem Stück „Pippi Langstrumpf auf den sieben Meeren“ auftreten. Vier Aufführungen sind dieses Mal geplant - conorabedingt wird auf Abstand im Publikum geachtet.

„Endlich wieder auf der Bühne zu stehen, das haben wir vermisst“, sagt Annette Hombrecher, die mit zu der bösen Piratencrew gehört. Gerade war noch auf der Bühne das „Marschieren im Gleichmarsch“ geprobt worden - was die chaotische Piratentruppe mal wieder nicht auf die Reihe bekam.

Szenenwechsel. Ein Wirtshaus. Auftritt Dana Pett, die die Hauptrolle der Pippi innehat. „Hast Du noch nie etwas vom großen Kapitän Efraim Langstrumpf gehört?“, fragt sie den „Blutigen Sventje“ alias Andreas Schönhoff herausfordernd. Efraim Langstrumpf ist Pippi Langstrumpf Papa. Und der wurde entführt. Mit einer Flaschenpost bittet er seine Tochter um Hilfe - und die macht sich umgehend mit ihren Freunden Tommy und Annika auf den Weg, ihn zu befreien.

Dana Pett mag die chaotische Pippi. „Sie zu spielen, liegt mir. Es macht riesig Spaß“, sagt sie. Etwas mit Action und mit Spaß hatte die Theatergruppe für den Auftritt gesucht. Die Geschichte des bärenstarken Mädchens aus der Villa Kunterbunt passt da gut.

Pippi ist keine Unbekannte für die Truppe. „Wir haben vor Jahren schon einmal Pippi im Taka-Tuka-Land gespielt“, erzählt Annette Hombrecher. Von einem Kinder-Theaterverlag bekommt das Ensemble stets Leseproben, darüber haben sie auch das Script für diese Aufführung bekommen. „Dann haben wir es noch etwas abgeändert, damit es auf unsere Gruppe passt.“

Annette Hombrecher und Ursula Seidler arbeiten am Scriptbuch.

Die Kulissen fürs neue Stück stehen auch schon bereit. Sie wurden auf dem Hof der Familie Hombrecher in stundenlanger gemeinsamer Arbeit und viel Liebe zum Detail zusammengebaut und bemalt.

Auch Ursula Seidler ist erneut dabei. Sie hat einst die Theatergruppe ins Leben gerufen. Das war im Jahr 2001. Sie kümmert sich um die Regie und ist Souffleuse. „Ich sag nach jeder Aufführung, das ist meine letzte,“ sagt die 75-Jährige mit einem Schmunzeln. Dann aber packt sie das Theaterfieber wieder.

Und auch Tochter Michaela Seidler wird an den Aufführungstagen mit von der Partie sein - die Visagistin sorgt fürs professionelle Theater-Make-Up. Einst wurde das Hobby-Ensemble als Eltern-Theatergruppe gegründet. Heute ist es eine bunt gemischte Gruppe.

„Nach all den Jahren weiß ich, dass zur Generalprobe der Text sitzt.“

Ursula Seidler, Regie und Souffleuse

Der jüngste, Robin Pett, ist 14 Jahre alt, die ältesten sind Mitte 50. Andreas Schönhoff gehört zu denjenigen, die schon einige Jahre mitspielen. Für die Rolle des Piraten hat er sich im Geschäft Stoffkränzchen bereits roten Stoff gekauft. „Das schwarze Kostüm bekommt eine rote Schärpe - passend zum blutigen Sventje“, sagt er.

Neu gehören dem Ensemble Leon Partenheimer und Judith Schönhoff an. Sie wirken das erste Mal mit - in den Rollen von Tommy und Annika. „Ich habe als Kind die Theateraufführungen besucht und wollte schon länger gerne selbst Theater spielen,“ erzählt der 18-Jährige. Leon Partenheimer hat bei der Truppe einfach nachgefragt. „Es macht richtig viel Spaß“, sagt er. Judith Schönhoff ist durch ihren Vater Andreas zur Theatergruppe gestoßen. „Ich habe ihm öfter die Texte abgehört“, erzählt sie - und möchte nun auch selbst auf der Bühne stehen.

Der Auftritt rückt näher, noch einige Textunsicherheiten gibt es. Aber das wird schon, sagt Ursula Seidler. „Nach all den Jahren weiß ich, dass zur Generalprobe der Text sitzt.“ Da mache sie sich keine Sorgen. Auch Leon Partenheimer, ist noch nicht nervös. „Allerdings denke ich, dass das Lampenfieber kommt, wenn ich das Publikum sehe“, sagt er.

Hintergrund

Die Theatergruppe des Familienzentrums Kottenstraße wird das Stück „Pippi Langstrumpf auf den sieben Meeren“ vier Mal aufführen - nach den tagesaktuellen Corona-Regeln. Am Samstag und Sonntag, 22. und 23. Januar beginnt die Vorstellung um 15 Uhr. Am Samstag und Sonntag, 29. und 30. Januar, um 16 Uhr. Karten gibt es in der Stadtbücherei, in der Bergischen Buchhandlung sowie bei den Mitgliedern.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Kreisel: Verwaltung lädt zur Infoveranstaltung ein
Kreisel: Verwaltung lädt zur Infoveranstaltung ein
Kreisel: Verwaltung lädt zur Infoveranstaltung ein

Kommentare