Elf Ausschnitte machen Lust auf den Theaterbesuch

Niklas Maienschein (v. l.), Juliane Pempelfort, Anna Sonnenschein und Katrin Hauptmann vom Theater Neuss zeigten einige Szenen aus den künftigen Stücken für die kommende Spielzeit. Fotos: Claudia Radzwill
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Niklas Maienschein (v. l.), Juliane Pempelfort, Anna Sonnenschein und Katrin Hauptmann vom Theater Neuss zeigten einige Szenen aus den künftigen Stücken für die kommende Spielzeit.

Rheinisches Landestheater präsentiert sein Repertoire – Nun stellt der Kulturkreis das Programm für 2022/23 zusammen

Von Claudia Radzwill

Das Theater läuft wieder. Der Kulturkreis freut sich auf Saison. Und plant bereits die Spielzeit 2022/23. Da hat es Tradition, dass das Rheinische Landestheater Neuss – das Haustheater des Kulturkreises – anreist und Stücke aus seinem neusten Programm in Kurzform präsentiert.

Am Sonntag war es wieder soweit. Auf der Bühne im Bürgerhaus präsentierte das Neusser Ensemble elf Ausschnitte aus verschiedenen Werken. Jetzt hat der Programmbeirat des Kulturkreises die Wahl, welches Stück nun in der Bergstadt gezeigt wird. Karl-Ludwig Weinknecht übernahm die Moderation und lehnte sie an die Präsentation der legendären Hitparade an – die Darsteller Katrin Hauptmann, Anna Sonnenschein, Juliane Pempelfort und Niklas Maienschein schlüpften fortan in verschiedene Rollen und traten auf wie einst die Schlagerstars mit ihren Hits.

Den Anfang machte „Die Verwandlung@Whitebox“, ein Schauspiel nach Franz Kafka. Anna Sonnenschein schlüpfte in die Person, die sich über Nacht in einen Käfer verwandelt. Szenenwechsel. Ein „Power“-Ruf schallte über die Bühne. Mit der Suche nach einem kleinen Hund beginnt ein Stück, das sich mit der Radikalisierung von Menschen beschäftigt. Power heißt nicht nur der Hund, es ist auch der Name des Stückes, das auf dem Roman von Verena Günter basiert.

Vier Personen, zwei Paare und unangenehme Tatsachen sind der Inhalt des Stückes „Die Wahrheiten“. Ein Spiel mit Lüge und Wahrheit offenbart auch Hendrik Ibsens „Peer Gynt“. „Jetzt hab ich zwei Chefs“, erklärte Niklas Maienschein und eröffnete das Stück „Ein Mann, zwei Chefs“. Eine musikalische Komödie nach Goldonis „Der Diener zweier Herren“. Weitere Vorschläge fürs Rader Programm wären der Liederabend „Und immer wieder geht die Sonne auf“ und „Das Ballhaus – ein Schauspiel ohne Worte“. Mit der „Schneekönigin“ nach Hans Christian Anders steht dem Kulturkreis ein Familienstück zur Auswahl. „Die Biene im Kopf“ und „Der Entstörer“ kommen als Kinder- und Jugendstück in Betracht.

„Sein oder nicht sein“ – Kommt Hamlet nach Rade?

Wer kennt sie nicht, die Frage aller Fragen. Shakespeares „Hamlet“ könnte sie in der nächsten Spielzeit auch in Rade stellen: „Sein oder nicht sein.“ Das klassische Stück hat das Rheinische Landestheater für 2022/23 auch im Repertoire. Ein besonderes Stück präsentierte das Ensemble mit „Johanna ist tot“. Es handelt von der Unmöglichkeit der Revolution, von „no risk, no fun“. Geschrieben hat es der Dramaturg des Theaters, Olivier Garofalo. Er war auch im Bürgerhaus dabei, begrüßte zusammen mit Michael Teckentrup, dem Vorsitzenden des Rader Kulturkreises, die Besucherinnen und Besucher.

Neben den Stücken des Rheinischen Landestheaters Neuss wählt der Programmbeirat dann noch Kabarettstücke, das ein oder andere Stück eines anderen Theaters sowie Aufführungen für Sonderveranstaltungen aus.

Durch Corona mussten zuletzt viele Stücke ausfallen oder verschoben werden. Im November nun gibt es gleich drei Stücke. Am 10. November zeigt das Westfälische Landestheater „Marlow“. Das Rheinische Landestheater ist mit „Shakespeare in Love“ am 17. November zu Gast. Am 24. November kommt das Landestheater Detmold mit „Der Sandmann“ nach Rade. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.

Hygienekonzept

Für alle Aufführungen gelten die aktuellen Schutzmaßnahmen. Dazu gehören die 3G-Regel und Maskenpflicht (medizinisch oder FFP2) bis zum Sitzplatz. Die Einführungen in die Stücke erfolgen im großen Saal statt im Foyer. Karten gibt es in der Stadtbücherei im Bürgerhaus.

www.kulturkreis-radevormwald.com

Michael Teckentrup (Vorsitzender Kulturkreis, l.) und Olivier Garofalo (Dramaturg Landestheater Neuss) auf der Bürgerhaus-Bühne.

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